...unser schönes Bruchsal !?
Die Oberbürgermeisterin erzählte bei einem Treffen mit "Redakteuren" von Schülerzeitungen im Campus unteranderem, dass sie viele Bauprojekte verfolgt und dass sie Bruchsal "noch schöner" gestalten möchte. Die Frau ist Juristin und insofern sicherlich nicht besonders kompetent für Bau- und Planungsaufgaben. Deshalb wäre es sicher sinnvoll, sich für diese komplexen Themen, Rat und Sachkompetenz von qualifizierten und unabhängigen Stadtplanern und Architekten zu holen, die dafür ausgebildest sind, statt mit einer Pseudo- bzw. Alibiveranstaltung, den Bürgern zu suggeriern, ihr Engagement sei bei städtebaulichen Planungsaufgaben gefordert. Der Arzt oder der Anwalt holt sich auch nicht seinen Rat bei irgendwelchen zufällig interssierten Bürgern. Nur in der Planung kann offenbar jeder mitreden, bzw. ohne Sachkompetenz sich beteiligen. Als qualifizierter und kompetenter Stadtplaner verwahre ich mich gegen diese Anmassung und Unkultur.
Mich erschreckt diese Aussage , dass Bruchsal "noch schöner" werden solle, insbesondere von einer OB, die bisher in einer der schönsten und landesweit in dieser Hinsicht anerkannten Stadt in B.-W., als Beigeordnete tätig war.
Somit müsste Sie doch realistische Vergleichsmöglichkeiten haben, hinsichtlich der Stadtentwicklung, Stadtqualität und Stadtgestalt zwischen Ettlingen und Bruchsal. Hier liegen Welten bzw. viel kreative Arbeit und inhaltliche Auseinandersetzung, dazwischen.
Noch schlimmer, in Bruchsal hat man noch nicht erkannt, dass es höchste Zeit ist, endlich zu erkennen, dass eine kreative und kontinuierliche Stadtplanung und Auseinandersetzung mit Stadtplanung beginnen muss.
In sofern wäre jetzt Selbsterkenntnis der erste Weg zur Einsicht bzw. Umkehr. Es ist zu hoffen, dass dies durch einen neuen Leiter des Stadtplanungsamtes, der aus dem jetzigen"Stadtplanungs-Verwaltungsamt", ein kreatives,engagiertes und ideenreiches Amt, zu machen versteht.
Aber die Aussage von Petzold-Schick lässt diese Einsicht wohl nicht erkennen. Schade, es wird vermutlich eine weitere Chance zum Wechsel, nach dem großen Stadtplaner Bernd Doll, der in Bruchsal gewütet hat, und deren Konsequenzen und Auswirkungen noch lange nachwirken werden.
Insofern klingt die Verheissung dieses "noch schöner", wie ein Ankündigung dessen, was kommen mag. Nichts, was zu Hoffnung anlass gäbe. Leider!
Hier einige zufällig ausgewählte Bilder aus der Innenstadt, die leicht fortgesetzt werden können, und einen "objektiven" Eindruck über die wahren Zustände der Bruchsaler Innenstadt vermitteln können.
Mit einem chinesischen Sprichwort soll belegt werde, dass "Bilder" mehr sagen als "1000 Worte".
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Kommentare
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Zur Attraktivität von Bruchsals Fußgängerzone wird mittlerweile schon getwittert:
Irgendwie kann ich die
Irgendwie kann ich die "Angriffe" des Schreibers nicht so ganz nachvollziehen..
Der OB jegliche Kompetenz abzusprechen, nur weil sie Juristin ist, ihr zu "unterstellen", das sie Niemanden hinzuziehen wird usw. ist schon ein wenig "dreist".
Aus der Aussage: "...noch Schöner zu machen..." so etwas abzuleiten, hat schon was von konstruiert...
Bruchsal ist bestimmt nicht die "Blüte des Badenlandes", aber auch nicht so hässlich, dass man nur noch davon laufen möchte. Man kann natürlich auch zu den Schülern sagen:"... wer werden die hässliche Stadt zumindest versuchen etwas auf zu hübschen..." wäre bestimmt auch nicht im Sinne des Autoren gewesen... oder er hätte wirklich Grund gehabt für deinen "Angriff"
Liegt es an den Bürgern der Stadt oder am Stadtoberhaupt, wenn eine Stadt "hässlich" ist? Jedenfalls eher nicht an Jemandem, der noch nicht mal Zeit hatte, das hinterlassene Chaos zu ordnen... vielleicht sollten wir Bruchsal einfach abreißen und neu bauen?
Die Bilder sprechen für sich... leider auch der Text dieses Artikels... den auch der hätte "schöner" sein können, statt einer "hässlichen" Verbalattacke.
Sorry.
Als "kompetenter" Stadtplaner hätte er bitteschön seinen Mund aufmachen sollen zu dem Zeitpunkt, als diese "Abscheulichkeiten" errichtet wurden, statt sie jetzt Jemandem auf Brot zu schmieren, der noch nicht mal im Ansatz etwas damit zu tun hatte.
