ZEIT ONLINE – “AfD: Sprengstoff Leitkultur”

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“Der gefährlichste Begriff der AfD: Mit der Forderung nach kultureller Einheit des Landes bedroht die Partei nicht nur Zuwanderer, sondern jeden einzelnen Deutschen in seiner Lebensweise. (…) Wer ist im Besitz der Leitkultur? Wer darf definieren, was gilt?”

“Der Multikulturalismus ist keine Ideologie, er ist Realität (…) Indem man ihn aber als These deklariert, also als etwas, was sich auch verwerfen lässt, gibt man zu verstehen, dass auch die Realität gegebenenfalls verworfen werden kann oder muss. Die Brutalität, die dazu nötig wäre, muss man sich ausmalen, um sich von der Trockenheit des Textes (im Parteiprogramm der AfD – der Autor) nicht täuschen zu lassen.”

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One Response to ZEIT ONLINE – “AfD: Sprengstoff Leitkultur”

  1. Langenbruecker sagt:

    Dieser Artikel befasst sich wieder einmal damit, dass die Welt diferenzierter und komplizierter ist, als die AfD uns oder ihren Anhängern und Wählern suggeriert.

    Leider merkt man recht schnell, wenn man gegen die AfD argumentiert oder gar anschreibt, dass ganz viele Menschen zwar die AfD prinzipiell auch nicht so gut finden, aber dass sich in der politischen Landschaft Ãnderungen ergeben, dafûr wären schon ganz viele zu haben. Als Beispiel kann man z. B. Fraktionsdisziplin oder die Persönlichkeitswahl nennen, hier sind viele wohl auch zurecht der Meinung, dass eine Person, die sie aufgrund des Fachwissens und der Ausstrahlung gewählt haben auch die Interessen der Gewählten gefälligst zu vertreten habe. Oder auch Volksentscheide, die nur auf Länderebene möglch sind, möchten viele am Liebsten den ganzen Tag zu allen erdenklichen Themen durchführen lassen,

    Nun ja, machen wir uns nix vor, die momentane Situation liegt nicht nur an der AfD (vorher gab es ja auch Parteien wie die Republikaner, die ähnliche Themen aufgegriffen hatten) – sondern allgemein ist unsere Form der parlamentarischen Demokratie in der Krise. Der Bürger will mehr mitbestimmen, hat avpber teils die Voraussetzungen dafür nicht, weil er gar nicht informiert ist oder nur seine eigene Ansicht berücksichtigen kann.

    Dass die AfD in Berlin knapp 15 % erreicht hat, sehe ich nicht als Erfolg für die AfD, sondern als ersten Rückschritt, die Bûrger verlangen langsam nach Antworten. Bisher hat sich die AfD ja darauf beschränkt Zustãnde zu beschreiben und Kritik zu üben.

    Eventuell wird die Parteienlandschaft noch in mehr kleinere und für ihr jeweiliges Segment radikalere Parteien zerfallen – dies ist zu befürchten.

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