Jogis Schmerzen

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“Das hat mich schon geschmerzt”,

sagte Joachim Löw nach der schwachen Leistung unserer Nationalmannschaft gegen die Nummer 67 in der Weltrangliste des Fußballs. Nein, nicht die schwache Leistung war es, die ihn so geschmerzt hat, es waren die Pfiffe bei Ballkontakten von Gündogan.
Aber war das verwunderlich? Das Foto der beiden Fußballer Gündogan und Özil mit Erdogan wurde schnell als unüberlegte Dummheit entschuldigt. Erstaunlich, den beide haben doch exzellente Berater und machen kaum etwas, das die Berater nicht billigen.
Es war auch nichts Spontanes, schließlich waren sie von Erdogan eingeladen worden (welche Ehre!).
Was aber überhaupt heruntergespielt wurde, war die Übergabe der handsignierten Trikots mit der Aufschrift: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.”
Das war geplant, das war nicht spontan. Das muss auch überlegt gewesen sein.
Man hat Wahlkampfauftritte Erdogans in Deutschland verboten. Aber was ist denn das? Wahlkampfwerbung von deutschen Nationalspielern zur besten Sendezeit? Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Fans mit Pfiffen Luft machen. Haben derart Prominente mit ihrer Vorbildfunktion nicht gerade die Verpflichtung, keine solchen Auftritte hinzulegen?
Aber in Kürze wird es heißen: Es war doch nur ein Foto. Tatsächlich war es durch die Übergabe sehr viel mehr.

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