VBK und BBL werden trotz Schlichtungsangebot bestreikt

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Pressemitteilung KVV vom 24.10.2011
Montag, 24. Oktober 2011 - 18:54

Nachdem sich bei allen bisherigen Verhandlungsrunden die Vertragspartner im öffentlichen Dienst, Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) und die Gewerkschaft ver.di, nicht geeinigt haben, hat ver.di für Mittwoch dieser Woche erneut zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Davon ist am Mittwoch, 26. Oktober, den ganzen Tag über der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) berührt.

„Wieder sind bedauerlicherweise unsere Fahrgäste von einem Streik betroffen, bei dem es im Kern darum geht, dass Gewerkschaftsmitglieder künftig besser bezahlt werden sollen als die nicht organisierten Kollegen, und dass der ÖPNV aus dem Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes herausgelöst wird. Beide Forderungen sind aus Arbeitgebersicht nicht möglich. Angebote des Arbeitgeberverbandes, die allen Arbeitnehmern gleichermaßen und direkt zugute kommen wie die Erhöhung des Urlaubsanspruchs, die Verbesserung der Eingruppierungsregelungen, die Gewährung von zwei zusätzlichen bezahlten freien Tagen für alle Mitarbeiter sowie eine Regelung zur Beschäftigungssicherung finden dagegen bei ver.di kein Gehör. Auch der bundesweit anerkannte Weg, über einen Schlichter eine Einigung herbeizuführen, wurde bisher leider ausgeschlagen“, sagt Dr. Brigitte Unger, Personalleiterin bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK).

In Karlsruhe verkehren im gesamten Stadtgebiet wegen des Warnstreiks bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) am Mittwoch, 26. Oktober, von morgens 3 Uhr bis Donnerstagfrüh 3 Uhr keine Bahnen der VBK. Dazu zählt auch die Linie S2, die von den VBK betrieben wird. Für einige Buslinien gibt es dagegen einen Ersatzfahrplan, der Anschlüsse in die Karlsruher Innenstadt und damit zu den dort nach Fahrplan verkehrenden S-Bahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) herstellt. Von dem Streik betroffen ist auch das Pokalspiel des KSC gegen Schalke 04, zu dem keine Sonderbusse verkehren können:

Angebot der VBK im Busbereich durch Subunternehmer:

  • Buslinie 30: Die Buslinie verkehrt  im 30-Minuten-Takt mit Anbindung an das Durlacher Tor als Angebot für die Waldstadt.
  • Buslinie 31: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Bahnhof Durlach als Angebot für die Waldstadt und Hagsfeld.
  • Buslinien 44 (Hohenwettersbach – Bergwald – Zündhütle mit Anschluss auf die Linie 47) und 47: Die Buslinien verkehren im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Hauptbahnhof als Angebot für die Höhenstadtteile.
  • Buslinie 62: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Entenfang und den Hauptbahnhof als Angebot für Bulach, Oberreut und Grünwinkel.
  • Buslinie 73: Die Buslinie verkehrt im 20-Minuten-Takt mit Anbindung an den Europaplatz als Angebot für die Nordstadt.

Am Streiktag ist in den Bussen eine Fahrradmitnahme nicht möglich, da mit einer starken Nutzung der Fahrten gerechnet werden muss. Die Schul- und Schwimmfahrten entfallen. Die Anruflinientaxis Bereich Rüppurr und Rheinhafen verkehren, die Anruflinientaxis im Nightlinerbetrieb werden nicht bedient.

 

Die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sind nicht betroffen. Dazu zählen:

  • S1/S11
  • S31/S32
  • S4
  • S41
  • S5
  • S51/52
  • S6
  • S9

 

In Baden-Baden wird die Baden-Baden-Linie (BBL) ebenfalls am Mittwoch ganztags bestreikt. Davon sind alle Buslinien der BBL betroffen. Das Anruflinientaxi (ALT) fährt zu den entsprechenden Fahrplanzeiten.

In Baden-Baden verkehren die Buslinien

  • 218
  • 244
  • 245  
  • 262
  • und die Schnellbusse „Tunnelsperrung“ vom Bahnhof Baden-Baden bis Augustaplatz

planmäßig.

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