Zeitweise Chaos auf der Autobahn bei Bruchsal

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Mehrere LKW-Unfälle beschäftigten die Feuerwehr auf der BAB 5
Dienstag, 14. Dezember 2010 - 11:13

Bruchsal(old).Heute Morgen ereigneten sich mehrere LKW-Unfälle auf der spiegelglatten Bundesautobahn 5 zwischen der Noteinfahrt Untergrombach und dem Rasthof Bruchsal.

Um 04:45 Uhr wurden die Feuerwehren aus Bruchsal und Karlsdorf zum ersten Mal zu einem Unfall in Richtung Karlsruhe bei Kilometer 609 alarmiert. Dort war ein polnischer Sattelzug ins Schleudern gekommen und blieb letztlich quer zur Fahrbahn stehen. Hierdurch wurden alle drei Fahrspuren blockiert. Durch das Zusammenknicken des Sattelzuges wurde der Kraftstofftank beschädigt und der Inhalt lief aus. Die Feuerwehr fing den ausgelaufenen Diesel auf und dichtete den Tank ab. Damit der Verkehr weiterlaufen konnte, lies die Autobahnpolizei den Verkehr über den Standstreifen weiter fahren.

Kurze Zeit später, nur 100 Meter weiter, kam der nächste LKW ins Schleudern und landete in der Seitenleitplanke. Hier entstand nur ein Sachschaden und die Feuerwehr musste nicht eingreifen.

Noch während des Einsatzes bei Kilometer 609, mussten Einsatzkräfte zu einem weiteren Unfall, bei dem ebenfalls Kraftstoff auslief, abgezogen werden. Zusätzlich machten sich Kräfte vom Bruchsaler Feuerwehrhaus auf den Weg zur Einsatzstelle. Bei Kilometer 605 in Richtung Heidelberg war ein deutscher Sattelzug ebenfalls ins Rutschen gekommen und kam von der Fahrbahn ab. Hierbei stieß er mit einem Verkehrsschild zusammen und beschädigte sich den Fahrzeugtank. Auch hier nahm die Feuerwehr die auslaufenden Betriebsstoffe auf und dichtete den Tank ab. Wie uns die Polizei mitteilte, wurde der Fahrer bei dem Unfall leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Bruchsaler Krankenhaus zur weiteren Behandlung eingeliefert werden. Die Feuerwehren aus Bruchsal und Karlsdorf waren mit insgesamt 30 Mann und sechs Fahrzeugen bis etwa 8 Uhr unter der Leitung des Bruchsaler Feuerwehrkommandanten Bernd Molitor im Einsatz.

Im Anschluss, als sich die Kräfte noch im Feuerwehrhaus befanden, wurde der Bruchsaler Löschzug zu einem Feueralarm ins Bruchsaler Industriegebiet gerufen. Nach der Erkundung vor Ort konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Die Auslösung der Brandmeldeanlage war durch Fehlalarm verursacht worden. Hier waren 21 Mann und der Löschzug im Einsatz.

Feuerwehr Autobahn 01
Feuerwehr Autobahn 02
Autobahn Feuerwehr 03

 

Bericht und Bilder:Thomas Heinold Pressesprecher der Feuerwehr Bruchsal

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Kommentare

Immer die Laster....

Mancher fragt sich dann schon, warum immer die LKWs von der Strasse rutschen. Wenn ich allerdings tagtäglich bei Schnee so beobachte, wie die Damen und Herren in ihren Brummis so drauflosheizen, dann wundert mich nichts mehr. Egal wieviel Schnee liegt, auf der Autobahn überholen die ja selbst bei intensivstem Schneefall sogar PKWs... Und haben die eigentlich Winterreifenpflicht? Und, hatten die oben gezeigten Laster welche drauf? Aber Hauptsache mal die Autobahn für mehrere Stunden lahmgelegt! Ich jedenfalls habe das satt!

Ja, wo bleiben sie denn....

