Sprachlich nachlässig oder inhaltlich spitz?
Angesichts beispielsweise von Passagen über vom Jubilar "gebaute Jugendhäuser" und der etwas zusammenhanglos daherkommenden Bemerkung darüber, wie lang was zurück liegt, scheint der erstgenannte Verdacht nahe zu liegen.
Doch halt - am quersten (!) im Hals steckt der hier markierte Satz. Auf den ersten Blick zumindest. Auf den zweiten scheint der Gedanke nicht von der Hand zu weisen, dass hier klammheimlich ein Seitenhieb - um nicht zu sagen Tiefschlag - angebracht worden ist.
Oder geht es Ihnen nicht auch so, dass bei Ihnen mit der Erwähnung eines "ehemaligen verdienten Bürgermeisters" eine andere Botschaft ankommt, als wäre von einem "verdienten ehemaligen Bürgermeister" die Rede gewesen? Frau Zeh wird hier doch nicht von den von vielen erwarteten näheren Informationen über den gerichtlichen Fortgang des Brusler Wahlgate abgelenkt gewesen sein?
Man darf auf das Nachspiel für die mutige Redakteurin gespannt sein. Denn hiergegen mutet die Stilblüte der gleichen Autorin im Kommentar weiter unten auf der Seite nachgerade harmlos an, wenn auch vermutet werden darf, dass die "OBine" (auf die hatte ich eigentlich das Copyright, auf das ich zugegeben bis heute keinen Anspruch erhoben habe), über ihre Bezeichnung als "narrenfreundlich" kaum in höherem Grade amused sein dürfte.
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Kommentare
Obine keine Ehrensenatorin?
Schaut man sich mal die Liste der GROKAGE-Ehrensenatoren an, so drängt sich der Verdacht auf, dass dies nicht nur eine Männerriege, sondern sogar ein "schwarze" Männerriege ist. Ebenso sind viele Geschäftsleute vertreten, die im OB-Wahlkampf Herrn Hartmann unterstützt haben.
Da ist es für diese Herren doch logisch, jetzt der grün/roten Frau die Ehrensenatorenkappe doppelt zu verweigern. Oder nicht?
Hoffnungslos, nicht "spitz"
Machen wir uns nichts vor, Herr Bühler - das war keine intelektuelle "Spitzen-" sondern nur eine alltägliche sprachliche Fehlleistung...
Wie wäre es eigentlich mit der Einrichtung einer "Dreckfuhlerecke" bei bruchsal.org speziell für ähnliche Glanzleistungen unsere lokalen Blättchen? Gerade die gestrige BNN bot hierfür wieder glänzenden Stoff.
Amtsblatt
Auch im Amtsblatt der Stadt Bruchsal sind bekanntlich keine "intelektuellen Spitzen" zu erwarten. Das allerdings Texte zensiert werden und diese Zensur von den Verantwortlichen auch noch freimütig bekannt wird, weiß ich auch erst seit kurzem.
Für unsere christliche Gemeinde (ICF Bruchsal) wollte ich einen Bericht veröffentlichen, in dem ich insbesondere auf die doch etwas ungewöhnliche Tatsache hinweisen wollte, dass wir als Gottesdienst- bzw. Versammlungsräume ein ehemaliges Bordell angemietet haben und nach abgeschlossenem Umbau aus eben diesem Bordell nun eine Kirche entstand.
Der zu veröffentliche Bericht begann wie folgt:
Überschrift: Aus einem Bordell wird eine Kirche
Nach rund einem Jahr harter Arbeit entsteht in Bruchsal aus einem ehemaligen Bordell eine Kirche. Nachdem die kuscheligen Einzelzimmer für die temporäre Zweisamkeit platt gemacht wurden, entstanden im Innern des Gebäudes in der Industriestr. 46 ein Gottesdienstraum, ein Welcome-Point, Gruppenräume und ein Office......
