Wasserentnahmen aus Gewässern sind erlaubnispflichtig!
Bruchsal (pa). Aus aktuellem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass die Entnahme von Wasser aus Gewässern mittels Pumpen grundsätzlich erlaubnispflichtig ist.
Besonders in der warmen Jahreszeit erscheint es geradezu naheliegend: Aus so manchem Fluss, Bach, Graben oder auch Teich wird zur Bewässerung des Gartens, zum Befüllen des Gartenteiches oder zu anderen Zwecken mal so eben ein „bisschen" Wasser gepumpt. So auch in Bruchsal am Annabach und Saalbach.
Leider wird oftmals nicht bedacht, dass nicht nur die garteneigenen Blumen und Gemüsepflanzen vom Austrocknen bedroht sind, sondern auch die Tiere und Pflanzen, die im oder am Gewässer leben. Diese Bedrohung nimmt besonders dann zu, wenn zu massiv von dieser Art der Bewässerung Gebrauch gemacht wird.
Für eine Wasserentnahme mittels Motor- oder auch Elektropumpe ist deshalb eine wasserrechtliche Erlaubnis notwendig (kostenpflichtig), die bei der unteren Wasserbehörde (Landratsamt Karlsruhe) beantragt wird (Telefon 0721/9366677).
Grundsätzlich darf aus oberirdischen Gewässern (Flüssen, Bächen, Gräben, usw.) nur mit Handgefäßen (Eimern, Gießkannen, etc.) Wasser zum sogenannten „Gemeingebrauch" geschöpft werden.
Mit entsprechender Rücksichtnahme können wir dazu beitragen, dass unsere Gewässer ihren ökologischen Wert behalten Und wer möchte schon ein Rinnsal vor der eigenen Haustür haben, welches einst als Fluss Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen bot.
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Kommentare
Wasserentnahme aus Bächen
Ich habe fast den Eindruck, als ob es hier wieder nur um die Gebühren geht: Wer zahlt, darf seine Pumpe reinhängen, wer dieses ohne zu zahlen macht, schädigt die Natur.
Wasserentnahme aus Brunnen
So ist es in der Praxis, Herr Z.
Wenn es den Damen und Herren nämlich um die Wasserhaltung ginge, würden sie sich auch mal um die zahlreichen Pumpbrunnen kümmern, an welche Motorbrunnen angeschlossen sind - auch erlaubnispflichtig.
WASSERENTNAHME AUS
WASSERENTNAHME AUS BÄCHEN
Herr Zimmermann ihre Sichtweise ist nicht richtig. Es geht darum das die unkontrollierte Entnahme unterbunden wird. Wenn etwas nichts kostet, wird doch die Pumpe einfach laufen gelassen. Der Garten wird gewässert und gewässert. Wenn es auf die eigene Wasseruhr läuft, wird doch logischerweise
intelligent gegossen. Und nicht noch unbebaute Garten- und Wiesengrundstücke geflutet damit der Rasen immer grün ist.
Es können ja hauptsächlich nur Anwohner mit Pumpen aus den Bächen holen. Andere NICHTANRAINER haben die Möglichkeit nicht. Ich denke
eine Kontrolle und Gebühr ist hier schon von Nöten. Im Übrigen: wenn es einfach so erlaubt wäre, was meinen sie wieviele Bauern plötzlich mit Traktoren und 10.000 Liter Fässen an Bächen oder Baggerseen stehen würden und für ihre ausgetrockneten Felder tanken. Und die brauchen Masse.
Norbert Kritzer
Mengenkontrolle
Im Ansatz richtig, Herr Kritzer - allerdings: Wird die Menge des erlaubt entnommenen Wassers tatsächlich kontrolliert?
Wasserentnahme aus Bächen
Herr Kritzer, wenn sich an den genehmigten Pumpen Wasserzähler befinden sollten, muß ich Ihnen recht geben. Wenn nicht, dann wird doch umso mehr gewässert nach dem Motto: "Ich hab' dafür bezahlt und jetzt laß' ich's laufen". Das betrifft aber wirklich nur die Anwohner von Wasserläufen. Was die Bauern betrifft, so bin ich der Meinung, eine solche Entnahme ist grundsätzlich verboten, wofür es denn auch keine Genehmigungen gibt. Oder sollte es doch eine allgemeine Genehmigung geben, Wasser auf diese Art Bächen und Seen zu entnehmen? Das habe ich dem Beitrag des Landratsamts nicht entnommen.
