Und ewig lernt das Nervensystem

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VHS-Vortrag über die körperorientierte Trauma-Arbeit nach Peter Levine (Somatic Experiencing)
ufk
Montag, 27. Februar 2012 - 11:55

Somatic Experiencing® ist eine sehr achtsame Methode zur Bewältigung von Schock und Trauma. Peter Levine, ein amerikanischer Psychologe, entwickelte diese Form der Trauma-Arbeit aufgrund neuester Erkenntnisse aus Gehirnforschung, Neurobiologie, Verhaltensforschung, Psychologie und Körperarbeit.

Nach einem schockartig und/oder lebensbedrohlich erlebten Ereignis reagiert der Körper häufig mit einer Form von Erstarrung. Hierdurch werden wichtige biologische Prozesse unterbrochen, was zu zahlreichen psychischen und/oder körperlichen Beschwerden führen kann. Mit Somatic Experiencing® können sich diese notwendigen körperlichen Abläufe vollenden. Traumatisch erlebte Ereignisse bekommen die Möglichkeit, „neu verhandelt“ zu werden- ohne sie zu leugnen oder nochmals traumatisierend zu wirken. Es kann wieder Zugang zu eigenen Kraftquellen gefunden werden, welche häufig nicht mehr spürbar waren.

Somatic Experiencing® arbeitet weniger mit den Ursachen des Traumas, als vielmehr mit den körperlichen Prozessen, die dadurch ausgelöst werden. Dies gilt als wichtige Voraussetzung für eher gesprächsbetonte Therapiemethoden, welche sich anschließen können.

Ob eine Situation traumatisierend gespürt wird hängt allein von dem Befinden des/der Betroffenen ab. Unfälle, medizinische Eingriffe, Geburt, Trauer, Bedrohung, Krieg, Vernachlässigung, (sexuelle) Gewalt, Naturkatastrophen u.a. können ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht hervorrufen und Spuren im Körper, speziell dem Nervensystem, hinterlassen. Während einer Lebensbedrohung reagieren wir reflexartig und haben nur ein Ziel – zu überleben. Hierfür kann es notwendig sein, aktuelle Empfindungen und Gefühle auszublenden- in diesem Moment ein Segen der Natur. Später jedoch, falls der Körper in der Erstarrungsphase hängen bleibt, fehlt unter Umständen genau diese Empfindungsfähigkeit für ein lebendiges „Da-sein“. Man fühlt sich, als würde die Bedrohung weiter bestehen und handelt oft entsprechend mit Aggression, Kampf, Kraftlosigkeit, Angst, Panik od.ä.. Traumafolgen können sich auch erst/noch lange nach dem Ereignis zeigen, häufig infolge eines (kleinen) Auslösers.

Trauma ist keine Krankheit, sondern in erster Linie ein Regulierungsproblem des Nervensystems.

Buchtipp: Peter A.Levine- Sprache ohne Worte

Weitere Infos unter www.somatic-experiencing.de

© Ulrike Fank-Klett, Bruchsal 2012

Über diese Methode hält die Bruchsaler Heilpraktikerin Ulrike Fank-Klett am Die., dem 06.03.2012,  bei der VHS Bruchsal (Kursnr.30401, im  Bürgerzentrum, Seminarraum 4, 19.30 - ca. 22 Uhr)

und

am Die., dem 13.03.2012, bei der VHS Kraichtal (Kursnr.30401L, Bürgerhaus Gochsheim, 19 - ca. 21.30 Uhr) einen Vortrag.

Anmeldung erforderlich, Kosten € 4

Volhshochschule Bruchsal Tel.07251-793046

Volkshochschule Kraichtal  Tel.07258/6689

 

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Kommentare

Hinweis

Bitte ergänzen Sie die Kursnummer und Uhrzeit der Vorträge.
Die telefonische Anmeldung bei der VHS ist mit der Kursnummer deutlich einfacher.

nähere Angaben

danke für den Hinweis- habe ich gerade geändert.

viele Grüße

U.Fank-Klett

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