Statistik zum Valentinstag
Knapp eine Milliarde Rosen eingeführt (11% weniger als im Vorjahr)
Sonntag, 14. Februar 2010 - 12:21
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Valentinstag am 14. Februar mitteilt, wurden im Zeitraum Januar bis November 2009 nach vorläufigen Ergebnissen 943 Millionen Rosen im Wert von 201,9 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt.
Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ging die Anzahl der importierten Rosen um 11,1% zurück.
Mit einem Anteil von 68,9% (650 Millionen Stück) kam der überwiegende Teil aus den Niederlanden, gefolgt von Kenia (16,1%; 152 Millionen Stück) und Sambia (4,9%; 46 Millionen Stück).
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Kommentare
Nicht übel... 201,9 Euro /
Nicht übel...
201,9 Euro / 943 = 0,21 Euro...
Wenn ich dann "bedenke", zu welchen Preisen ich die kaufen sollte...
Rosen aus Afrika
Unsere Gesellschaft ist krank. In Afrika leiden verdammt viele Menschen an Hunger, aber das juckt uns auf der Jagd nach noch günstigeren Preisen - und sei es der Preis für die edelste Blumen aller Blumen - nicht, diese Rosen im großen Stil in Afrika zu kultivieren. Ausbeuterlöhne in Afrika (und nicht nur dort) für unsere kranke, gierige Gesellschaft.
Rosen kann man nicht essen und vom bezahlten Hungerlohn kann kein Gemüse angebaut werden.
Wie war das mit der Hilfe zur Selbsthilfe auf dem schwarzen Kontinent?
Da könnte doch Herr Dirk Niebel mit einer entsprechenden Initiative glänzen - wird aber schwierig, wollte doch die FDP vor der Wahl das Entwicklungsministerium ganz abschaffen.....
Das fast 70% davon aus dem 3.
Das fast 70% davon aus dem 3. Weltland Holland stammt, ignorieren wir jetzt mal geflissentlich und heben auf die Hungerlöhne, von denen wir nicht wissen ob es so ist, ab.
Wieso lassen wir Waren jegliche Art aus solchen Ländern den überhaupt noch nach Deutschland? Die werden doch eh alle nur ausgebeutet.
Sorry, aber was ist das den für eine Argumentation?
Auch ich bin nicht dafür, das es so läuft, wie es läuft... aber einfach draufhauen kann es ja nun auch nicht sein.
Ganz so abwegig war der
Ganz so abwegig war der Einwurf von Bruno gar nicht.
Zum einen werden in Kenia heute große Agrar-Flächen zur industriellen Rosenzucht verwendet, welche ehemals direkt der Ernährung der einheimischen Bevölkerung dienten.
Sieht man davon einmal ab ist da noch das Problem der Kontamination mit Pestiziden und Dünger.
Die größte Ballung solcher Plantagen ist rund um den Naivasha-See, dessen Wasser in erheblichem Maße der Bewässerung der Zuchtanlagen dient.
Dort tränken allerdings auch die Massai seit Generationen Ihr Vieh. Diesen sterben nun aber massenhaft Schafe und Ziegen, wenn sie von dem verunreinigten Wasser trinken und das ebenso belastete Gras fressen.
Auch eine Facette der Globalisierung...
Das er "Abwegig" ist,
Das er "Abwegig" ist, unterstelle ich ja überhaupt nicht...
Nur... sollte man wirklich auf den Import aller Waren verzichten, nur weil diese nicht so Produziert werden, wie es optimal zu wünschen wäre?
Dann müßten wir auch auf große Teile des Erdöls, Kaffee, Tee, Leder, Kleidung, Rohstoffe, Diamanten und was weiss ich noch alles verzichten. Ob dies die Welt dann besser macht?
Wichtiger wäre es, eine entsprechende Info zu haben. Wie sollte man denn die Rose aus Afrika von schlechten Plantage, im Geschäft von solchen aus guten Plantagen bzw. Holland unterscheiden? Dann und fast nur dann, hätte man eine Möglichkeit entsprechend ein zu kaufen.