Schafgarten – zum Dritten
Am Anfang der öffentlichen Wahrnehmung steht Alarmismus, zugespitzt durch den Schlagzeilenspezialisten Streib: „Streit um Paradies in der Obervorstadt“ mit der Unterzeile „Anwohnerinitiative erhebt Vorwürfe gegen die Stadt“
Der Gemeinderatsbericht über die Beschlussfassung wird mit der Überschrift versehen „Schafgarten, Planung geht weiter“ und der Bericht mit dem Satz beendet: „Die Anwohnerinitiative ist gegen die Bebauung und hat weiteren Widerstand angekündigt“.
Ich selbst werde in dem Protest-Artikel als Verteidiger der Bebauung zitiert.
Soweit die Berichterstattung der Lokalpresse.
Kein Wort über Inhalt und Beweggründe der Planung, keine Berichterstattung über die Fraktionsstellungnahmen. Das hätte durchaus Erhellendes beitragen können und sogar müssen. Statt dessen die üblichen unseriösen STREIB-Schlagzeilen, die jetzt im Netz für Irritationen sorgen.
Zum Ersten. Der Lokalchef hat mich zitiert, ohne überhaupt meine Zustimmung hierzu einzuholen. Das ist nicht berufsüblich. Ich hatte die BNN – nach Erhalt eines Anwohner-Brandbriefes, der zugleich an die Bruchsaler Rundschau ging, darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich die Gemeinderäte alle Fraktionen umfassend informiert und ebenso umfassend mit den Anwohnern gesprochen haben. Grund meiner email: Hintergrundinformation für die Zeitung, damit diese nicht nur den „Anwohnerprotest“ wahrnimmt, sondern die Planung differenziert beleuchtet. Aber dem Lokalchef ging und geht es offenbar nur darum, die Stadtverwaltung ins Unrecht zu setzen und den Gemeinderat damit als unsensibel und bürgerfern zu charakterisieren. Sauberer Journalismus sind anders aus. Hätte sich Streib informiert, wie es seine Berufspflicht gebietet und berichtet, wie es ebenfalls geboten war, wüssten die Leser folgendes:
- Am Saalbach ist ein öffentlicher Fuss- und Radweg geplant, der, so Huhi hier korrekt, ehemals Bestandteil der Landesgartenschauplanung war. Dieser Fuß- und Radweg verbindet im Endausbau Heidelsheim und die Bruchsaler Innenstadt. Fehlendes Stück: im Bebauungsplan Schafgarten. Das Grundstück der Paradies-Verteidigerin Erb-Ihle ist jetzt nicht im Bebauungsplan enthalten, weil die streitbare (besser: egoistische) alte Dame sich jeder Veränderung komplett verweigert. Vorhersehbare Entwicklung: Enteignungsverfahren für den Erb-Ihle Streifen am Saalbach, damit überhaupt der Radweg gebaut werden kann. Das öffentliche Wohl erfordert hier den Bau dieses Weges.
- Der Gemeinderat muss Baugrundstücke ausweisen. Aber wo? Man hat sich entschlossen der Innenentwicklung den Vorzug zu geben, um nicht noch mehr die freie Landschaft zu verbauen. Außerdem existiert hier bereits Infrastruktur, die genutzt werden kann. Legt man die Maßstäbe der Anwohner an, dann kann nirgends mehr gebaut werden. Ich kann nicht feststellen, dass grundsätzliche Initiativen in dieser Richtung existieren.
- Der Ursprungsplan zur Schafgarten-Bebauung war allerdings unsäglich. Der Amtsvorgänger der derzeitigen OB hatte eine Bauträger-Planung ins Verfahren geschickt, die eine massive Verdichtung im Innenbereich zum Nutzen des Investors vorsah. Das wurde jetzt so korrigiert, dass die Bebauung sich an der Nachbarschaft orientiert, also angepasst ist. Richtig ist auch, dass da einige Merkwürdigkeiten passierten, die allerdings jetzt überhaupt nichts zur Sache tun. Die Stadt ist befugt, im Bebauungsplan-Verfahren alles Erforderliche, für die Bauherren und damit auch für die Anwohner zu regeln. Das geschieht selbstverständlich.
