Stuttgart 21 - Der "Bahnhofspfennig"
Ob echt oder ein Fake - in jedem Fall ein guter Witz!
Dienstag, 1. Mai 2012 - 12:47
"Heute flattert ein Brief des OB's in alle Stuttgarter Briefkästen, in dem er auf Grund der "völlig überraschend" gestiegenen Mehrkosten für das "inzwischen unumkehrbar gewordene" Projekt Stuttgart 21 die Stuttgarter Bürger um einen "Bahnhofspfennig" im Sinne einer "gerechten Umlage an alle Bürger" anschnorrt. Zahlkarte liegt bei. (...)"
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Kommentare
Bahnhofspfennig
Da hat sich unser OB wohl einen April-Scherz erlaubt!
Der Brief mit Datum "April 2012" kam noch vor dem 1. Mai, also ein April-Scherz!
Warum hat er nur die Stuttgarter Bürger angeschrieben und nicht alle Haushalte des Bürgerentscheids?
Das ist unanständig
Heute veröffentlicht die Stadt Stuttgart diese Pressemitteilung:
Gefälschte Briefe auf städtischem Briefpapier aufgetaucht
02.05.2012 Stuttgart 21
In Stuttgart kursiert erneut ein gefälschter Brief mit der Unterschrift des Oberbürgermeisters. Darauf wurde die Stadtverwaltung heute auf Grund zahlreicher Bürgeranfragen aufmerksam.
Auf fingiertem städtischem Briefbogen ist das Schreiben "An alle Stuttgarter Haushalte" adressiert. In dem Schreiben ist von "völlig überraschenden Mehrkosten" beim Projekt Stuttgart 21 die Rede. Weiter heißt es: "Um nun diese Kosten gerecht umzulegen, hat der Gemeinderat (beschlossen), eine freiwillige Abgabe in Form eines Bahnhofspfennig einzuführen." Dem Schreiben liegt ein Überweisungsträger bei.
"Hier wird versucht, mit einem gefälschten Schreiben Verunsicherung und Unfrieden in der Stadt zu stiften. Das ist unanständig", so Markus Vogt, Sprecher der Stadt.
Das Schreiben ist täuschend echt, verwendet die Unterschrift des Oberbürgermeisters. Die Stadt prüft strafrechtliche sowie zivilrechtliche Schritte und wird den Brief an die Polizei übergeben.
Eine verdammt perfide Idee eigentlich…
Mann stelle sich vor, das würde wirklich Schule machen: Als letztes Mittel gegen Bevormundung, öffentliche Verschwendungssucht und die damit einhergehende schleichende Enteignung, wehren sich die Bürger mit dem großzügigen Gestus des Gebers und verstopfen die Verwaltungen hinter den nimmersatten Saugrohren der öffentlichen Hand bis zum Zusammenbruch mit bescheidenen „Kleinstspenden“. Eine ganz neue Form von „Finanzterrorismus“. Eigentlich eine sehr charmante Idee… Die zusehends finanziell ausgesaugten Bürger greifen zum letzen Mittel der Selbstverteidigung und „verschenken“ ihre letzen Groschen häppchenweise an die öffentliche, immer leere, stets klamme Hand. Würde das einmal Schule machen und ein Exempel statuiert, es könnte ein Instrument der Schwachen, der Verlierer der Gesellschaften werden. Vielleicht würden die (Un)Verantwortlichen hinter den besagten Saugrohren des Geldes wenigstens dann über die ungeheure Macht der Exponentialfunktion reflektieren, da sie ja bekanntlich bei der Verschuldungsfrage die Zinseszinsrechnung (auch eine Exponentialfunktion) partout nicht begreifen zu wollen scheinen. („Der Euro ist gerettet!“). Aber da sind wir wieder einmal beim Thema Bildung angekommen… Das Motto einer solchen Bewegung würde dann vielleicht lauten: „Alle Räder stehen still, wenn unser Kleingeld es nur will“.