...die, in der schicken neuen Uniform?
Ach, es ist keiner da, um mal nach dem Rechten zu schauen?
Richtig. Wir leisten uns einen sparsamen Staat, der es sich sogar leistet, sich seine Kernaufgaben zu ersparen.
Nur beim Zocken spart es nicht, unser neues Cleverle.
Hier zum Beispiel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,734595,00.html

Winterreifenpflicht für Lkw? Natürlich nicht...

Unternehmerfreundlich wie die Bundesregierung sich ständig präsentiert hat sie natürlich die Speditionen von der strengen Winterreifenpflicht ausgenommen - während man dem Pkw-Fahrer (zu Recht) diese Investition zumutet, genügen bei Lkws Winterreifen auf den Antriebsachsen - mit verheerenden Folgen gerade beim Bremsen. Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, als auch Pkws mit Winterreifen lediglich auf den angetriebenen Achsen unterwegs waren? Und die daraus resultierenden gelegentlichen Überraschungen bei Kurvenfahrten oder beim Bremsen?

Aber nicht nur die Lkw-Eigentümer werden verschont - nein, man glaubt es kaum: Auch Busse (ich denke da an die in aller Frühe auf nicht geräumten Landstraßen fahrenden Schulbusse) - auch Polizei (!!) und Feuerwehren, ja Rettungsfahrzeuge allgemein sind ausgenommen.
Auch hier genügen Winterreifen auf den Antriebsachsen.

Da kann man nur hoffen, dass die Halter dieser Fahrzeuge mehr Verantwortungsgefühl besitzen als mancher politische "Verantwortungsträger" in Berlin.
Aber die Winterreifen von deren Dienstwagen bezahlen ja wir.

Genervter Autofahrer Unfall 14.12.10 A5

Ich finde es immer interessant, wie sich manche Leute aufregen. Normalerweise sollten die ganzen LKW Fahrer und Fahrerinnen sagen, wir fahren nicht mehr.

Ergebnis wäre: Die Versorgung der Bürger würde eingestellt.

Manche Personen sollten mal eine Woche im LKW mitfahren, um zu sehen, was wirklich auf den Straßen los ist.
Die Aussage: "Haben die Winterreifenpflicht?" Bei so einer unqualifizierten Ausage, kann ich nur den Kopf schütteln, denn seit wann nützen bei spiegelglatter Fahrbahn Winterreifen? (egal ob PKW oder LKW)
Viele Unfälle passieren auch aufgrund der Rücksichtslosigkeit von PKW Fahrern, die einen Brummi beim Überholen schneiden. (Auch manche LKW Fahrer benehmen sich rücksichtslos)
Achso und ein "Drauflosheizen" funktioniert nicht, denn bei spätestens 85km/h ist Schluss.
Der "genervte Autofahrer" sollte wirklich mal eine Woche im LKW mitfahren, um zu sehen, was dies für ein harter Job ist und welche Leistung gebracht werden muss.
Es ist nicht selbstverständlich in den Laden zu gehen und alles einzukaufen, denn ohne die Brummi-Fahrer würde es sehr schlecht damit aussehen.

Grüße von der Ehefrau eines Berufskraftfahrers

An "Ehefrau eines Berufskraftfahrers":

Sehr geehrte Berufskraftfahrersehefrau - ich mache mir mal die Mühe, Ihren Beitrag aus meiner - aus Ihrer Sicht sicherlich unbedarften - Sicht eines Pkwfahrers zu kommentieren:

"... Normalerweise sollten die ganzen LKW Fahrer und Fahrerinnen sagen, wir fahren nicht mehr..."
Nun - mir würde es genügen, wenn etwa 5 % der LkwFahrer dies nicht nur sagen, sondern auch tun würden. Und zwar die 5 %, die mir als PkwFahrer mit ihrer rücksichtslosen, auf 40 Tonnen gegründeten Überlegenheitsfahrweise nicht nur auf den Keks gehen, sondern mich regelmäßig gefährden.

"... Manche Personen sollten mal eine Woche im LKW mitfahren, um zu sehen, was wirklich auf den Straßen los ist..."
Ich muss nicht 2 m oder mehr weiter oben sitzen, um mein Hirn gebrauchen zu können.