WASSERENTNAHME Also jetzt
WASSERENTNAHME
Also jetzt macht mirch die Sache doch nachdenklich. Ich dachte das die genehmigten Pumpen eine Wasserurh haben und dafür zu zahlen ist und dies auch kontrolliert wird. Meine Wasseruhren werden ja auch abgelesen bzw.
ich melde den Verbrauch. Gut vielleicht weniger da kein Trinkwasser.
Ich glaube da bin ich zu blauäugig gewesen.
Es macht mich jetzt auch der Satz stutzig des Presseamtes: "Aus aktuellem Anlass...". Was war den da der aktuelle Anlass? Jemand erwischt der heimlich nachts aus dem Saalbach mittels Pumpe und nicht angemeldet..?
Und weiter: "dass die Entnahme von Wasser aus Gewässern mittels Pumpen grundsätzlich erlaubnispflichtig ist". Mmh ..also ich zahle ein pauschale Gebühr
jährlich oder so und kann die Pumpe laufen lassen so lange ich will? Wenn das der Tatsache entspricht - wird ein kleiner Teil von Bewohnern die am Saalbach oder anderen Bächen wohnen aber extrem bevorzugt.
Und das geht zu Lasten der Umwelt. Private Wasserentnahme gehört dann
aber für alle verboten.
Andere fangen Regenwasser in Tonnen auf und wenn es halt nicht mehr reicht na dann wird halt der Rasen ein Trockenrasen. Der treibt schon wieder im Spätjahr.
Herr Zimmermann - wenn ich das so betrachte - ich glaube sie haben recht es geht doch wieder nur um das liebe Geld und die Einnahmen für Behörden.
Das macht mich jetzt nachdenklich.
Norbert Kritzer
Nochmals: Wasserentnahme
Dieses Thema ist nicht nur für Bachanrainer interessant, denn Wasser benötigen alle Kleingartenbesitzer, insbesondere bei Temperaturen wie zur Zeit vorherrschend. Auf den Anhöhen um Ruchsal herum gibt es jede Menge Kleingärten. Die Gärtner dort sammeln das Regenwasser in Tonnen, doch dieses reicht in trockenen Sommern bei weitem nicht. Auf meinen Spaziergängen durch diese Kleingartenanlagen komme ich des öfteren ins Gespräch mit den jeweiligen Pächtern oder Eigentümern, und diese beklagen sich darüber, daß die Stadt nahezu alle vorhandenen Schwengelpumpen - bis auf zwei - stillgelegt hat. Hier konnte man früher wenigstens soviel Wasser holen, damit man, zumindest die Gemüsebeete, notdürftig bewässern konnte. Nun muß (bezahltes) Wasser von zu Hause in kleinen Tanks angefahren werden, um sein Gemüse und seine Blumen nicht verdorren zu lassen. Manche Pächter, die diese Möglichkeit nicht haben, tun gar nichts mehr, und so liegen viele Gärten brach - denn Wasser ist das Wichtigste, und das wurde von der Stadt regelrecht abgegraben. Vielleicht gibt es einen Grund dafür (sinkendes Grundwasser, versiegende Quellen etc.)? Oder aber wieder einmal die Gebühren?
Wollte ich mich ...
... in diese Diskussion und die Mutmaßungen über die - doch sicherlich zwingend schikanösen, wo nicht gar wegelagerischen - Hintergründe der Erlaubnispflicht für die Wasserentnahme einmischen, würde ich wohl darauf hinweisen, dass dies mit dem Wasserrecht (Wasserhaushaltsgesetz des Bundes und Landeswassergesetz BW) eine Materie des Umweltrechts mit dem Ziel des Medienschutzes ist und dieses Wasserrecht traditionell wesentlich strenger ist als jegliche sonstige umweltrechtliche Materie.
Wo es nämlich beispielsweise im Immissionsschutzrecht einen Anlagen-Genehmigungs-Anspruch bei Vorliegen der tatbestandlichen Voraussetzungen gibt, ist die wasserrechtliche Erlaubnis kein gebundener, sondern ein Ermessens-VA und es gibt lediglich bindende Ausschlussgründe.
Dies würde bedeuten - wollte es jemand wissen - dass ich keineswegs hingehe, Antrag stelle, einen Obulus bezahle und dann nach Herzenslust sprinkeln kann. Tatsächlich ist es eher wie beim Führerschein ein sogenanntes "Verbot mit Erlaubnisvorbehalt" und es muss - ausgehend von der Beurteilungsgrundlage der Behörde, die Ausgangspunkt für die Mitteilung gewesen sein dürfte - wohl damit zu rechnen sein, dass in der Regel die Erlaubnis tendenziell eher eben nicht erteilt wird.
Also eben grade nicht die billige Gleichung "(unbegrenzt) Wasser gegen Kohle".für die Bachanlieger.