Stadtplaner: "Mund aufmachen"?
Herr Nichtern, der Verfasser, Herr Stadtmüller, war früher einige Jahre Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Bruchsal.
Erklären sie uns bitte mal, wann und in welchem Zusammenhang er Ihrer Meinung nach den Mund hätte aufmachen sollen?
In seinem Amt als
In seinem Amt als "Stadtplaner" durfte er wohl nicht reden? Kann ich nicht beurteilen... aber es jetzt darauf zu schieben, ist auch nicht der Weisheit Schluss. Ich gehöre eher zu den Leuten, die auch mal sagen was sie denken und sei es nur intern.
Und danach wollt ihn wohl keiner Reden hören. Tut mir ausgesprochen leid, aber deswegen jetzt zu erwarten, dass man nach der Ära Doll mit wehenden Fahnen zu ihm rennt, halte ich für etwas arg übertrieben.
Sorry, aber auch wenn er nix sagen "durfte", dann war doch zumindest näher dran als Fr. OB Petzold-Schick.
Aber... sagen wir es mal so: Ich bin gelernter Koch, Hotelkaufmann und heute IT-Fachmann... dennoch masse ich mir an zu sagen, ohne zuvor einen Stadtplaner befragt zu haben, dass ich Bruchsal mag, mich dort wohlfühle und Bruchsal sogar "schön" finde. Auch dann, wenn ich von Stadtplanung nix verstehe und sogar bei der Auswahl meiner Tapeten andere befragen muss.
Ich masse mir allerdings nicht an, seine Arbeit zu beurteilen. Dazu habe ich auch kein Wort geschrieben. Im Gegenteil ich stimme in sehr vielen Punkten zu, was seine Aussagen zur aktuellen Lage betrift. Nur eben nicht bei seiner Art wie er hier im Artikel angreift.
Warum immer so unverständlich?
Der Artikel ist ja nett geschrieben. Aber was mir wirklich fehlt sind die Ideen und Visionen, was und wie man es besser machen könnte.
Nur anhand der Fotos mit zwei Worten (z.B. Gestaltung Bäume, ungestalteter Banhofsvorplatz, ...) zu erläutern was hier nicht gut gemacht ist finde ich genauso ungenügend wie die Anzahl der Bäume in Bruchsal.
Wenn Stadtplaner so wortkarg sind -sobald es um ihre fachliche Kompetenz geht- wundert es mich nicht, daß Bruchsal so aussieht wie es aussieht. Das muß ja ein Traum für einen OB (gewesen) sein, einfach die zwei Worte wegwischen und realisieren was einem gefällt.
Auf der anderen Seite möchte ich auch nochmal auf die Belange der Eigentümer hinweisen: wenn ein Eigentümer vorgeschrieben bekommt in welcher Farbe er sein Haus zu streichen hat um das Stadtbild zu erhalten muß man mit verdammt guten Argumenten kommen um ihm das schmackhaft zu machen (ja oder natürlich das entsprechende Gesetz/Verordnung, was allerdings die Akzeptanz und Begeisterung für die Stadt und die Stadtplanung eher auf ein Mindestmaß bringen dürfte).
Öffentlicher Vortrag
Nach meiner Erinnerung hat Herr Stadtmüller doch vor einiger Zeit einen Vortrag zum Thema "Innenstadtgestaltung Bruchsal" gehalten. Wie wäre es mit einer Wiederholung. Würde mich wirklich interessieren, das Thema aus berufenem Munde erläutert zu bekommen. Die Bilder alleine sind mir zu wenig aussagekräftig.
"Noch" schöner
Das Problem liegt doch in der - angeblich - von der Oberbürgermeisterin gewählten Formulierung "NOCH schöner" und da muss man schon die Frage stellen dürfen, ob das Bruchsal des Jahres 2010 als "schön" oder "schöne Stadt" bezeichnet werden darf.
Im Vergleich mit anderen Städten unserer Größenordnung - bitte ohne die "Dörfer" drumrum - überfällt da auch den heimatverbundenen Brusler eine gewisse Wehmut, insbesondere, wenn er um Objektivität bemüht ist.
Frau Petzold-Schick hat diesen Ausdruck - so die Berichterstattung zutrifft! - wohl nur aus dem ihr eigenen Bemühen um verbindende und nicht zu harte Formulierungen verwendet und nun schlägt die öffentliche Meinung eben wegen dieser hier nach Ansicht mancher, auch des Verfassers, damit einhergehenden unangebrachten Schönfärberei zu.
Für nicht wenige unter uns ist in Bezug auf Fragen der Stadtgestaltung seit dem Entstehen des Friedrichsplatzes, spätestens aber dem Emporwachsen des Sepa-Blocks jedoch ein Punkt erreicht, ab dem keine politischen Weichspüler mehr geduldet werden.
Und zu diesen gehört (nicht nur) Herr Stadtmüller.