Siemens Bruchsal - heute nur noch ein Ramschladen!
Auf Netzwerkit.de, nach Selbstdarstellung "eine offene Plattform für Beschäftigte und Erwerbslose. Dort tauschen sich Interessierte über ihre wirtschaftliche und soziale Lage aus, teilen ihre Erfahrungen mit anderen und informieren sich gegenseitig und organisieren sich. Netzwerk IT ist ein Zusammenschluss, der sich sowohl in der "virtuellen" Welt des Internet abspielt wie auch im echten Leben", schreibt Anonymous am 16. Dezember d.J. zur Situation bei NSN (Nokia Siemens Networks) Bruchsal:
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Siemens Bruchsal ehemaliger Leitbetrieb für EWSD weltweit, heute nur noch ein Ramschladen!!!
Gut besucht die Seite hier von den Münchnern, wo bleiben aber die (wir) Brusler??? Betrifft es euch nicht, oder habt ihr schon nach fast schon 10- jähriger Phase diverser Zerschlagungstaktiken des Standorts soweit resigniert, dass ihr so langsam mundtot seid??? Einst schaute die ganze EWSD-Welt auf uns und wir waren Ziel zahlreicher Besucher aus alles Welt!
Wir haben in unserer Hochphase in den 70ern 6.000 bis zu 7.000 Menschen beschäftigt! Man kann es sich nicht genug auf der Zunge zergehen lassen, von einst um die 7.000 Mitarbeiter und von einem Leitbetrieb aus, der mit seinen Gewinnen hier in Bruchsal andere Siemens-Geschäftszweige und Standorte, die nicht so gut liefen, keine Gewinne machten, über Wasser hielt, sind wir zu einer "Hinterhof-Klitsche" von gerade mal 700 oder 600 Mitarbeitern verkommen!!!
War das das langjährige Ziel unserer höchstbezahlten Manager, verstehen sie das unter unternehmerischem Denken und Handeln? Verstehen diese Manager als weitreichende Geschäftsstrategie, Geld zu machen, in dem man Mitarbeiter abbaut bis zur Unkenntlichmachung eines Standortes, so wie hier jetzt in Bruchsal? Ergänzungstarifvertrag, Kurzarbeit und Stellenabbau waren stets nur die Strategie für eine angebliche Arbeitsplatzsicherung!?
Die einzigen Arbeitsplätze, die gesichert wurden, sind die der Manager und die unserer Geschäftsleitung samt Anhang hier in Bruchsal! Diese unsere Geschäftsleitung hat die "kleinen Fertigungsmitarbeiter" verkauft und ihnen ein Messer in den Rücken gestoßen. Arbeit die da war wurde verlagert, gute Kollegen mussten deswegen gehen. Der sogenannte Overhead hat sich stets immer die Hände gerieben, "Gott sei Dank sind wir nicht betroffen, sondern nur die Fertigung."
Bei uns hier in der Fertigung werden Stellen abgebaut, dagegen werden in der Geschäftsleitung, in den Büros im Overheadbereich im Gegensatz, sogar noch neue Stellen generiert, für die vielen Lean-Beauftragten, Excel-Tabellen- und Powerpoint-Junkies. Bei uns wird nicht mehr gearbeitet, sondern nur noch dokumentiert, präsentiert, diskutiert über beschriftete Ordner und dergleichen wichtiger Dinge. Dabei scheinen alle der ach so wichtigen Positionen, in ihren künstlich generierten Feuchtbiotopen, nicht mehr zu merken, dass uns allen hier in Bruchsal das Wasser weit über dem Kopfe steht!!!
Es gibt hier keine Macher mehr, keine Charaktere, keine Chefs mit Rückgrat und Haltung. Es beschäftigen sich höchstbezahlte Leute mit Lean und nerven damit uns "kleinen Mitarbeiter", wo wir schon genug andere Sorgen haben!
Bringt uns Arbeit und ihr braucht kein Lean, wir machen die Arbeit wie bisher auch immer, und das mehr als gut!
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Hier geht's zum Beitrag auf netzwerkit.de mit vielen Kommentaren Betroffener von NSN Bruchsal: Den Nagel genau auf den Kopf getroffen!
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Kommentare
Multis
Es ist schon sehr erbaulich: Den Multis werden Steuergeschenke und Fördergelder in den Arsch (Verzeihung, man muss es aussprechen) geschoben, immer mit dem Argument der Arbeitsplatzsicherung, dabei kennen sie nur Eines: Arbeitsplatzabbau!
Den Mittelständlern und Kleinunternehmern, die tatsächlich Arbeitsplätze schaffen könnten und wollen, werden bürokratische und steuerliche Hemmnisse in den Weg gelegt. Einfach klasse!
Wer geht mit nach Berlin und schmiert ein paar Politiker? Bitte hier melden!
Ja, so läuft es...
siehe auch meinen Beitrag "Mandaubahn", wo ein gut florierendes mittelständisches Eisenbahnunternehmen bei der Neuausschreibung den Zuschlag für seine seit Jahren erfolgreich betriebene Bahn nicht mehr erhält, weil die Ausschreibung auf Konzerne ausgerichtet war und das mittelständische Unternehmen die plötzlich geforderten Millionen Sichheitsleistungen nicht erbringen konnte. Folge: Auflösung und Kündigung aller Mitarbeiter.
Vorsicht, "Mandatsträger"
Vorsicht, "Mandatsträger" machen sich immer noch nicht strafbar, wenn sie Bestechungsgelder annehmen. Uns locht man ein und wirft den Schlüssel weg.
..nur noch ein Ramschladen
Gut ausgebildete und zusatzqualifzierte Facharbeiter werden mit "unterschwelligen Drohungen" zu Auflösungsverträgen gedrängt (Mensch, nehmen Sie doch die Speed-Prämie noch mit. Wer weiss, wie es in einem halben Jahr aussieht - Zitat !!!)
Was bleibt für über 50 Jährige im derzeitigen Arbeitsmarkt sind nur noch die "generösen Retter" von den Zeitarbeitsfirmen.........Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig !!!
Ist den Verantwortlichen eigentlich bewusst, dass in den meisten Fällen hinter den Entlassenen auch Familien stehen ???? Wohl kaum !!!
In diesem Sinn: Frohe Weihnachten !
Willkommen in der Wirklichkeit
Lustig, dass die Zeitarbeit immer noch als letzter Retter gesehen wird. Sie ist es nicht. Werdet ihr alle noch merken.