Warum verweigern Dräxlmaier und Mutares den Einblick in den Kaufvertrag?

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Die Anzahl der geplanten Kündigungen wurde deutlich erhöht.
Dienstag, 15. Juni 2010 - 18:20

Der Vorstand der Mutares AG verweigert weiterhin dem Betriebsrat der HIB, früher DDD Dräxlmaier, den Einblick in den Kaufvertrag zwischen Dräxlmaier und der Mutares AG. Auch dem Gutachter des Betriebsrates wurde dies verweigert.

Der Betriebsrat befürchtet, dass im Vertrag bereits weitere Inhalte geregelt sind, welche negative Auswirkungen auf die Beschäftigten haben.Immer mehr Mitarbeiter haben den Eindruck, dass der Verkauf von langer Hand von Dräxlmaier vorbereitet worden ist, um sich der sozialen Verantwortung zu entziehen.

Am letzten Freitag erklärte die Geschäftsleitung, dass durch den Rückgang der Lieferabrufe weitere 15 Beschäftigte abgebaut werden. Insgesamt verliert die HIB bis zum Jahresende 148 Arbeitsplätze. Am Entwicklungsstandort Vilsbiburg bei Landshut wurden 31 Beschäftigte abgebaut. Der Betriebsrat der HIB hat mit externer Unterstützung durch die GPM das Restrukturierungskonzept der Geschäftsleitung überprüft. Auch das Gutachten geht von einem Personalabbau aus.

Die Geschäftsleitung fordert:

  • Abschluss eines Rahmeninteressenausgleich sowie eines Rahmensozialplanes, der das gesamte Verfahren zur Betriebsänderung beschreibt
  • Unwiderrufliche Freistellung für die Dauer der Kündigungsfrist
  • Aufhebung der tariflichen Verdienstsicherung und den Kündigungsschutz älterer Mitarbeiter.
  • Namensliste gemäß Kündigungsschutzgesetz
  • Verzicht auf die Umsetzung der Entgelterhöhung

Die IG Metall Bruchsal erklärte, das die Umsetzung der vereinbarten Entgelterhöhung von 2,5 % nicht Bestandteil von Verhandlungen sei und jetzt gerichtlich durchgesetzt wird.

Bisher ist für die IG Metall und den Betriebsrat kein klares Konzept wie es weitergeht erkennbar. Deshalb ist es für den Bruchsaler Standort wichtig, dass einige Baureihen hier produziert werden müssen.

Es wird befürchtet, so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bruchsal, Eberhard Schneider, dass diese Entlassungen erst der Anfang für ein scheibchenweises Kaputtschrumpfen der Firma ist, zumal es keinen Austausch in der Führungsspitze gegeben hat und diese immer noch Dräxlmaier Strategien verfolgt.

Am kommenden Freitag werden die Gespräche fortgesetzt.

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