Wa'schen dess?
Ein seltsamer Apparat
Montag, 11. Juli 2011 - 0:45
Zum Wochenbeginn stelle ich hier Fotos von einem Apparat ein, den ich heuer bei Freunden entdeckt und vorher noch nie gesehen habe. Die Vorrichtung ist ca. 30 cm hoch, 8 cm breit und knapp 20 cm tief und besteht aus Holz und Blech. Es hat einige Anstrengung gekostet, mir einen Reim darauf zu machen, was es ist, aber das wird hier natürlich (noch) nicht verraten, sondern es geht vielmehr die Frage an Sie, worum es sich hier handeln könnte und wie es genau funktioniert (Ideen und Vorschläge gerne per Kommentar):
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Kommentare
Eine 100-Mäuse-Falle. Unten
Eine 100-Mäuse-Falle.
Unten rein -> Tür zu
Hochkrabbeln und hinten in den Eimer -> dabei Tür wieder auf
Könnte es sich...
... um eine Marderfalle handeln?
Todesmaschine
Das ist eine Mausefalle - je nach Gemütslage des Bedieners zum Lebend- oder Totfang.
Wüsste ich aber auch nicht, wenn ich nicht zufällig gestern in "Gernstls Deutschlandreise" oder wie die Sendung heißt so ein Ding in einem norddeutschen Landkaufhauskrämerladen gesehen hätte...
Klar doch,
eine Falle für Nager. Kennt man doch - normalerweise in etwas kleinerer Ausführung.
Bezugsquelle
Damit kann man Mäuse auch lebend fangen - wo krig' ich so ein Ding?!
Die Luchs Mausefalle mit Repetitionsautomatik
Das ging ja schnell!! Offenbar ist der Apparillo doch nicht so unbekannt, wie ich gedacht hätte ^^ . Allerdings finde ich die Konstruktion in ihrer morbiden Perfektion (der Auffangbehälter ist normalerweise mit Wasser gefüllt!) schon ziemlich schräg und nicht gerade ein schönes Beispiel für "German Engineering". Weitere unappetitliche Details aus dem Gruselkabinett sind die Widerhaken im Steigrohr, die mit Nachdruck verhindern, dass das arme Tier zurück nach unten kann sowie die Tatsache, dass die Maus an den Köder überhaupt nicht herankommt, sprich ihr vom Konstrukteur nicht einmal eine Henkersmahlzeit vergönnt wird. Dieser Geiz ist konstruktionsbedingt notwendig, da die Maus im oberen Teil der Konstruktion durch ihr Körpergewicht über eine Falltür, durch die sie ins Wasser fällt, den Mechanismus neu aufzieht und damit dem nächsten Artgenossen den Weg zum selben unerreichbaren Köder freimacht. Schön immerhin zu lesen, dass das Prinzip offenbar doch nicht so problemlos funktioniert hat, wie der Erfinder sich das gedacht hatte...
Mein Unbehagen
Vor vielen Jahren besuchte ich das ehemalige Konzentrationslager Struthof in den Vogesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof
Es war meine erste Begegnung mit dieser Form deutscher Vergangenheit.
Betrachte ich das hier vorgestellte Objekt, dann befällt mich ein beklemmendes Gefühl.