Da das aber aller Wahrscheinlichkeit nach eh' keiner lesen will, lass' ich's mit der Einmischung.
Wasserechtliche Erlaubnis
Wenn das so kompliziert ist, dann hat es sich die Behörde mit ihrer Mitteilung aber leicht gemacht und man ist selbst schuld, wenn man mißverstanden wird: Nämlich wasserechtliche Erlaubnis (kostenpflichtig) bei der unteren Wasserbehörde beantragen, und wenn man die hat, kann's losgehen. Kein Wort davon, daß wahrscheinlich hohe Auflagen daran geknüpft sind und das Ganze eher restriktiv gehandhabt wird. Man könnte unter diesen Umständen schon fast ein wenig Verständnis für denjenigen aufbringen, der um die Schwierigkeiten weiß und dann halt seine Pumpe gut getarnt oder auch des Nachts in den Bach hängt. Da scheint doch eine wasserrechtliche Genehmigung allemal besser. Man sollte auch auf Seiten der Behörden mal pragmatisch denken. Ich glaube ebenfalls nicht daran, daß, auch wenn 100 Anwohner des Anna- oder Saalbachs pro Tag eine Badewanne aus dem Saalbach pumpen, dieser austrocknet. Man muß sich mal die Wassermenge vorstellen, die sekündlich über die "Saalbachfälle" bei der Seilersbahn rauscht. Bei den zwei oder drei Pumpen, die man bei Spaziergängen am Saalbach manchmal sieht, scheint mir das "Problem" von der Behörde reichlich aufgebauscht. Andererseits - wenn man über die gesamte Länge des Saalbachs rechnet, könnte sich eine Wasserentnahme schon bemerkbar machen, die Behörden müssen ja wissen, wieviel Wasser der Saalbach führt und wieviel Entnahme er verträgt und nach diesen Gesichtspunkten Entnahmerechte vergeben, das müßte dann aber für den gesamten Bach jedoch irgendwie koordiniert sein und wäre dann auch für anliegende Gartenbesitzer verständlich. Vielleicht würde der ein oder andere dann doch mit bezahltem Wasser gießen, anstatt verärgert Bachwasser "schwarz" zu entnehmen.
Vorschriften...
Wenn die Stadt Bruchsal sich um alle "Vorschriften" so intensiv kümmern würde, wie diese und neulich die "Hundemarken", gäbe es einige Aufreger weniger.
Falschparkei wird geduldet, Radfahren wo immer man will, Radwanderwege durch die Fußgängerzone, Saufen im Park, selbst Wähler darf man hintergehen, usw... alles nicht so wichtig, wie Wasser aus dem Saalbach für 60 m² Garten.
Schlußwort?
Ja, so ist das doch bis hier eine recht interessante Diskussion geworden, aus der so mancher etwas lernen konnte und noch kann.
Und schön wäre es, wenn nun das zuständige Landratsamt einige noch offenen Fragen durch einen eigenen Beitrag klären könnte - aber darauf werde ich oder werden wir wohl wieder mal vergeblich hoffen.
Selbstverständlich könnte das auch die unzuständige Stadtverwaltung Bruchsal tun, aber...
Vorschriften...... sind zum Ignorieren da
Also, Herr Nichtern, kein Grund zum Jammern: wir müssen nicht zum Urlaub nach Italia, weil wir das in Brusl mindestens genauso gut können. Allmählich lässt es sich hier doch gaaaaaanz entspannt leben. Das merken auch die Damen und Herren am Lenkrad: Hier darf man ungestraft mit weit überhöhtem Tempo durch die 30iger-Zone brettern. Ob da eine Bildungsanstalt mit kleinwüchsigem Fußvolk im Anmarsch am Weg steht, ist doch so was von egal....
Wassergebühren sind Erziehungsmaßnahmen
Es geht bei einer Gebühr für Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen um die Erziehung des Menschen, so sehe ich das.
In spätestens 50 Jahren wird Wasser das teuerste Gut auf dieser Welt sein, (in manchen Weltregionen werden bereits jetzt schon Kriege darum geführt!) und wenn wir mit diesem Gut weiterhin so sorglos umgehen, dann beschleunigen wir mit unserem Handeln zusätzlich die Umweltzerstörung und den Klimawandel.
Das ist wie mit den Autofahrern:
Sie schalten den Motor bei einer Rotlichtphase nicht ab, produzieren also weiter CO2- Abgase, obwohl einige Fahrschulen längst dieses beim Umweltführerschein predigen und sogar die Industrie (!) dazu gelernt hat und PKWs baut, die ein selbstständiges "Motor aus/an" - System bei roten Ampeln etc. anbietet.
