Steuersenkung

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und wo sind die Spielräume?
Donnerstag, 1. September 2011 - 11:58

Wer Schulden macht, muss Zinsen zahlen. Obwohl das Zinsniveau zur Zeit extrem niedrig ist, wurden von allen staatlichen Ebenen im Jahre 2010 etwa 63 Milliarden Euro an Zinsen gezahlt. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle, um die eigentlichen  Staatsaufgaben  zu erfüllen.

Weil die Verschuldung so hoch ist (aktuell ca. 2.040.000.000 Euro) ist die Angst vor Zinserhöhungen riesig, da der Schuldendienst dann rapide steigen würde.

Wenn man sich die Entwicklung der Staatsverschuldung anschaut ist es für mich unvorstellbar, wie diese jemals abgebaut werden kann, s. Link.

http://www.steuerzahler.de/files/19765/Verschuldung_per_21.02.2011.pdf

Für die Entstehung der Schulden sind die von uns gewählten Politiker in den Parlamenten verantwortlich .

Und jetzt sprechen bestimmte Parteien schon wieder von Steuersenkungen und Spielräumen, obwohl auch dieses und nächstes Jahr Neuverschuldungen gemacht werden. Wann merkt der Bürger (und politikdeutsch auch die Bürgerinnen), dass diese Wahlversprechen nur dazu dienen, weil diese Politiker wiedergewählt werden wollen?

Die geplanten Steueränderungen sollen kleinen und mittleren Einkommen die Steuerlast nehmen. Dabei zahlen kleine Einkommen keine Steuern. Und mittlere Einkommen sind ein weiter Definitionsbereich.

Aber dafür sollen die Sozialabgaben (KV, PV) steigen, die gerade die kleinen Einkommen besonders belasten.

Ist es noch hinnehmbar, wenn die Abgeordneten der Regierungsparteien so lange bearbeitet werden, bis sie den Gesetzesvorlagen zustimmen? Wenn sich Wirtschaftswissenschaftler über den richtigen Weg völlig uneins sind, wie können dann  die Abgeordneten der Regierungsparteien unisono für die Vorlagen des Kabinetts stimmen? Wo bleibt da das Gewissen, dem angeblich jeder Abgeordnete verpflichtet ist? Oder muß man Gewissen jetzt mit Pfründe übersetzen?

Für die Entstehung der Schulden sind die von uns gewählten Politiker in den Parlamenten verantwortlich. Fazit: Letzten Endes sind wir Wähler selbst schuld.

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Kommentare

Letzten Endes sind wir Wähler selbst schuld...

... sehr gut erkannt. Und das geht schon Jahrzehnte so. Keine Änderung in Sicht. Uns geht es noch zu gut.
[... Aber dafür sollen die Sozialabgaben (KV, PV) steigen, die gerade die kleinen Einkommen besonders belasten....] Wieder richtig erkannt, aber leider wieder keine Änderung in Sicht.
Viele Städte und Gemeinden sind nicht nur pleite, sie sind „überpleite“. Ein Privatbetrieb hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen und die Verantwortlichen wären wegen Konkursverschleppung verurteilt worden. Die Ursachen der dramatischen Defizite sind alles andere als Misswirtschaften auf lokaler Ebene. Es sind vielfach Bundes- und Landesgesetze, die Wohltaten beinhalten und die Kosten den Kommunen aufs Auge drücken. Diese reichen vielfach bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Allerdings wurde bis heute versäumt, eine Altfallregelung zu treffen. Die ungedeckten Kosten aufgrund von Landes- und Bundesgesetzen haben ihren Niederschlag in der Verschuldung der Kommunen gefunden. Laut Pressemitteilung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes vom 16. 07. 2008 wird der Investitionsbedarf zum Erhalt der kommunalen Infrastruktur bis 2020 auf ca. 704 Milliarden Euro geschätzt. Investitionsschwerpunkt sind hierbei Schulen, Straßen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie Verwaltungsgebäude. Das entspricht etwa dem Doppelten des Bundeshaushalts. Dabei steht die finanzielle Katastrophe erst noch bevor. In den nächsten Jahren werden die Ausgaben für Pensionen von Beamten immer deutlicher steigen, weil die Jahrgänge in den Ruhestand treten, die in den 70er Jahren von der sozial-liberalen Regierung über Bedarf eingestellt wurden und den Personalbestand aufblähten.

Endlich - wie immer! Die Beamten...

Dem Himmel sei Dank, dass es diese bösen, faulen, sich übermäßiger Pensionen erfreuender Beamten gibt - wer sollte auch sonst schuld an den Schulden (!) der Kommunen sein!!
Nicht die Schul-Hallenbäder, nicht die Hallenbäder als solche, nicht blödsinnig aufgeblähte Bürgerzentren, Luxus-Fußgängerzonen und so weiter und so fort sind die Ursache für die kommenden Pleiten - nein, die Beamten! Die vielen, vielen Beamten! Die pensionierten Beamten, insbesondere!
Was täten unsere Pseudo-Finanz-Kommunal-Politik-Spezialisten, wenn es die nicht gäbe...
Sie müssten erkennen, dass die von ihnen gewählten Ober- und Bürgermeister, einschließlich der -innen, auch die von ihnen gewählten, immer wieder gewählten, Gemeinderäte (auch hier samt den - innen) einfach das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeschmissen haben - und dass sie es sogar bemerkt - und beklatscht haben.
Mein Gott, wie furchtbar wäre das!
Aber, dem Himmel sei Dank, in zwei, drei Jahren wählen sie wieder - zu mindestens 50 % die gleichen Spezialisten/-innen - und schauen voll Grausen auf das kommende Chaos, verursacht von den Beamten. Den in Pension gehenden Beamten. Nicht den aktiven Beamten - pardon, das gibt's ja gar nicht... nein, die pangsionierten Beamten. Das sind die allerschlimmsten.
Ich bin gespannt, wann es die ersten Pogrome gibt. In Bonn, Bad Godesberg. Oder Berlin.
Oder Baden-Baden...

@Gast Es ist nun mal so, dass

@Gast
Es ist nun mal so, dass die Pensionen doppelt so hoch sind wie die Renten und dass sie nicht gedeckelt sind. Da ich an diesem Fakt nichts ändern kann, nehme ich ihn hin. Aber als Pensionär bitte nicht aufheulen :-))

Tätigkeit = Einkommen = Rente

@ Filou
Vielleicht denken die Rentner auch mal darüber nach, was sie in ihrem Berufsleben im Vergleich zu den Beamten DURCHSCHNITTLICH geleistet haben...

was will uns gast sagen?

@gast

will Gast uns sagen, dass ruhegehälter und pensionen nichts mit durchschnittlichen verdiensten zu tun haben, die planstelle auch über jahre freigehalten wird und auch wenige dienstjahre zu vollen pensionsansprüchen berechtigen?

@huhi

Nein, das wollte Gast damit sicherlich nicht sagen. Und huhi weiß das auch. Schade, huhi.

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