Arme Kinder

BRUCHSAL.ORG

Von Kinderarmut ist immer wieder die Rede. Was soll denn das sein? Arm sind doch wohl die Eltern, aus welchen Gründen auch immer. Schlechte Bezahlung, horrende Mieten, steigende Energiekosten, wie soll da die so genannte “Kinderarmut” sinken?

Nein, man darf sich nicht auf Kosten der Kinder von seiner Verantwortung stehlen.

Kindersoldaten, Kinder als Schutzschilder. Wer trägt dafür die Verantwortung? Soll man die Konflikte mit Gewalt lösen? Dann kommen noch mehr Menschen zu Tode.

Zur Zeit werden in den Medien immer öfter die Kinder (und Frauen) als die Schwächsten, die am schlimmsten Betroffenen dargestellt. Und wer lässt Kinder und Frauen in Gefahrenzonen zurück, um dem Militärdienst zu entgehen? Wer kennt eine Lösung für dieses Problem? Mit Bomben gegen Boko Haram und IS werden auch wieder Unschuldige getroffen.

Wäre eine Lösung nicht die Aufklärung? Und wer verhindert Aufklärung? Die Religionen! Wer hat in der Vergangenheit die Wissenschaft behindert?

Die Sonne dreht sich um die Erde? Wer hat Aufklärer als Ketzer verb(r)annt?

Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt. Glaubt das wirklich noch jemand? Ein Oberst, der über Hundert unschuldige Menschen ermorden läßt, wird befördert. Bomben und Marschflugkörper aus weiter Entfernung – wundert man sich dann noch, wenn sogenannte Attentäter sich rächen, da sie sonst keine Genugtuung bekommen?

Wer außer den Religionen trägt noch Verantwortung? Beim Islam ist es im Wesentlichen die Spaltung zwischen Schia und Sunna. Im christlichen Abendland haben die Religionskriege nur Unheil angerichtet. Die Judenverfolgung und dieÄchtung der Juden ist nur auf die christlichen Religionen zurückzuführen. Erst seit dem Bekanntwerden des Holocaust (nach 1945) hat hier ein Umdenken stattgefunden. In den Köpfen (besonders der älteren Menschen) ist das aber noch tief verwurzelt.

Seit dem 2. Jahrhundert sind die Juden von der Kirche als  Gottesmörder bezeichnet worden. Es hat fast zwei Jahrtausende gedauert, bis die christlichen Kirchen von dieser Verurteilung nach und nach abgerückt sind (ab 1945). Glaubt jemand wirklich, dass dies in ein paar Jahrzehnten aus den Köpfen geht (besonders nicht mit einer halbherzigen Schuldanerkenntnis, wie es die christlichen Kirchen tun)?

Genau genommen war doch die Kreuzigung eine gute und notwendige Tat (hat es nicht alle Christen von der Erbsünde befreit?)? Dankbarkeit gegenüber den Juden und nicht Verfolgung wäre notwendig gewesen. Man kann einen Gott doch gar nicht töten, es sei denn, es wäre nur ein Götze.

Ja, ich habe jetzt viele Probleme nur angerissen, die mich beschäftigen. Von niemand habe ich bislang Erklärungen oder Lösungsansätze angeboten bekommen. Meist waren es Ausreden, Unverständnis oder Beschimpfungen, seltener erlebte nachdenkliche Menschen, die die Problematik der Konflikte gesehen haben.

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