"... Die Aussage: "Haben die Winterreifenpflicht?" Bei so einer unqualifizierten Aussage, kann ich nur den Kopf schütteln..."
Zunächst ist das mal keine Aussage, sondern eine Frage - und zwar eine sachliche und durchaus berechtigte.
Oder weshalb nicht?
Und wenn die Frage berechtigt ist: Weshalb gilt die Winterreifenpflicht für diese Fahrzeuge nicht? Für die gelten doch die gleichen fahrphysikalischen Gesetze wie für Pkws.

"... denn seit wann nützen bei spiegelglatter Fahrbahn Winterreifen? (egal ob PKW oder LKW)..."
Sehr geehrte Berufskraftfahrersehegattin - wenn Sie nicht nur so einen großen Zorn, sondern auch etwas Ahnung von der Materie hätten, wüssten Sie, dass die Gummimischungen von Sommer- und Winterreifen (zumindest betrifft dies europäische Qualitätsprodukte) bei gleichen Temperaturen sehr unterschiedlich "hart" sind. Während Sie mit Sommerreifen schon bei Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt ins Rutschen kommen, besitzen Winterreifenmischungen bei tieferen Temperaturen ganz erstaunliche Haftungseigenschaften. Darüber sollten Sie mal mit Ihrem Berufskraftfahrersehegatten plaudern - ich hoffe, er weiß das.
Und ich glaube auch nicht, dass er es ablehnen würde, wenn sein Chef M&S-Reifen auf seinen Bock aufziehen lassen würde.
Ansonsten würde er das gleich Eigentor schießen wie Sie hier...

"... und ein "Drauflosheizen" funktioniert nicht, denn bei spätestens 85km/h ist Schluss..."
"Heizen" ist, wie Vieles, ein relativer Begriff. Es bedeutet hier "unangepasst schnell" fahren. Und ein Lastzug "heizt" vielleicht mit 50 km/h bereits, während ein Pkw in der gleichen Situation mit 70 km/h noch ganz sicher unterwegs ist.

"Der "genervte Autofahrer" sollte wirklich mal eine Woche im LKW mitfahren, um zu sehen, was dies für ein harter Job ist und welche Leistung gebracht werden muss."
Wenn man von jedem, der sich über die Verhaltensweise eines Mitmenschen negativ äußert, zu Recht verlangen könnte, er solle zunächst mal für einige Tage in dessen Haut schlüpfen - na ja - da möchte ich dann z. B. wirklich nicht Polizist oder Richter sein. Also bitte - das ist Unfug.

"... Es ist nicht selbstverständlich in den Laden zu gehen und alles einzukaufen, denn ohne die Brummi-Fahrer würde es sehr schlecht damit aussehen..."
Hat doch auch niemand behauptet, auch der "genervte Autofahrer" nicht. Und allen Beteiligten ginge es besser, wenn die Lkw-Fahrer z. B. für eine Ausdehnung der Winterreifenpflicht auf Schwerfahrzeuge streiken würden - wie wär's denn damit?
Aber ja, ich weiß - die bewussten 5 % würden ja nicht mitmachen.

Also - ruhig bleiben und nachdenken.

PS.: Und an alle Lkw-Fahrerinnen: "Die männliche Form wurde gewählt wegen..."
Sie wissen ja, wie's weitergeht...

LKW-Fahrer

Warum streiken LKW-Fahrer nicht?
Nun, vielleicht aus dem gleichen Grund, aus dem andere nicht streiken? Weil sie froh sind, überhaupt noch einen Job zu haben?
Ist doch momentan überall gleich...

Sicher gibts genügend rücksichtslose LKW-Fahrer (wie auch PKW-Fahrer), man sollte aber auch bedenken, unter welchen Bedingungen in dieser Branche teilweise gearbeitet wird (Stichwort Übermüdung bzw Zeitdruck).

Hätten die verantwortlichen Unternehmer strengere Vorgaben, würde schon manches anders aussehen (auch was zB Winterreifen betrifft), so sind die Fahrer zwar die, über die sich der gemeine Autofahrer gern aufregt, teilweise zumindest aber nicht die Schuldigen...

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