Die stille Sehnsucht der Deutschen
Neulich wieder, in einer Talkshow, fragte die Moderatorin: “Wie soll ich sie denn ansprechen? Königliche Hoheit oder Prinzessin, oder Frau von…….“
Jetzt sind in Deutschland Adelstitel erst seit kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs abgeschafft und doch geistern immer noch Prinzessinnen, Grafen und Barone durch die Medien.
Gut, man muss zugeben, dass der Gesetzgeber (Reichsgericht vom 10. März 1926 (RGZ 113, 107 ff.)) damals recht großzügig war. Er erlaubte, den Nachnamen nach Geschlecht zu variieren. So wird z. B. der Nachname „Baron zu Guttenberg“ (alternativ auch Freiherr zu Guttenberg) für die Frau eine „Baronin“ oder „Freifrau zu Guttenberg“ Und der Namensbestandteil „Graf“ wird zur „Gräfin“. Im gesamten deutschen Namensrecht gibt es das nicht: Da wird die Frau des Herrn Müllers nicht zur Frau Müllerin und die Frau des Herrn Kaisers nicht zur Frau Kaiserin :-)).
Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Otto Graf Lambsdorf hat keinen Adelstitel, er ist kein Graf er heißt nur mit Nachnamen „Graf Lambsdorf“ und mit Vornamen „Otto“, oder „Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis“ hat ebenfalls keinen Adelstitel sondern heißt mit Vornamen „Gloria“ und mit Nachnamen „Prinzessin von Thurn und Taxis“, vergl. http://de.wikipedia.org/wiki/Adelstitel.
Natürlich hat jeder das Anrecht, dass sein Name voll ausgesprochen wird, Vorname und Nachname. Und nachdem der ehemalige Adelstitel in den Nachnamen integriert wurde, ist der Nachname halt entsprechend lang. Wen stört’s? Schließlich haben wir uns ja auch mit Leutheuser-Schnarrenberger abgefunden. Aber, es ist ein Name, kein Adelstitel.
Ach wir lieben unseren „Adel“ ja so sehr. Was wäre die bunte Presse ohne sie? Man kann zu ihnen aufschauen, sie haben ja eine so gute Erziehung (manche) und eine Ahnengalerie! Wir, "das niedere Volk" haben ja keine Vorfahren. Ich bin dafür, Adelstitel wieder einzuführen und das Kaiserreich dazu!
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Kommentare
Wer es einem einfachen
Wer es einem einfachen Menschen nicht nachsehen kann, dass dieser die Anrede verbockt oder seinen Namen nicht ganz korrekt aussprechen kann, ist nur dem Namen nach ein "edler" Mensch.
Wir haben mal eine Einladung an einen "von Bohlen und Halbach" versandt und weil das für das Adressfenster samt Vorname zu lang war, hat man das "von" zu "v." abgekürzt.
Was für ein "Skandal"!! Der Typ ist mir deshalb wahrscheinlich heute noch gram!
In meiner Studentenzeit habe ich mal in Nymphenburg (München) bei einer "Frau von XXXXXmann, Edle von Weizenfeld" gewohnt (so stand ´s am Klingelschild).
Wenn das eine "Edle" war, möchte ich die Unedle nicht kennen!
Wie oft spricht man meinen Nachnamen falsch aus..! Und dabei heiße ich weder Przybyszewski und auch nicht Seltsam Bensonmem
Das mit der Logik der deutschen Sprache - insbesondere bei Namen - ist so eine Sache für sich. Oder kann mir jemand erklären, wieso die Straße in Forst, die nach Hambrücken führt, offiziell "Hambrücker Straße" heißt und nicht "Hambrückener Straße"?
An der Stadt Bretten kann man sehen, dass sich umgangsprachliche Bezeichnungen durchaus etablieren können. So wurde aus "Brettheim" eben Bretten. Und womöglich gibt´s bald auf der Landkarte ein "Minzesse" oder "Owweroise".
Adelstitel durch Heirat oder Adoption
Guten Tag,
der Adel ist mit Einführung der Demokratie abgeschafft worden. Allerdings kann jeder Bürger einen Adelstitel durch Ernunng - siehe Helmut Kohl Britischer Ritter (geadelt von der Queen) - oder Heirat erhalten.
Es ist kein Standesdenken (offiziell) vorhanden, allerdings sind Sie s bei den Rotariern oder Lions Club eingeladen worden?
Hier kannn auch nicht jeder Teilnehmen ...
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit durch unsere Kontakte in diese Kreise einzuführen.
Ein Adelstitel durch Heirat oder Adoption ist von uns vermittelbar. Echte Deutsche Adelstitel.
www.adelstitel.us