Stellungnahme der TSG 1899 Hoffenheim ...

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... zum Vorwurf des Einsatzes von Hochfrequenztönen
Dienstag, 16. August 2011 - 1:32

Im Laufe des Sonntages sowie des heutigen Tages wurde mehrfach berichtet, die TSG 1899 Hoffenheim habe während des Bundesligaspiels gegen Borussia Dortmund am Samstag den 13.08.2011 versucht, gegen Herrn Hopp gerichtete Schmähgesänge des Dortmunder Fanblocks mittels Störgeräuschen zu unterbinden. Die Klubführung hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine unverzügliche Untersuchung eingeleitet. Diese hat ergeben, dass vorrangig im Bereich des Gästeblocks Geräusche wahrgenommen wurden, die nicht mit der Stadionbeschallung in Zusammenhang stehen.

Im Laufe des heutigen Tages hat sich auch unter dem Eindruck der Medienreaktion ein Mitarbeiter der TSG 1899 Hoffenheim dazu bekannt, am Samstag während des Spiels gegen Borussia Dortmund eine entsprechende Apparatur eigenmächtig zum Einsatz gebracht zu haben. Der Mitarbeiter wollte damit nach eigener Aussage „ein Gegenmittel“ gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp einsetzen. Weiter hat der Mitarbeiter eingeräumt, dass er sich der Tragweite seiner Handlung nicht bewusst war und die Aktion auch einen eher scherzhaften Charakter haben sollte. Als Reaktion hat die TSG 1899 Hoffenheim entsprechende arbeitsrechtliche und disziplinarische Schritte gegen den Mitarbeiter eingeleitet. Des Weiteren wurde laut Auskunft der Polizeidirektion Heidelberg Strafanzeige gestellt. 

Weder die Geschäftsführung der TSG 1899 Hoffenheim noch Präsident Hofmann oder Herr Hopp selbst wussten von der Existenz und dem Einsatz des eingesetzten Gerätes. Alle Verantwortlichen distanzieren sich ausdrücklich von dieser Aktion und entschuldigen sich bei allen Fußballfans, deren Spielerlebnis durch diese Vorkommnisse beeinträchtigt wurde. Sollte es in einzelnen Fällen tatsächlich zu einer Schädigung der Gesundheit von Stadionbesuchern gekommen sein, entschuldigt sich der Verein hierfür ebenfalls ausdrücklich. Die Führung der TSG 1899 Hoffenheim wird dafür Sorge tragen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen wird.

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Kommentare

Ergänzung zur Stellungnahme vom 15.08.2011

Im Lauf des späten gestrigen Abends erhielt die Klubführung davon Kenntnis, dass die in der Pressemitteilung vom 15.08.2011 genannte Apparatur von dem Mitarbeiter der TSG 1899 Hoffenheim bereits bei 4 Spielen während der abgelaufenen Saison 2010/2011 aufgebaut wurde, wohl aber nicht immer zum Einsatz gebracht wurde. Es handelt sich dabei nach Aussage des Mitarbeiters um die Spiele gegen Dortmund, Mainz, Köln und Frankfurt. Die Apparatur wurde mittlerweile von dem Mitarbeiter an die Polizei ausgehändigt

 

Hochgespielt

Okay, was der Mitarbeiter der TSG 1899 da veranstaltet hat, war nicht in Ordnung. Aber wer jetzt von Gesundheitsschäden spricht, der übertreibt. Ich denke nur an die WM zurück an diesen durchdringenden Lärm mit den Vuvuzuelas. Im Gegensatz zu der beschlagnahmten "Vorrichtung" hatte man diese Tröten direkt neben sich am Ohr.

Spielabbruch?

Ich fände es gut, wenn die Schiedsrichter dazu übergingen, Spiele abzubrechen, bei denen massenweise Beleidigungen "gesungen" werden - gleichgültig, ob gegen Spieler oder andere (Un-)beteiligte.
Oder Spielunterbrechung, bis der betreffende Block das Stadion verlassen hat. Dann können die mit betroffenen anständigen Fans sich draußen unter Aufsicht der Polizei mit ihren Flegelkameraden unterhalten. Das nennt man dann soziale Kontrolle.

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