Stadtbus MAX: 10 Jahre jung, dynamisch und... erfolgreich!
Seinen Namen MAX verdankt der Stadtbus den MAXimalen Möglichkeiten, die er den Bruchsalern in Sachen Mobilität eröffnet hat. Viele verzichten seit Einführung des Stadtbusses, der die Bruchsaler in allen Stadtteilen nach dem Rendezvous-System im 30-Minuten-Takt miteinander verbindet, seit 10 Jahren bewusst auf unnötige Fahrten mit dem privaten PKW. Andere können aus vielerlei Gründen noch nicht, nicht oder nicht mehr mit dem eigenen Auto fahren - Kinder, Schüler, Jugendliche ohne Führerschein sowie der wachsende Bevölkerungsanteil älterer Menschen, die sich den Herausforderungen des Straßenverkehrs nicht mehr gewachsen fühlen:
Sie empfinden das tägliche Geschehen auf den Straßen als zu schnell, zu laut und zu aggressiv. Stadtbus MAX ist somit auch fester Bestandteil des so genannten „neuen Alterns in der Stadt" (NAIS). Egal, welche Motivation hinter der Nutzung des Stadtbusses steht: Wer mit MAX statt dem eigenen PKW unterwegs ist, spart CO2 ein, schont die Umwelt, entlastet den Straßenverkehr und sorgt so dafür, dass der Himmel über Bruchsal auch für nachfolgende Generationen eine deutliche Nuance blauer, die Luft reiner ist als anderswo. Mit 10 Jahren ist der Stadtbus endgültig in den Herzen der Menschen angekommen. So ist die erste Dekade des Bruchsaler Stadtbussystems in vielfacher Hinsicht ein Grund zum Feiern!
Das 10-jährige Jubiläum wird am verkaufsoffenen Sonntag, 19. September, von 13-18 Uhr gebührend gewürdigt. Ort des Geschehens ist der Bereich vor dem Stadtbusbüro in der Luisenstraße, von der Lutherkirche bis zum so genannten Baumtor, der Busschleuse, die zu diesem Anlass für die Durchfahrt gesperrt ist. Den Weg dorthin weist weithin sichtbar ein so genannter „Skydancer", auch bekannt als „Airdancer", „Windyman" oder „Zappelfigur". Weil der Stadtbus sozusagen der kleine Bruder im Bruchsaler Stadtwerke-Unternehmensverbund ist, wird auch seine Schwester, die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb), an seinem Geburtstag mit einem Stand vor dem Stadtbusbüro vertreten sein. Da der Stadtbus-Geburtstag mit dem verkaufsoffenen Sonntag zusammenfällt, ist die ewb ausnahmsweise nicht am Kübelmarkt, sondern am Rendezvous anzutreffen. Hier bekommen ewb-Kunden wie Stadtbus-Geburtstagsgäste das gewohnt bunte Programm geboten.
Die Kinder dürfen sich auf einem historischen Kinderkarussell im Ringelreiten üben oder in einer Hüpfburg austoben. Die schminkbewährte „Rappelkiste" verwandelt Kindergesichter mit speziellen Farben und dezentem Glitzer einmal mehr nach Wunsch und Vorlage in Schmetterlinge, (Raub-) Katzen, (Eis-) Prinzessinnen, Regenbogen, Häschen, Monster etc. Die „Zaubermäuse" unterhalten Groß und vor allem Klein mit erstaunlicher Zauberei, charmanter Clownerie und quietschvergnüglichen Luftballontieren. Eine Popcornmaschine verwandelt Maiskörner in appetitlich duftendes Popcorn. Punkt 14:00 Uhr wird Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick eine Buttercrème-Früchte-Geburtstagstorte anschneiden. Für die musikalische Unterhaltung wurde die von der Musik-MAX-Aktion her bekannte Band 2-PLUGGED um Sänger Thomas Möll mit „Akustik Cover & more" engagiert. Neben einem Gewinnspiel für treue Stadtbus-Nutzer, bei dem die drei ältesten MONA-Monats- bzw. -Jahreskarten aus dem ersten Stadtbusjahr 2000 gesucht werden, die das Mobilitätsberater/innen-Team des Stadtbusbüros gegen jeweils eine aktuelle Monatskarte eintauscht, können solche, die es künftig noch werden wollen, mit etwas Hintergrundwissen je eine von drei weiteren MONA-Monatskarten gewinnen. - MAX freut sich auf seine Geburtstagsgäste!