Herr - schmeiß Hirn vom Himmel und bilde dieses egoistische Volk!
In spätestens 200 Jahren hat es eh ein Ende
Da ich der Meinung bin, daß der Mensch im Laufe seiner Evolution nichts Grundlegendes dazugelernt hat (es gibt immer noch Kriege, Hunger, Armut, Dummheit und Gier im Übermaß und die Liste liesse sich noch endlos fortsetzen), gehe ich mal davon aus, daß die Menschheit sich bis in spätestens 200 Jahren selbst entsorgt hat.
Die Welt wird nicht untergehen, denn die braucht uns nicht. Und schon in "läppischen" 100.000 Jahren wird von unserer sogenannten Zivilisation nicht viel bis nichts übrig geblieben sein.
Insofern wäre es jetzt also an der Zeit, einen neuen Kurs nicht nur bei Umweltdingen einzuschlagen, sondern es müsste prinzipiell einen "Ruck" im Bewusstsein der Menschheit geben.
Das wiederum halte ich allerdings für so wahrscheinlich, wie das Abschaffen des Zölibats durch die katholische Kirche oder daß aus der CDU eine ökologische Partei wird.
Übrigens, ich mag mich täuschen, aber kann es nicht doch sein, daß die Stadt Bruchsal Wasser verschenkt? Wenn ich von Obergrombach kommend nach Helmheim in den Ort fahre, befindet sich kurz nach der Ortseinfahrt eine Art "Wassertanke", die gerade jetzt bei diesem heissen Wetter gut frequentiert ist und bei der die Leute das Wasser in 1000-Liter Containern wegkarren. Das Ganze scheint insofern kostenlos zu sein, als daß ich dort keine "Tankuhr" sehe.
wasserentnahme
Ja ich gestehe habe auch wasser entnommen und wurde mündlich von der Polizei darauf hingewiesen habe auch die Pumpe entfernt allerdings nach ca 1 Monat wieder abgepumpt .waren mal wieder hier jetzt bekomme ich ne Anzeige wie hoch die Wird kp .Gehe aber auch nicht sinnlos mit dem Wasser um wirklich nur das nötigste da die Pumpe ja auch strom verbraucht .Sehe es ja irgendwo auch ein nur was ich nicht verstehe wenn ich mir nen Brunnen bohre den muß ich nur melden und dann kann ich SAUBERES GRundwasser bis zum Abwinken laufen lassen dann wäre doch dreckiges Sandbachwasser sinnvoller ,zumal der noch nie bei mir ausgedürrt war und ich letztens mehrere Schubkarren mit Sand entfernt habe da ich ein kleines Staubecken von früher hier habe . kann mir jemand sagen wie hoch die Strafe ausfällt ?? werde hier meine Bäume austrcknen lassen und abholzen ob das sinnvoll für die Umwelt ist bezweifel ich allerdings auch
Bäume abholzen
Hallo, ein dringender Rat.
Holzen Sie keine Bäume ab, denn das steht je nach Größe und Zeitpunkt auch unter Strafe und das ist sehr berechtigt. Außerdem würden viele Tiere, Sie und viele andere die Bäume vermissen. Der gefällten Bäume hatten wir in der jüngsten Vergangenheit genug.
Bäume Abholzen
soweit ich gehört habe besteht bei uns keine satzung Bäume zu fällen ,wenn der Baum tod ist weil er kein Wasser bekommt dann kann er auch weg.Ca 80-100 Jahre alte Linde Die Blätter werden auch schon braun . Zumal ich kürzlich gelesen habe das man doch eigeninniative zeigen soll und die Bäume bewässern soll . Und da ich das Wasser ja nur zum Gießen benutzte und somit auch wieder in den Naturkreislauf zurück kommt verstehe ich nicht warum ich dann angezeigt werde. aber wer braucht schon saubere Luft Hauptsache dem Dreckigen sandbach fehlen mal nicht hundert Liter Wasser . das wiederspricht sich doch irgendwo . dann doch Brunnen Bohren und das GUTE Grundwasser anzapfen
Bäume Abholzen
Bei Galileo sagten sie letztens das das Grundwasser nie Ausgehen wird . Nur warum singt dann der Grunspiegel bei uns in den Letzten Jahren ??
Lieber Lolli,
Lieber Lolli,
also mein Grundwasserspiegel geht überhaupt nicht aus, er wurde noch nie in einer Kneipe, im Gegensatz zu mir, gesichtet.
Er singt auch nicht, denn welches Lied sollte es denn wohl sein?
:-)) ciao reinhard spiegler