- Der Autor dieser Zeilen hat im Gemeinderat den (angenommenen) Antrag gestellt, dass nicht nur die Variante 2 (große Durchfahrt Württemberger Straße), sondern auch die Variante 1 (kleine Durchfahrt mit Erhalt der Straßenfront) weiterverfolgt wird. Das hat Streib ebenfalls nicht berichtet, so dass nicht Anwesende zu wissen glauben, dass Variante 2 beschlossen sei (Bericht des Vortages). Der Antrag hat den Hintergrund, die historische Stadteingangssituation so weit es geht zu erhalten und eine bessere Lärmabschirmung vor der DB im Blockinneren zu gewährleisten.
- Die Stadt verfügt im Baugebiet über Grundstücke, die vernünftig „verwertet“ werden können. Der Verkauf dieser bebaubaren Grundstücke leistet einen Beitrag dazu, dass die desolate Haushaltslage ein wenig verbessert wird. Die Stadt kann es sich nicht leisten, auf sinnvolle Planungen zu verzichten.
- Im Gemeinderat gab es tatsächlich nicht das geringste Verständnis für den Protest, sondern in Teilen auch die Auffassung das große Grundstück von Frau Erb-Ihle mit ín den B-Plan einzubeziehen (sozusagen erst recht). Deshalb ist die Gebietsabgrenzung im Augenblick noch offen. Auch hierüber schweigt das Lokalblatt.
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Kommentare
Merkwürdigkeiten
Vielen Dank auch Ihnen, Herr Schmitt, für diesen Teil zur Aufklärung.
Was mir aber überhaupt nicht gefällt, ist die Formulierung: "Richtig ist auch, dass da einige Merkwürdigkeiten passierten, die allerdings jetzt überhaupt nichts zur Sache tun..."
Tut mir leid - ich bin inzwischen, was Grundstücksgeschäfte in diesem Städtchen betrifft, auch ohne Schäfer-Immo so empfindlich, dass ich ganz einfach wissen will, WAS HIER PASSIERT IST - insbesondere, wenn Sie es selbst als "Merkwürdigkeiten" bezeichnen.Also bitte - wenn's denn keine Staatsgeheimnis ist.
Landesgartenschau - Verdichtung und Verwertung
Man mag ja einiges bei den BNN und Herrn Streib abladen, allerdings ist die Stadtverwaltung selbst zum Gutteil selbst schuld daran.
Die Sitzungsberichte des GR lassen keine Rückschlüsse auf Debattenbeiträge und mögliche kontrovere Diskussionen zu. Dem Bürger erscheint es, als wurden alle Vorlagen am 26.7. einfach abgenickt. Ob Einstimmigkeit oder Gegenstimmen: keine Info! IdR heisst es lapidar: "Der GR beschließt..."
Zum Schafgarten heisst es bspw.:
Sitzungsprotokolle
"huhi" ist unbedingt zuzustimmen. Die Veröffentlichung der in öffentlicher Sitzung zu beratenden Vorlagen ist bereits ein großer Schritt vorwärts in Sachen gelebter Demokratie - die Folgen werden wir bereits in wenigen Monaten feststellen können.
Die in vielen Gemeinden bereits praktizierte Veröffentlichung der Sitzungsniederschriften oder -protokolle wäre ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu wirklicher Transparenz.
