SPD Bruchsal: Die offizielle Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion
Die Stadt braucht attraktiven Einzelhandel, attraktive Außengastronomie und städtische Plätze die zum Verweilen einladen.
Kübel- und Holzmarkt und der Bereich am Alten Schloss werden deshalb zu qualitätvollen Außengastronomiebereichen, ebenso die Friedrichstraße zwischen dem neuen Modekaufhaus Jost und dem Schloss. Auch in der Hoheneggerstraße werden Außengastronomiebereiche geschaffen. Investoren gibt es hier bereits.
Wir brauchen für potentielle Gastronomie-Investoren eine stabile städtebauliche Grundlage d.h. Investitionssicherheit und dadurch ein attraktives Angebot für die Bruchsaler und die Bruchsal-Besucher. Die 1a-Zone des Einzelhandels wird klar definiert und aktiv beworben. Für den 1b-Bereich (obere Kaiserstraße, Hoheneggerstraße) wird die Vermarktung der Einzelhandelsleerstandsflächen - als Angebot für die Hauseigentümer - professionell zusammengefasst. Erstes Projekt: Die Nutzung der leeren Arnold-Passage, die derzeit sehr negativ auf Besucher wirkt und den ganzen Stadtbereich abwertet.
Verkehrlich bedeutet diese Lösung unter anderem, dass die Abbiegespuren des fließenden Verkehrs zwischen „Tunnel Pfeilerstrasse" und der „Deutschen Bank" zur Friedrichstraße hin entfallen können und dadurch dort sehr viele Kurzparkplätze für den Handel ohne Störung der Fußgänger und Radfahrer entstehen können.
Der Durchfahrtsverkehr, d.h. der Zielverkehr in die Innenstadt, erfolgt nur noch auf dem bestehenden Stadtring, der entsprechend leistungsfähig weiter ausgebaut werden muss. Alle innerstädtischen Strassen zwischen Stadtring und Fußgängerbereich sind bequeme Kurzparkzonen ohne Durchfahrtsmöglichkeit.
Falschparken in der Innenstadt wird konsequent unterbunden - damit es keine Zufallsopfer mehr gibt. Das sinnvolle und suchfreie Parken in der Innenstadt wird durch ein Farbmarkierungskonzept erleichtert.
Radfahren, auch für Kinder (!), wird in der Innenstadt zu einem Vergnügen und regt dazu an, den PKW auch mal stehen zu lassen.
Die städtischen Plätze sind gestaltete Plätze mit Aufenthaltsqualität und regen die Besucher an, in der Stadt zu bleiben, auch wenn sie ihre geplanten Besorgungen abgeschlossen haben.
Die Vorstellungen der SPD stehen in Übereinstimmung mit dem Bruchsaler Verkehrsentwicklungsplan. Erforderlich ist nur noch, dass in einer Fortschreibung dieses VEP der B3-Verkehr aus der Innenstadt entfernt wird. Seit der Fertigstellung der B 35-Nord (Westteil) gibt es hierzu die verkehrlichen und planerischen Voraussetzungen.
(SPD-Fraktion)
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Kommentare
Big Bang
Ich räume ein, dieses Konzept hört sich schon anders an als das vom gleichen Autor am 23.03. verfaßte "Brusel-Konzept",
http://www.spd-bruchsal.de/index.php?nr=36500&menu=1&__bruchsal=11864df2...
welches doch mehr oder weniger aus Polemik gegen das Konzept der Freien Wähler bestand, wohl aus persönlicher Verärgerung resultierend. "Das Zukunftskonzept" klingt da schon ganz anders. Sogar ich muß gestehen, daß diese Konzeption "was hat" und geradezu visionär klingt. Wenn sich das so verwirklichen ließe, müßte die Öffnung der oberen Kaiserstraße tatsächlich noch einmal überdacht werden. Bleibt zu hoffen, daß dieses Konzept keine Vision bleibt.
hört sich nicht schlecht an- was meinen denn die Fachleute?
Hallo,
ich finde auch das dieses Konzept nicht schlecht klingt. Was meinen denn eigentlich unsere Bruchsaler Stadtplaner? Eigentlich würde ich auch einen Vorschlag von den Fachleuten erwarten. Oder ist das üblich, daß jeder der nichts davon versteht mal seine halbgaren Dinge vorträgt (und wie in der Vergangenheit üblich) auch noch durchsetzt?
SPD-Innenstadtkonzeption
Abgesehen von anderen Details in denen ich etwas anderer Meinung bin (wer soll z. B. eigentlich - und insbesondere so zwischen November und März - die nach dem Willen "der SPD-Gemeinderatsfraktion" flächenhaft sprießende Außengastronomie beleben?) stelle ich mir die Frage, weshalb als Folge der Neuordnung des Kübel- und Holzmarktes, der (Wieder)Belebung der Arnold-Passage und der Außengastronomie in der Friedrichstraße usw. die Abbiegespuren von der B 3-Kaiserstraße entfallen können/sollen?
Wo gedenken der oder die Verfasser den Richtung Norden real existierenden Verkehr fließen zu lassen?
Durch die Schloss- und Styrumstraße? Die Zollhallenstraße?
Bitte etwas ausführlicher!
"Die Meinung der Fachleute"...
... verkündet, wie immer, die Oberbürgermeisterin. Zumindest was die Fachleute der Verwaltung betrifft.
Host mi?!
Halbgar
Prinzipiell richtig. Nur, wie gesagt, sind das nur Vorschläge, die auf dem (leider) völlig unbekannten Verkehrsentwicklungsplan und dem Innenstadtentwicklungskonzept aufbauen
JS
Ja wo fahren sie denn?
Nun, die Dingerchen fahren künftig gegenläufig auf den bisherigen im Einbahnsystem verwendeten Schloss-Strasse, Wilderichstraße und Styrumstraße. Das entspricht:
1. dem Verkehrsentwicklungsplan
2. der Auffassung der Verkehrsplaner bei der aktuellen Stadtbahntrassen-Diskussion
3. Der Auffassung des Einzelhandels-Gurus Klotz, der schon zweimal in Bruchsal war, der Einbahnstrassen "verabscheut".
Wichtig ist die Herausnahme der Bundesstraße aus der Ortslage, wie überall üblich. Damit kann auch der Knoten Deutsche Bank entlastet werden. Auch die Luisenstraße muss dann in einer Fahrtrichtung gesperrt werden=Kurzzeitparkplätzen-Raum.