Wer Stuttgart 21 tatsächlich finanzieren soll

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Eine überraschende Analyse
Sonntag, 29. Mai 2011 - 22:26

Nehmen Sie sich knappe 15 Minuten Zeit und schauen Sie sich dieses Video an. Sehr aufschlussreich!

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Kommentare

Wer anschafft - Stuttgart und BW - zahlt! Stadtbahn Bruchsal?

Man mag bei diesen Zahlen geteilter Meinung sei. Was diese aber demonstrieren ist eine m.E. sehr erfreuliche Tendenz: dass die Nutzniesser des Projekts tendenziell auch die Kosten tragen und diese also damit nicht auf Dritte (den Bund) abgewälzt werden. Das sollte aber dann auch für andere Bahnhöfe gelten..! Das heisst natürlich nicht, dass man deshalb gegen der Tiefbahnhof sein muss.

Die geplante Stadtbahn für Bruchsal lässt grüssen. Stellen Sie sich vor, bei positivem Bescheid der Standardisierten Bewertung müsste Bruchsal überschlägig seinen ca. 50 Mio. plus Investitionsanteil selbst tragen!

Ende der Fahnenstange!

Kein OB oder GR würde auch nur eine Sekunde darüber nachdenken, wie er/sie abstimmt (...Vorlagen, schlechte Informationspolitik der Verwaltung, Druck vom Kreis und Regierungspräsidium hin oder her...). Aber "glücklicherweise" zahlt ja bei der Stadtbahn nicht, wer anschafft...!

Es wird vielmehr heissen: das meiste Geld kommt doch anderswoher, also los und Trittbrettfahren!

Alternativ: man unterstelle, Bund und Land würden Bruchsal 40 Mio. plus zur Verfügung stellen, um selbst zu entscheiden, welche Verkehrvariante die Klügste wäre. Überschüsse könnten anderweitig verwendet werden. Für die CO2 Reduzierung gäbe es ggf. noch einen kleinen Zuschlag (da diese ja Bund und Land betrifft). Wer würde wohl das Geld im Koffer sofort zur KVV tragen und den Stadtkämmerer Bruchsals daneben bitten, noch mal gleich einige Mio. draufzulegen, sowie jährlich aus dem Stadtsäckel per Dauerauftrag 2 Mio abzuführen...?

Ich bin entsetzt...

wie hier der Steuerzahler auf geradezu mafiöse Art ausgenommen wird. Es wird getrickts, getäuscht, gelogen, Gesetze umgangen, der Bürger hinter's Licht geführt, als ob dies das Normalste der Welt sei. Eigentlich müßte die grüne Regierung, der das sicherlich nicht unbekannt ist, das Projekt schleunigst zu Fall bringen und sich nicht hinter sog. "Sachzwänge" verschanzen. Ich verliere langsam den Glauben an diesen Staat: Sozialsystem kaputt gemacht, Gesundheitssystem ebenfalls, vom Bildungssystem gar nicht zu reden, die Bundeswehr kommt als nächstes dran, Rentensystem kaputt, die Altenpflege bricht langsam zusammen und, und, und. Aber den Banken und Heuschrecken geht es gut, und unser Geld wird auch noch maroden Staaten hinterhergeworfen. Was ist nur los in Deutschland?

Entsetzen hält sich in Grenzen!

Geschätzter Waldemar Z

das positive an S21 ist doch, dass das Projekt noch relativ gut abschätzbar ist und eine ebenso relativ übersichtliche Alternative besteht - bei allem Disput. Und nicht zu vergessen: es gibt positionierte Gegner und Befürworter, also Interessenvertreter, die darauf achten, dass die Evaluation von allen Seiten beleuchtet wird.

Schlimmer sind m.E. die schleichenden, schwerlich überschaubaren Prozesse tagtäglich auch im Kleinen bis hinunter in die Kommunen. Auch in scheinbar nichtkommerziellen Bereichen der Verkehrs-, Bildungs- oder Energiepolitik. Nehmen Sie nur die EU-Sozialtöpfe, wo mit der Gießkanne bis nach Bruchsal hinein verteilt wird. Meinen Sie, wir als Bürger werden jemals eine Nachevaluierung der Projekte, auch wenn diese nur im 10t-100t-Euro-Bereich liegen, sehen. Nein, werden wir nicht, denn meist gibt es diese nachträgliche, stringente Evaluierung ja gar nicht. Und alle Projekte verfolgen ja per se gute Anliegen. Wer wollte sich da querstellen und die Dinge hinterfragen? Das Geld fällt ja sowieso vom EU-Himmel.

IdR. schlafen viele Projekte dann einfach ein und der Bürger erhält per PM-Info Beschlüsse zu neuen Wohltaten.

 

Es geht mir nicht darum...

daß das Projekt noch relativ gut abschätzbar ist. Es geht einfach darum, wie der Steuerbürger über den Tisch gezogen wird, um die Art und Weise. Diese ist im vorliegenden Fall einfach unanständig und man sollte nicht leichtfertig darüber hinweg gehen nach dem Motto "es gibt Schlimmeres". Diese Haltung verführt unser Politpersonal geradezu zum Weitermachen.

Stadtbahn Bruchsal und Kosten

Schön wäre es, wenn kein OB oder GR alleine durch Sehen und Verstehen der tatsächlichen Kosten der Stadtbahn hier endlich aufwachen würde.

Für Bruchsal bleiben als Kosten (so die Stadtbahn denn kommt) etwas über 20 Mio € (siehe Kalkulationsidee Stadtbahn Bruchsal) plus der Kosten die schon durch die jahrzentelange Konzeption entstanden sind.

Leider reicht aber auch diese unvorstellbar große Zahl nicht aus, unsere Planer (allen voran den Stadtplanungschef) auf die Realität hinzuweisen. Dort wird dann fabuliert von Investitionen in die Zukunft (sowie das es ja mehr Geld für die Kommunen gibt wenn die Wirtschaft brummt) und dies außerdem die einzige Möglichkeit ist den Verkehr vom Schloß und der Friedrichstraße rauszubekommen.

Zugegebenermaßen: kein Verkehr vor dem Schloß und kein Verkehr in der Friedrichstraße hat etwas- aber doch bitte nicht zu diesen Kosten!

Daher dürfte der Wunsch von huhi wohl doch wirklich nur ein frommer sein!

Wieso überraschende Analyse?

... eigentlich sollte jedem Bürger klar sein, dass dieses Projekt nur über den Steuerzahler finanziert wird. Wer sonst, sollte das alles bezahlen? Die BRD GmbH und ihre Länder sindalle total überschuldet, die nächste Währungsreform hinaus ist unausweichlich. Da kommt es auf ein paar Milliarden mehr Schulden nicht mehr an.

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