So etwas fehlt in Bruchsal
Abgeordnetenwatch.de soll ab heute auch auf Städteebene gestartet werden. Das ist jedoch nicht so einfach, denn die Stadräte wehren sich mit Kräften gegen Transparenz durch Bürgerfragen. Sie verbeten sich, daß Bürger ihnen öffentlich Fragen stellen oder reden sich mit Datenschutz heraus, da ihre Rechte verletzt seien, wenn sie im Internet erscheinen. Auf Gemeindeebene scheint also einiges im Argen zu liegen. Offensichtlich haben sich manche Kommunalpolitiker im Stadtrat bereits bequem eingerichtet. "Söhne erben das Mandat ihrer Väter, und der örtliche Bauunternehmer entscheidet als Ratsmitglied ganz selbstverständlich darüber mit, wer den Bauauftrag für die neue Turnhalle oder den Rathausanbau erhält", so abgeordnetenwatch.de. "Aber gerade deshalb gibt es viele Fragen, die man als Bürger gerne stellen möchte". Geplant ist, für alle Städte, Landkreise und Gemeinden Deutschlands das Portal, auch ohne die Zustimmung der Betroffenen, anzubieten und Transparenz auch in den Kommunen zu schaffen. Gerade auch in Bruchsal, bei der Vergangenheit, wäre das dringend zu wünschen!
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Kommentare
Auf Gemeindeebene...
... scheint also einiges im Argen zu liegen.
Sehr geehrter Herr Zimmermann, Sie sind möglicherweise der Letzte, der davon Kenntnis bekommen hat. Aber jetzt wissen ja endlich alle Bescheid über unsere (Kommunal)politiker und warum sie nicht mit der Masse (ausser vor Wahlen) in Kontakt treten wollen.
Jede demokratische Gesellschaft, die ihre Konflikte nicht austrägt, sondern durch Verbotserlasse konserviert, hört auf, demokratisch zu sein, bevor sie beginnt, Demokratie zu begreifen. G.Grass
Herzliche Grüße
Wer unsere Gemeindepolitiker nicht kennt....
...ist selber schuld. Wenn ich konstatiert habe, daß "...auf Gemeindeebene einiges im Argen liegt", so bezog sich das lediglich auf das Kommunikationsverhalten der Kommunalpolitiker im Gegensatz zu den Bundes- und Landespolitikern, die gegenüber dem Portal "abgeordnetenwatch.de" doch sehr auskunftsfreudig sind. Die Gründe hat abgeordnetenwatch.de aufgelistet. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß es daran liegt, daß Kommunalpolitiker weitaus bekannter sind, mitten unter uns leben, ihre Mauscheleien und Fehlentscheidungen vom Wähler direkter und deutlicher wahrgenommen werden, und jeder kann in der Stadt mit dem Finger auf sie zeigen. Da kann Schweigen für die Betroffenen manchmal Gold sein. Mein Rat an Kommunalpolitiker: Nicht mauscheln, ehrlich durchs Leben gehen, dann kann man auch Rede und Antwort stehen.