„Sie sind die Visitenkarten unserer Stadt“ – Bruchsaler Gästeführertreffen

Bruchsaler Gästeführertreffen 22.02.2017

Stadt und BTMV würdigten am Weltgästeführertag Bruchsaler Stadtführer mit Preview in der Beletage

Preview in der „Beletage“ des Bruchsaler Schlosses. Zwei Monate vor der offiziellen Eröffnung. Keine Frage, wenn 21 Frauen und Männer ein solch’ exklusives Event geschenkt bekommen, dann müssen es ganz besondere Herrschaften sein. Und sie sind es. Stehen immer parat, samstags wie sonntags, wenn Touristen Bruchsal bei einer Führung kennenlernen möchten. Die Rede ist von den Stadtführern, die seit über zehn Jahren im Auftrag der Touristinformation den Gästen die schönsten Orte der Stadt zeigen.

Am Weltgästeführertag, sagten ihnen BTMV, Stadt und Staatliche Schlösser und Gärten Danke dafür, dass sie „an unserer Gästefront im Einsatz sind“, wie Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick sagte. Sie seien es, die Lust machen auf Bruchsal und seine Kultur, die die besten Botschafter seien, die sich Bruchsal vorstellen kann. Auch Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten, attestierte den Frauen und Männern: „Sie sind immens wichtig.“ Schließlich brauche man sich gegenseitig: Denkmal, Stadt und Stadtführer.

Es sei etwas Wunderbares, dass es heute fast 30 Stadtführer gebe, meinte Thomas Adam, Abteilungsleiter Kultur der Stadt Bruchsal. Der Gedanke, Stadtführer über einen Kurs bei der Volkshochschule auszubilden, sei eine idealtypische Synergie zwischen Stadt (Hauptamt, Kultur), VHS und BTMV gewesen. Während städtische Einrichtungen wie Archiv und Museum an der Ausbildung beteiligt waren, war die BTMV schließlich für die „Übernahme“ der ausgebildeten Stadtführer verantwortlich.

Wie die Stadtführer ihre Zahlen und Fakten verpacken, entscheiden sie indes selbst. Sie vermitteln mit Anekdoten die jeweilige Stimmung, lassen Mauern und Steine erzählen und erwecken historische Personen zum Leben. Ganz individuell nach Interessensgruppe, immer mit anderen Schwerpunkten. Denn die Besucher sind so unterschiedlich wie die Geschichte der Stadt.

Marliese Kneis zum Beispiel hat sich immer für Bruchsal und seine Vergangenheit interessiert. „Schon als Kind habe ich Stadtführungen geliebt; jetzt kann ich selbst anderen Menschen die Geschichte näherbringen.“ Und sie schwärmt: „Es macht so viel Spaß.“ Bei Ralf Freitag ist es genau so: „Trotz der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gibt es in Bruchsal so viele wunderschöne Ecken; die möchte ich nicht nur Fremden, sondern auch Bruchsalern zeigen.“ Großen wie Kleinen. Denn die speziellen Kinderführungen liegen Freitag ganz besonders am Herzen. „Kinder sollen doch die Stadt, in der sie leben, kennen, sollen sich dort wohl- und Zuhause fühlen.“

Ja, die klassische Stadtführung ist längst nicht mehr die einzige, haben sich aufgrund der Nachfragen doch verschiedene Erlebnisführungen hinzugesellt. Egal freilich, welcher Stadtführer auf welchen touristischen Wegen in Bruchsal unterwegs ist. Eines haben alle gemeinsam, wie BTMV-Geschäftsführerin Birgit Kling sagte: „Sie sind die Visitenkarten unserer Stadt.“

Bruchsaler Gästeführertreffen 22.02.2017

 

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