Wann wachen wir auf?

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Oder: wie geht es den Anderen?
Dienstag, 1. Mai 2012 - 19:01

Man will es doch nicht für möglich halten. Da gibt es doch tatsächlich Menschen in verantwortlichen Positionen, die sagen, dass das Merkelsche Sparkonzept nicht funktioniert, nein sogar kontraproduktiv ist. http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/un-warnt-vor-steigender-arbeitslosigkeit-in-europa-sparpakete-zerstoeren-arbeit. Entgegen dem , was man bei uns schon lange wusste, Sparen in der Krise ist falsch, hat Merkel den europäischen Staaten Sparkurs verordnet.

In Deutschland sprudeln die Steuereinnahmen so hoch wie noch nie. Aber wir verschulden neu. Die anderen sollen gefälligst sparen, damit deren Wirtschaft völlig den Bach runter geht (das echte "Floriansprinzip").
Misst man die Verschuldung am Bruttosozialprodukt, dann müssen rechnerisch die Schulden der Staaten, die sparen, steigen (die Arbeitslosigkeit steigt aufgrund des Sparkurses, die Staatseinnahmen brechen ein), ohne dass auch ein Euro mehr Schulden aufgenommen wird.

Ein schlechteres Rating setzt zusätzlich die Zinsen hoch, so dass diese Staaten gar nicht aus dem Teufelskreis der Verschuldung kommen können.

Ich weiß, lieber huhi, dass Sie nationalökonomisch einen wesentlich weitern Blick haben als ich. Zitat: “Bei allem Respekt für die Wirren und Irren der Nationalökonomie. Darf man wissen, was uns der Autor sagen will? Falls diese Kurzgeschichte dies überhaupt intendiert?“ Deshalb möchte ich meine Intention auch für Sie klar sagen:  Was zur Zeit in Europa bezüglich der Verschuldung läuft, ist hanebüchen. Die Verantwortlichen  für die Banken- und die Eurokrise werden von der Politik nicht in Anspruch genommen. Notwendige Gesetze werden nicht erlassen. Statt die anderen fit zu machen (was unsere Wirtschaft treffen würde) tut man so, als gäbe es in der Ökonomie das Perpetuum mobile.

Die Zeche bezahlt der so genannte „kleine Mann“. Wenn in dieser Art in Europa weiter gewurstelt wird, ist der Frieden gefährdet.

Wir haben nämlich kein Europa, wo gemeinsam gewirtschaftet wird. Sonst würden wir uns nicht damit brüsten, 60% unseres Exports geht in unsere europäischen Nachbarstaaten. Wo bleibt da der Ausgleich? 

Weshalb sind eigentlich auch die so genannten Spezialisten so unterschiedlicher Meinung bezüglich der Auflösung der Krise? "Weil keiner nichts nicht weiß"!

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