IG Metall-Senioren fordern Solidarische Alterssicherung

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Durch den Wandel am Arbeitsmarkt, durch immer mehr prekäre Beschäftigung und einem weiteren Absinken des Rentenniveaus, droht vielen der heute im Erwerbsleben stehenden Menschen der soziale Abstieg in die Altersarmut. Dass diese Fehlentwicklung bereits begonnen hat, belegt auch der aktuelle Armutsbericht des paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Es ist höchste Zeit für einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik, so Felix Schlindwein, Sprecher des AK Senioren der IG Metall Bruchsal, und Versichertenberater der deutschen Rentenversicherung, auf der Sitzung des AK Senioren in der IG Metall Geschäftsstelle Bruchsal. Ein auskömmliche Rente und nicht möglichst niedrige Beitragsätze muss wieder zentrale Zielgröße in der Rentenpolitik sein. Das ursprüngliche Ziel der Lebensstandardsicherung muss wieder hergestellt werden. Es geht nicht in erster Linie um die jetzigen Rentner, es geht um die jungen Menschen, die jetzt im Arbeitsleben stehen.

Um zunehmender Altersarmut entgegen zu wirken, fordern die IG Metall Senioren die Stabilisierung des Rentenniveaus statt weiteres Absinken und eine solidarische Finanzierung der Rentenversicherung. Es ist rentenschädlich, wenn sich der Gesetzgeber von Lobbyisten der Versicherungskonzerne und der Arbeitgeberverbände verleiten lässt, durch Flickschustereien auf Nebenkriegsschauplätzen wie Riesterrente, Betriebsrenten (die keine mehr sind) usw. von dem Ziel der Stärkung der gesetzlichen Rente abbringen lässt.

Von Armut sind aber nicht nur Rentner und Rentnerinnen betroffen, es trifft auch Alleinerziehende und Geringverdiener. So gilt es den Wildwuchs an prekären Arbeitsverhältnissen einzudämmen und gerechtere Löhne zu bezahlen. Auch die Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung und die Zuzahlungen für Medikamente belasten vor allem Alleinerziehende und Geringverdiener und die Rentnerinnen und Rentner. Deshalb wäre auch eine paritätisch finanzierte Krankenversicherung eine Entlastung für die Versicherten und wäre zudem ein wichtiger Beitrag, damit die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch größer wird.

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