Nun herrscht also Klarheit
Klar ist nun, daß es nicht nur um das Grundstück des Bauträgers geht, sondern daß die Stadt dort ebenfalls Grundstücke zu "verwerten" hat, womit auch klar sein dürfte, daß das Gesamtprojekt umfangreicher sein dürfte als (von mir jedenfalls) angenommen. Zur Transparenz gehört auch, nun zu erfahren, was und wie dort geplant wird. Liegt der Bebauungsplan schon soweit fertig vor, daß man das ersehen kann? Vergleicht man die Bebauung um den Schlachthof herum, so ist das neue Baugebiet insgesamt (städtische und Bauträgergrundstücke) nicht gerade klein und dürfte das letzte "Filetstück" gewesen sein, das Bruchsal zu vergeben hat.
Öffentlicher Fuß- und Radweg blockiert
Jürgen Schmitt schreibt wohl richtig, dass die Einrichtung eines durchgängigen Fuß- und Radweges von Bruchsal nach Heidelsheim (und zurück) tatsächlich wohl nicht möglich ist, da der Eigentümer des Flurstücks Nr. 7313 einen entsprechenden Geländestreifen nicht freigibt, sprich, an die Stadt verkauft. Es handelt sich um einen Streifen von ca. 40 m Länge, bei einer angenommenen Breite von 3 m wären lediglich 120 qm an die Bürgergemeinschaft zu verkaufen.
Derzeit müssen Radfahrer, die nach Heidelsheim wollen, aus diesem Grund beim Schafgarten den Radweg verlassen und sich unter den Autoverkehr der viel befahrenen Württemberger Straße mischen. Erst am Ortsausgang steht wieder ein Radweg zur Verfügung. Wäre das nicht ein Thema für die Lokale Agenda Arbeitsgruppe „Radwege"?
Sinn und Unsinn eines Radweges
Die Radfahrer müssen keineswegs wegen des fehlenden Stücks auf die Württembergerstrasse ausweichen!
Sie können auch einfach über die gesperrte Brücke in der Augartenstrasse fahren, dann weiter auf der Wiesenstrasse, danach am Saalbach entlang bis zur Bergstrasse. Dort dann entweder auf den Radweg nach Heidelsheim (entlang der L618- wenn ich auch nicht verstehe, wieso man dort freiwillig fährt) oder die Bergstrasse weiter und dann den rechten Weg an der dreifachen Gabelung Richtung Klärwerk.
Das würde nur ein paar Schilder benötigen und keine Enteignung oder ähnliche Konstrukte. Warum sollen Radwege immer möglichst nahe und parallel zur vorhandenen Straßenführung laufen? Oder gar an einem Stück möglichst ohne Kreuzung und Abzweigung? Bildet man das auf die Straßenführung ab, hätte ich gerne ein Autobahnkreuz vor dem Jost...
Ungeklärte Frage
Jürgen Schmitt schreibt in Punkt 2: "Der Gemeinderat muss Baugrundstücke ausweisen." Und fragt: "Aber wo?". Ich frage noch einmal ganz ernsthaft und ehrlich interessiert: "Aber warum?"
Weiter frage ich: Wieviele Baugrundstücke in Bruchsal (Gesamtstadt) liegen unbebaut brach?
Das Argument
...der Anwohnerinitiative, daß einem Bauträger geholfen werden soll, relativiert sich nun, da man weiß, daß die Stadt ebenfalls Grundstücke verwerten will. Damit will sich die Stadt nun eher selbst helfen. Wie gut, daß man damals in Erwartung einer Landesgartenschau diese Grundstücke erworben hat (oder war dies nur ein vorgeschobenes Argument, um irgendwann einmal Kasse machen zu können? Bei solchen Sachen muß man, wie die Erfahrung bundesweit zeigt, immer hellhörig werden). Sind die geplanten oder erwarteten Erlöse schon irgendwie in das Sparpaket eingeflossen?
wo und warum
Also zuerst: Flächenverbrauch "Null" war das theoretische Ziel der Vorgänger-Landesregierung. Flächenverbrauch "Null´" ist hoffentlich das Ziel der neuen Landesregierung.