Zensiert wurde vor der Veröffentlichung zweimal das Wort Bordell, und die Passage "Nachdem die kuscheligen Einzelzimmer für die temporäre Zweisamkeit platt gemacht wurden." Der einleitende Text wurde dann mit Hilfe von Standard-Phrasen zu einem absoluten Langweiler ohne Informationsgehalt umformuliert.
Auf meine telefonische Rückfrage bei der städtischen Mitarbeiterin, die für die Zensur verantwortlich war, wurde mir mitgeteilt, dass solche Formulierungen für das Amtsblatt zu anzüglich wären :-)
Sie ließ sich auch nicht von meinem Hinweis beeindrucken, dass ihre städtischen Kollegen anderer Ämter weniger prüde sind und Bordelle in Bruchsal reihenweise genehmigen und auch gerne die fällige Gewerbesteuer einstreichen.
Meiner Bitte mir doch eine Liste der im Amtsblatt nicht zu verwendenden Worte und Formulierungen zukommen zu lassen, konnte die - zugegebenermaßen sehr freundliche Dame - dann aber leider nicht nachkommen ;-)
Mannomann!
http://www.bruchsal.org/image/mannomann.
Auf http://grokage.kdw-tooltech.de/pages/bilder.php?action=showgallery&pfad=06 gibt's Nachschlag.
Einen Trost könnte es ja geben, doch war in Bruchsal am Aschermittwoch bislang noch nie 'was wirklich vorbei.
Da bedanke ich mich doch mal
Da bedanke ich mich doch mal für das Einstellen des Bildes.
Ich bitte aber darum, sich an das Copyright zu halten und wie auf der Seite gefordert, vor der Verwendung wenigstens nach zu fragen. Mehr wird von Seiten der GroKaGe ja garnich verlangt. :-)
Hallole Baldrian, lassen wir
Hallole Baldrian,
lassen wir mal außen vor, das dieses Jahr der Ehrensenator von der FDP ist und auch einige andere Ehrensenatoren nicht von "schwarzen Parteien" sind, stimmt die Aussage :-)
Man hätte natürlich nach der Wahl alle Ehrensenatoren der letzten Jahre sofort "entlassen" müssen, zumal der Präsident der GroKaGe, einer der größten Unterstützer der OBine war und ist.
Brusl Helau!
Hallo Herr Nichtern,
na dann schauen wir mal wann die OBine Ehrensenatorin bei der Männerriege wird.
Hoffentlich trifftt dann nicht die männlichen Ehrensenatoren der Schlag, dass diese letzte Männerbastion Deutschlands fällt.
Helau!!
Rathaus-Zensorin
Oha - war das vor oder nach dem Regierungswechsel in Bruchsal?
Es kann ja sein, dass ich
Es kann ja sein, dass ich während meines Aufenthalts hinter den sieben Bergen des Kaukasus nicht mehr alles mitbekommen habe, was sich in meiner Heimatstadt ereignet hat. Deshalb wäre ich dankbar, wenn man mir erklären würde, welche "Jugendhäuser" der Herr Stark "gebaut" hat und was man sich denn ganz konkret unter der Aussage "indem er Jugendhäuser baute" vorstellen muss. Hat er selbst die Mauern hochgezogen? Hat er die Jugendhäuser vielleicht finanziert oder geplant? Kann mir jemand helfen, bevor ich u. U. dummes Zeug erzähle?
Vielen Dank.
Häuserbauer
Hallo Herr Kaufmann,
Herr Stark war einer der größten "Bauer" hier - er hat ganze Dörfer erbaut und die waren von Potemkin!
ciao reinhard spiegler
Rathaus-Zensorin
Das war Anfang 2010, also nach dem Regierungswechsel. Die leitenden Angestellten scheinen sich ihren vorauseilenden Gehorsam jedoch beibehalten zu haben.
"Entdollifizierung"?
Nach dem Ende des Dritten Reiches gab es eine sog. "Entnazifizierung" - zwar nur mäßig erfolgreich, aber immerhin...