Freilichtspiel am Belvedere 2018: Pension Schöller

Presse 06

Was heißt hier schon normal?
Theater Die Koralle verwandelt das Belvedere Bruchsal in die „Pension Schöller“

Seit seiner Uraufführung 1890, ist die „Mutter aller Komödien“ aus Deutschlands Theaterspielplänen nicht mehr wegzudenken. Zeit für Bruchsals Erstaufführung, dachte sich der Regisseur Hannes Höchsmann und überzeugte so die Spielplangestalter des Bruchsalers Theater Die Koralle. Eine aufgefrischte, den Bruchsaler Gegebenheiten angepasste Fassung im Gepäck, begannen die Proben mit ihm bereits im Januar. Bis die gesamte Besetzung zusammen war verging dann noch einige Zeit, aber inzwischen haben sich die AkteurInnen heißgespielt und in die teils schrillen Charaktere versetzt:

Philipp Klapproth will sich in Berlin mal so richtig amüsieren – in einer Irrenanstalt! Sein Neffe Alfred braucht das Wohlwollen und das Geld des Onkels und weiß sich daher zu helfen: Er nimmt den Gutsbesitzer aus der Provinz mit zu einer Soirée in die Pension Schöller – und lässt ihn in dem Glauben, er befände sich in einer Nervenheilanstalt. Onkel Klapproth unterhält sich prächtig mit den skurrilen Bewohnern der Pension – vom Großwildjäger bis zur Romanschriftstellerin – und fährt anschließend vergnügt nach Hause. Dort muss er feststellen, dass die vermeintlichen Irren keineswegs sicher verwahrt sind. Und während Philipp Klapproth versucht, die „Gäste“ im Zaum zu halten, dreht sich die Spirale des Wahnsinns für ihn immer weiter.

Seit über einem Jahrhundert sorgt “Pension Schöller” für Heiterkeit auf deutschen Bühnen. Dabei sind Situations- und Verwechslungskomik nur eine Stärke dieses Stückes, das die beiden Mainzer Karnevalisten Wilhelm Jacoby und Carl Laufs schufen. Der Kern des Lustspiels liegt in der Weisheit, dass die Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn letztlich nur eine Frage der Perspektive ist: Wo sind denn eigentlich die Patienten? Es ist eine pralle Komödie über Unterhaltungs- und Geltungssucht. Über Träume und den Wunsch nach Aufmerksamkeit und Liebe. Ein schrilles Spiel um Macken und Manien. Und damit bestens geeignet für unterhaltsame Sommertheaterabende auf einer der schönsten Freilichtbühnen der Region.

Als Regisseur konnte das Bruchsaler Theater Die Koralle den Schauspieler Hannes Höchsmann (ehemals Badische Landesbühne Bruchsal) gewinnen, der den Verein schon seit Jahrzehnten kennt und bereits am Belvedere „Die Hochzeit des Figaro“ inszeniert hat.

Aus dem Belvedere Bruchsal wird für vier Wochen die Berliner „Pension Schöller“ und damit das Publikum genügend Zeit hat, die Berliner Luft zu schnuppern, öffnen Abendkasse und der Barbereich bereits ab 19 Uhr in diesem Jahr.

Vorstellungen sind am 16., 17., 22., 23., 24., 29., 30. Juni und 1., 6., 7., 8. Juli 2018 jeweils um 20.30 Uhr am Belvedere im Stadtgarten Bruchsal

Karten sind ab dem 19. Mai 2018 bei der Buchhandlung Braunbarth Bruchsal erhältlich und unter www.diekoralle.de reservierbar.

Karten kosten 14 EUR Normal und 10 EUR ermäßigt. Ermäßigungen werden jeweils an der Abendkasse nach  Vorlage einer entsprechenden Berechtigung gewährt.

„Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.“ Heinrich Heine

 

Presse 03

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