Nun ist eine statische Gesellschaft leider nicht vorstellbar - jeder liest täglich bis zum Überdruß: Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum. Selbst Claude Trichet, Chef der EZB sieht keine andere Lösung, um die Gesellschaft "stabil" zu halten. Aufs bauen bezogen heißt es: es muss neu gebaut werden. Besser natürlich - es wird der Altbestand saniert. Wer sich allerdings mit der Aufstellung von Flächennutzungsplänen befasst, weiß, dass der Flächenbedarf, d.h. der Frage Neubauflächen ja oder nein von folgenden Komponenten abhängt:
1. Bedarf an Wohnfläche pro Einwohner - nimmt stetig zu, seit Kriegsende zumindest. (ich lasse mal offen, wie lange man dass noch steigern kann, ist offen. Der Prozess ist endlich)
2. Veränderung in der Zahl der Wohnbevölkerung. Wir haben in Bruchsal noch eine Zunahme, mindestens eine Stabilität, verglichen mit Gebieten, in denen die Bevölkerungsziffer geradezu dramatisch abnimmt (Osten, Wuppertal, Westpfalz um nur Beispiele zu nennen). Unser Gebiet wird zunehmend zu einer Wohlstandinsel (Wohlstandsregion)
3. Bruchsal ist in einer immer noch dramatischen Haushaltslage. Warum - siehe Bericht SPD-Fraktion. Um unsere Einrichtungen halten zu können, brauchen wir (leider) eine expansive Stadtentwicklung, sprich auch Neubauflächen. Wir können es uns nicht leisten, Bevölkerung und damit Steuerkraft an die Umlandgemeinden (weiter) zu verlieren.
4. Diese Neubauflächen umweltschonend und finanzwirtschaftlich vernünftig unterzubringen ist das Ziel, dass auch die Stadtverwaltung mit mir (uns) teílt. Deshalb ist die Entwicklung des Gebietes "Schafgarten" richtig, jedenfalls aus dieser Perspektive.
5. Die Interessen der Anwohner müssen berücksichtigt werden. Das geht durch eine angepasste Bebauung und, wie ich hoffe, langfristig (auch das wurde vergeigt) durch eine Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus der Württemberger Straße, d.h. keine L 618 mehr. Auch das habe ich im GR vorgetragen.
6. Brachgrundstücke. In der Vergangenheit gab es keine Bauverpflichtungen und auch heute noch gibt es kein Instrument, diese "Reserven" zu mobilisieren. In Bruchsal wurde über eine erhöhte Grundsteuer nachgedacht - leider fehlt hierfür die gesetzliche Grundlage. Der letzte Fehler dieser Art war das Baugebiet Obermühlteich in Heidelsheim. Dort hat die Stadt den Grundstücksbesitzern die Grundstücke abgekauft und darf jetzt in Ruhe verkaufen.. Das dauert leider insgesamt mindestens 10 Jahre. Weitere Fehler dieser Art kann man heute ausschließen.
Endlich mal...
vernünftige Antworten auf vernünftige Fragen. So etwas sollte Schule machen in Bruchsal. Denke ich aber an die vielen unbeantworteten Fragen, die auf bruchsal.org schon gestellt wurden, liegt noch ein langer Weg vor uns...
Wo bleibt die Moral?
Kommentar zum: „Der Bebauungsplan aus der Sicht eines Gemeinderates“ von Jürgen Schmitt
Zu 1. Schade, dass das „öffentliche Wohl“ immer nur für Andere gilt. Bei der Schlachthofbebauung hat die Stadt selbst den Radweg ignoriert und bis zur Saalbach – ohne Rücksicht auf den Radweg - bauen lassen.