INFO
Öffnungszeiten Stadtbusbüro, am Rendezvous
Mo, Di, Do u. Fr: 8:30-17:30 Uhr
Mi: 8:30 bis 13:00 Uhr.
Tel. 07251 706-111
info [at] stadtbus-bruchsal [dot] de
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Kommentare
MONA, WILLI, MAX und SASCH
"Jung, dynamisch und erfolgreich", Attribute, die man im Zusammenhang mit dem Bruchsaler Stadtbus - soviel Ehrlichkeit muss erlaubt sein - bestenfalls als Ironie abtun kann. Ebenso wie die Namen dieses und weiterer Projekte und Institutionen in Bruchsal, die in ihrer provinziellen Einfältigkeit fast schon wehtun: MONA, die Monatskarte, SASCH, das Schwimmbad, WILLI, das Stadtmagazin und eben MAX, der Stadtbus mit den, wie war das doch gleich, maximalen Möglichkeiten.
Ich achte seit Jahren bei jeder Begegnung mit diesen MAXimalen Vehikeln auf die Zahl der Mitfahrerinnen und Mitfahrer - viel zu zählen gibt es dort meist nicht und nicht selten ist die Besatzung in der Überzahl. Es wäre sicher interessant, die Summe der kommunalen Subventionen in Relation zu den Beförderungszahlen zu erfahren, die in 10 Jahren in diesem mit Verlaub fruchtlosen Konzept verbrannt wurden. Vermutlich hätte man leicht sämtliche Passagiere, in der Regel Junioren und Senioren - für berufstätige Menschen ist alleine der Fahrplan indiskutabel - über die Jahre in Taxen transportieren und dabei noch viel Geld und CO² einsparen können. Jedes Kind weiß, dass ein nachhaltiges Nahverkehrskonzept in einer Stadt von der Größe Bruchsals ganz einfach nicht zu bewerkstelligen ist.
Vielleicht ist ja der bevorstehende Jubeltag auch Anlass solche Gedanken aufzunehmen oder in einem Minimalkonsens dem Jubilar für das nächste Jahrzehnt doch zumindest einen weniger peinlichen Namen zu verpassen.
Ziemlicher Unsinn
Das ist, mit Verlaub, ziemlicher Unsinn, lieber Herr B. Binder.
Die Zahlen, die Sie hier fordern, sind längst bekannt und werden mindestens jährlich fortgeschrieben (she. Haushaltsplan, Wirtschaftspläne usw.).
Und was die leeren Busse betrifft - natürlich gibt es solche Linien. Aber sehen Sie sich z. B. mal die Verbindung von und zur Südstadt an - und nicht nur zu Schulanfangszeiten.
MAX vs. TRAMMY
Seit September, lieber Augur, achte ich verstärkt auf die Auslastung der Stadtbusse, nicht nur weil ich mir "Unsinn" nicht so gerne unterstellen lasse. Nicht systematisch, aber immer dann, wenn mir einer davon in die Quere kommt. Beispielsweise dann, wenn wieder mal die Ampel am Ende der Zollhallenstraße eine Grünphase überspringt, weil der dort typischerweise praktisch leere Stadtbus mit erzwungener grüner Welle den Individualverkehr für Minuten zum Erliegen bringt. Außer zu den Stoßzeiten vor Schulbeginn und nach Schulende habe ich bisher NICHT EINEN Stadtbus gesehen, der auch nur zu geschätzten 30% mit Fahrgästen ausgelastet war. Vielleicht sehe ich aber auch immer nur die "falschen" Linien. Hat jemand in Sachen Auslastung andere Erfahrungen? Dies wäre doch wohl insbesondere im Zusammenhang mit der Planung von TRAMMY, der Bruchsaler Stadtbahn (hat jemand einen besseren Namen??), interessant. Wenn es dort auch um andere Strecken geht, sollte doch vorab überlegt werden, ob der Bedarf grundsätzlich vorhanden ist. Da könnte evtl. ein Blick auf die Erfahrungen mit Max doch erhellend sein.
MAX
Nun, Herr Binder, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sie. Es mag wohl einige "ausgelastete" Linien geben wie die zum Krankenhaus an der Käthe-Kollwitz-Schule vorbei oder auch in die Südstadt, das war's dann aber auch schon. Das jährliche Defizit spricht für sich: Ca. EU 1 Mio sollen es sein. Was die Stadtbahneinschleifung betrifft, so argumentiert Frau Birkle von den Grünen, daß der Bedarf da sei, da die Trassenführung in etwa der oben angesprochenen MAX-Linie zum Krankenhaus entspricht, die durchaus ausgelastet sei.