Bruchsal macht Lust aufs Wandern: 13 Wanderrouten werden bis Frühjahr 2018 beschildert

BRUCHSAL.ORG

Bruchsal geht mit der Zeit. Genauer gesagt: Bruchsal wandert mit der Zeit.

Schon vor Monaten hat sich die Bruchsaler Tourismus, Marketing und Veranstaltungs- GmbH (BTMV) auf den Weg gemacht, ein attraktives Wanderwegenetz für Bruchsal und die Ortsteile auf die Beine zu stellen. Schließlich liegt Wandern heute wieder voll im Trend und ist bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt, denn Gehen ist nicht nur die natürlichste und umweltfreundlichste Art der Bewegung, es hält auch Körper und Seele gesund.

Bruchsal und die Stadtteile haben seit jeher einige sehr schöne, mehr oder weniger gut ausgeschilderte Wander- und Spazierwege zu bieten. Dennoch war es Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, der zweiten Vorsitzenden von Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. und Aufsichtsratsvorsitzende der BTMV ein großes Anliegen, in und um Bruchsal weitere Routen nach Maßstäben von Tourismusexperten zu entwickeln.

Um diese Aufgabe zu bewältigen, bat die Touristinformation der BTMV zahlreiche lokale Experten aus der Wanderszene um Hilfe: Ulrich Oberheide von den Naturfreunden, Günther Schindler und Jürgen Pfeiffer vom Odenwaldklub Bruchsal, Kurt Bittrolf von der Wandergruppe des TV Helmsheim, Horst Gringmuth und Dietmar Konanz, Valentin Gölz, Volker Mödinger und Harry Schott sowie Förster Michael Durst, um nur einige zu nennen.

Aus der Optimierung bestehender Wege und der Konzeption neuer Strecken ergaben sich 13 Wander-Routen in der Ungeheuerklamm, auf dem Michaelsberg in Untergrombach, beim Feldkirchle, in der Büchenauer Hardt und bei der „Laubigen Eiche“ in Heidelsheim, rund um Helmsheim und auf dem Obergrombacher Burgweg.

„Mit einer lückenlosen, einheitlichen Beschilderung und einer guten Infrastruktur soll ein attraktives Wander-Angebot für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Touristen geschaffen werden“, sagt Oberbürgermeisterin Petzold-Schick, die der Naherholung einen hohen Stellenwert einräumt.

Eine Renaissance des Wanderns ist in Deutschland deutlich spürbar, forciert von prominenten Wanderfans wie Hape Kerkeling, der in einem Bestseller seine Tour auf dem Jacobsweg beschreibt. Dieser Trend hat auch Kraichgau-Stromberg Tourismus veranlasst, alle 40 Mitgliedsgemeinden aufzufordern, jeweils ihren schönsten Wanderweg zu melden, um diese künftig in einem Wanderführer aktiv zu vermarkten.

Bruchsal meldete kurzerhand neben dem geforderten Premiumwanderweg „Naturschutzgebiet Michaelsberg“ gleich zwölf weitere Wanderwege über den KST fürs Förderprogramm des Landes. Wieder mit Erfolg: „Für alle 13 Wanderrouten in Bruchsal wurden im Zuge der Gesamtförderung des KST-Wanderprojektes Landesfördergelder bewilligt“, so die Oberbürgermeisterin sichtlich zufrieden. Gelder, die jetzt für die Beschilderung der Wege zur Verfügung stehen und somit nicht von Bruchsal selbst aufgebracht werden müssen.

Um die professionelle Umsetzung der Wege kümmert sich derweil die Agentur TOUR KONZEPT. Sie erstellt im Moment ein Kataster mit genauen Streckenverläufen und den Standorten der Wegweiser. Während der Sommermonate wird sich dann BTMV-Mitarbeiterin Birgit Lomnitzer zusammen mit den Wanderexperten auf Tour begeben. Sprich: Sie laufen alle Wege ab, um beschreibende Texte für einen ausführlichen Wanderprospekt zu entwerfen. Der wird dann ab Frühjahr 2018 kostenlos bei der BTMV zu haben sein. Der Wanderführer der KST – mit dem Bruchsaler Premiumwanderweg – soll spätestens im Herbst 2018 nachfolgen.

BTMV-Projektleiterin Marie-Noelle Munch blickt begeistert in die Zukunft: „Unsere Arbeit wird mit der Ausschilderung der 13 neuen Wege im Frühjahr 2018 noch nicht beendet sein. Wir wollen die Wege nach und nach noch weiter aufwerten, unter anderem mit Informationstafeln, neuen Rastplätzen und Kunstobjekten entlang der Strecken.“ Schließlich wussten bereits die Großeltern: Wandern sei gesund für Körper, Seele und Geist!

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