Zu 2. Würde die Stadt die Innentwicklung wirklich ernst nehmen, so würde sie ein Gesamtkonzept aufstellen und zuerst die bereits planierten Baulücken - von denen es in Bruchsal zahlreiche gibt - bebauen / „verdichten“. Dieses fehlende Gesamtkonzept würde auch die bereits unerträglich hohe Verkehrsbelastung der Obervorstadt berücksichtigen. Es handelt sich hier, wie so oft in Bruchsal zu beobachten, um eine reine Insellösung ohne jegliches Gesamtkonzept!
Woher will Herr Schmitt die Maßstäbe der Anwohner kennen, wenn er in jüngster Zeit nicht wirklich mit den Anwohner gesprochen hat
Unabhängig davon scheint er auch noch die vorliegenden 120 Unterschriften von Bürgern der Obervorstadt gegen noch mehr Verkehr und gegen eine weitere Verdichtung völlig zu ignorieren.
Zu 3: Auf die Orientierung an der Nachbarschaft sind wir gespannt. Aus dem aktuellen Plan ist dies leider nicht zu entnehmen.
Was meinen Sie – Herr Schmitt - mit „Merkwürdigkeiten … die allerdings jetzt überhaupt nichts zur Sache tun“? Die bewusste Schädigung einer Eigentümerin um einen 6-stelligen Eurobetrag ist ein Skandal und nicht eine „Merkwürdigkeit“! Eine Stadt und ein Gemeinderat, die diese „Merkwürdigkeiten“ nicht sanktionieren, handeln unmoralisch. Die Stadt ist ja bekanntlich nicht Interessenvertreter von Frau H. Ihle, aber hoffentlich auch nicht Retter von einem angeschlagenen Bauträger! Oder? Es sieht aktuell anders aus.
(Weitere Infos zu den Merkwürdigkeiten in Bruchsal.org „ Was ist denn da los in der Obervorstadt? Die Anwohner kommen zu Wort“, 26. Juli 2011 - 14:17 )
Zu 4: Warum eine bessere Lärmabschirmung von der Bahn, wenn die Wohnqualität in diesem Bereich doch so hoch ist?
Zu 5: Es gibt Anwohner, die gerne Fläche von der Stadt zukaufen würden – das ist bekannt! Ist dies keine vernünftige Verwertung?
Die Stadt hat 2 Grundstücke mit lediglich 2.069 qm (Bauträger 1.760 qm!). Die Stadt könnte hierfür (nach Umlegung) zwischen 250 TEUR – 350 TEUR erlösen. Diesem Erlös steht allerdings bei Variante 1 – bevorzugte Variante von H. Schmitt – die nicht unerheblichen Kosten für die Befestigung der Ufermauer entgegen, sodass ein Verlustgeschäft für die Stadt wahrscheinlich ist. Ferner muss die Stadt den Kauf der Württemberger Str.109
- gedacht als Zufahrt - finanzieren und somit zusätzlich ins Risiko gehen.
Abschließend noch der Hinweis, dass die Stadt derzeit genügend andere Bauplätze anbietet, mit deren Verkauf man die Haushaltslage sofort und ohne Probleme nachhaltig und wirklich verbessern könnte.
Zu 5: Haushaltkonsolidierung sieht aber anders aus.
Von sinnvoller Planung kann bisher wirklich nicht die Rede sein.
Zu 6: „Im Gemeinderat gab es tatsächlich nicht das geringste Verständnis für den Protest“. Schade!
Mit anderen Worten: Wir wollen Bürgerbeteiligung, aber keine wirkliche Diskussion / Kritik. Politik kann so schön, wenn nur die Bürger nicht wären.
Weitere Hinweise:
Wo stehen wir in unserer politischen Kultur, wenn so leichtfertig mit Enteignung gedroht wird? Das macht mir wirklich Angst.
Übrigens H. Schmitt: Über 100 Bürger der Württemberger Strasse haben sich solidarisiert und fordern eine Verbesserung und keine Verschlechterung der Wohnqualität. Diese Unterschriften liegen Ihnen vor. Interessiert Sie dies wirklich nicht?
