Schlachthof – der Verein. Alles, was Kult ist.

DruckversionPer e-Mail versenden
Der Förderverein für den Bruchsaler Schlachthof ist gegründet. Damit besteht die reale Chance, dass das, was in den letzten fünf Jahren aufgebaut wurde, weiter geführt werden kann. Rainer Kaufmann, Schlachthof-Pächter und einer der Initiatoren des Vereins, erklärt aus seiner Sicht, was es mit dem Finanzierungsinstrument Verein auf sich hat.
Samstag, 17. September 2011 - 12:32

Rainwurf

Schlachthof – der Verein. Warum?

Die Event- und Kulturkneipe im Bruchsaler Schlachthof hat sich in den letzten fünf Jahren einen guten Ruf als einer der führenden Veranstalter von Musik und Kultur-Events in der Region erarbeitet. Eine Fortsetzung dieser Arbeit auf privatwirtschaftlicher Basis kann weder vom Besitzer des Schlachthofs noch vom Pächter des Restaurants erwartet werden. Eine Förderung durch die öffentliche Hand scheidet derzeit aus. Damit steht eine für viele Menschen wichtige, weil unabhängige Farbe im Bruchsaler Veranstaltungskalender vor dem Aus, denn eine Kulturarbeit dieser Art ist nirgendwo ohne Unterstützung und Sponsoring möglich. Nahezu alle still gelegten Schlachthöfe in deutschen Kommunen werden mittlerweile als Kultur- und Gastronomiezentren genutzt, die meisten mit öffentlicher Förderung.

Schlachthof – der Verein. Unser Weg.

Wenn die Kommune nicht liefern kann, dann liegt es an den Bürgerinnen und Bürger, eine solche Einrichtung direkt zu fördern. Der besondere Charme einer Bürger-Direkt-Förderung über einen Verein: Sie nimmt nicht den Umweg über Steuern und umgeht die Verteilungs-Hoheit von Politik und Verwaltung. Die Bürgerschaft fördert genau das, was sie fördern will, und macht sich nicht abhängig von Entscheidungen durch Bürokraten-Gremien, Richtlinien und Partei-Funktionäre. Umgekehrt: Jeder muss nur das fördern, was er für förderungswürdig hält.

Die Bürgerschaft tritt somit als ihr eigener Mäzen auf und nicht mehr als Bittsteller vor irgendeiner Obrigkeit oder mehr oder weniger anonymen Strukturen.

Schlachthof – der Verein. Ihr Beitrag.

Werden Sie Mitglied im Schlachthof-Verein. Mit nur 5 € im Monat (es dürfen gerne auch mehr sein) sind Sie dabei und helfen mit, ein einmaliges Kulturdenkmal mit Leben zu erfüllen. Und Sie sorgen für ein breites und unabhängiges Kulturangebot. Denn: Wer das kulturelle Angebot nur den Mechanismen kommerzieller Investoren überlässt, darf sich nicht wundern, wenn er nur noch intellektuelle Magerkost und Mainstream serviert bekommt. Kratzbürstigkeit, Aufmüpfigkeit und Kreativität sind im kommerziellen Kultur-Angebot nicht vorgesehen.

Wir wollen mehr. Wir wollen: Alles, was Kult ist.

Ausstellungen, Musik, Kleinkunst, Kabarett, Theater, Essen, Trinken, Feste feiern, Gespräche, Kommunikation, Diskussion und vieles, vieles mehr. Es liegt an jedem Vereinsmitglied, was künftig im Schlachthof geschieht.

Alle Informationen über Mitgliedschaft, Satzung, Beitragsordnung vorerst unter: www.kaufmanns-schlachthof.de.

Oder über: 07257/930390 – 07251/3024581 oder schlachthof [at] erkanet [dot] de.">schlachthof [at] erkanet [dot] de. Oder bei jedem Vorstandsmitglied.

Schlachthof – der Verein. Der Vorstand.

Peter Metzka, Rainer Kaufmann, Olaf Bühler, Jürgen Schmitt, Alexandra Nohl, Georg Henneges, Dorothea Gerds

Schlachthof – der Verein. Die Meinung der Kommune.

„…. so dass das Baudenkmal eine nachhaltige Nutzung bekommen kann und die Stadt Bruchsal eine ins gesellschaftliche Leben der Stadt integrierte Nutzung.“

Dr. Hartmut Ayrle, Leiter des Stadtplanungsamtes

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.6 (12 Bewertungen)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen