Wort zum Montag

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Montag, 26. Juli 2010 - 20:59
01112010 WzM

So richtig hat offenbar mein kurz angedachtes Thema - der Zusammenhang zwischen dem heutigen Datum und der Zahl 196 - keine triftige Gedankenkette hinsichtlich dessen, ob sich Erwartungen im Hinblick auf die vor einem Jahr versprochenen Neuanfänge erfüllt haben, in Gang gesetzt. Die politisch korrekte Änderung des offiziellen Sprachgebrauchs bei der Anrede von Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, Einwohnerinnen und Einwohnern ist jedenfalls nicht ganz so abendfüllend wie die atemraubende Praxis als solches.

Ob man sich hier Puste für prioritäre Aktivitäten würde sparen können, geht mich vermutlich nichts an und über die allfällige Auseinandersetzung mit dem semantischen Unterschied zwischen Funktions- und Geschlechtsbezeichnungen wird hier kaum ernsthaft jemand lesen wollen.

Daher bin ich eine andere Falle getappt und der Versuchung erlegen, meine Rubriken zu vermischen, denn ich würde Ihnen heute gerne - nein, kein Rätsel aufgeben, sondern um Resonanz zu einer Sache bitten, die ich gelesen habe.

Es handelt sich um diesen Beitrag im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Wochenende aus der Reihe "Gewissensfrage", der bei mir den - zunächst - unbestimmten Eindruck hinterlassen hat, dass hier irgendwo ein Denkfehler drinsteckt.

Ich bin mittlerweile ein bisschen weiter bei dieser Suche, möchten Ihren Einschätzungen aber nicht vorgreifen.

Es würde mich freuen, wenn es uns gelänge, hier etwas in Gang zu setzen, wofür bruchsal.org angetreten ist: eine Diskussion nämlich. Es muss ja nicht immer einen konkreten oder gar aktuellen Bruchsaler Bezug dafür geben, meine ich.

Haben Sie Lust?

Nachtrag:

Natürlich hat der "Knobelbecher" Recht und wir aus dem geschilderten Sachverhalt keine Gewissheit über den tatsächlichen Grund für den Rauswurf.

Allerdings haben wir wohl auch keinen Anhaltspunkt für einen wahrscheinlichen anderen Grund als den, den offensichtlich sowohl die Fragestellerin als auch Dr. Dr. Sowieso zugrundegelegt haben. Und da es mir um die Plausibilität der Antwort des Letzteren geht, halte ich es für sinnvoll, hierbei von seiner Basis auch dann auszugehen, wenn sie tatsächlich unzutreffend sein sollte.

Einverstanden?

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Kommentare

Turteltäubchen

Keine Ahnung, worauf der Autor des Wort zum Montag hinaus will. Was mir jedoch bei der Schilderung des Vorganges auffiel war, dass von dem verweisenden Wirt oder Kellner der Kneipenverweis nicht mit dem Hinweis auf das Turteln erfolgte. Von Dr. Dr. Sowieso wird die Kausalkette "Schwule turteln, daher Verweis" einfach nur konstruiert.

Ungeklärt ist auch die Frage, ob ein nicht gleichgeschlechtliches Pärchen ebenfalls der Kneipe verwiesen worden wäre.

Vielleicht wollten die Wirte nur Umsatz machen - Verliebte sind eher nicht dafür bekannt, dass sie in Kneipen größere Festmahle, zumindest beim Turteln, auffahren lassen.

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