Der Radweg endet am Schlachthof
Das gleiche Bild vom Schlachthof ist sehr interessant. Bitte einstellen.
Fragen über Fragen - und keine Antworten!
Und schon wieder wird von einem Skandal gesprochen wegen der vermeintlichen oder tatsächlichen Schädigung einer Eigentümerin um einen 6-stelligen Eurobetrag. Dies habe ich schon mehrfach gelesen, es bleibt aber immer nur bei dunklen Andeutungen. Könnte bitte irgend jemand erläutern, um was es hier genau geht?! Wer hat jemanden geschädigt? Wer hat diesem Schädiger beim Schädigen geholfen? Wer wird nicht aktiv, um dem Geschädigten zu helfen? Wer müsste, gerne kraft Amtes, aktiv werden?
Moralapostel: Hoffnungslos!
Jürgen, lass' es. Hoffnungslos.
Sehr bedenklich ist es,...
wenn Menschen mit moralischen Ansprüchen als "hoffnungslos" bezeichnet werden - soll in diesem Zusammenhang wohl heißen, Moral hat, wenn es um Geld geht, nichts zu suchen. Der Gast hat recht, verfolgt man das Agieren der Bahn bei Stuttgart 21, und auch die Mafia hat keine besonders hohen Moralansprüche...
Hoffnungslos?
Ich denke eher, dass die Bemühungen Herrn Schmitts anerkennenswert sind.
Die Tatsache, dass Fragen zu diversen Sachverhalten hier oft etwas unstrukturiert und redundant sind, hat auch damit zu tun, dass dies eben ein interaktives (manchmal schlecht strukturiertes) Forum ist (der städtische Haushalt lässt grüßen...).
Herr Schmitt arbeitet ja dankenswerterweise für interessierte Bürger das auf, was im Vorfeld ausführlichst öffentlich dargelegt werden sollte.
Das bedeutet ja nicht, dass man mit Herrn Schmitt einer Meinung ist, allerdings scheut er sich nicht vor der Diskussion!
Daher das Motto: Herr Schmitt, nicht aufgeben, sondern weiter so, auch wenns manchmal aufreibend ist!
Moral bleibt Moral
Stillschweigen bedeutet unter Kaufleuten: ZUSTIMMUNG !
Dankeschön, BNN,
für den heutigen Bericht über die Maßnahmen, die in Gondelsheim ergriffen werden sollen, um Baulücken zu schließen.
In Gondelsheim sollen Besitzer von Baulücken und leerstehenden Immobilien angesprochen und bei Bedarf und nach Möglichkeit beraten werden. Die Stadtverwaltung will also Kontakt aufnehmen, das Gespräch suchen, Hilfe anbieten. Zweifellos wird kaum jeder Eigentümer urplötzlich freudestrahlend seinen Besitz zum Verkauf anbieten. Wer aber wie ich schon entsprechende Gespräche geführt hat, kann mir sicher zustimmen, dass durchaus Chancen bestehen, den Blick von den persönlichen Besitzverhältnissen auf die Dorf- oder Stadtgemeinschaft zu lenken, einen Denkanstoß zu geben, überhaupt Aufmerksamkeit für diese Thematik zu wecken.
Eine kleine Anekdote streue ich gerne ein: Ein älterer Grundstücksbesitzer erklärte auf Anfrage, er könne den Bauplatz nicht verkaufen, weil er das Gras darauf als Futter für die Hasen benötige. Im Gespräch wurde ihm ohne größere Fremdeinwirkung selbst klar, dass das absurd ist. Heute wohnt auf diesem Grundstück eine kleine Familie und die Hasen des Vorbesitzers werden trotzdem satt.
Wenn man die Gondelsheimer Absichten vergleicht mit der obenstehenden Information von Jürgen Schmitt, wo keine Bauverpflichtungen bestünden hätte man in Bruchsal gerne die Grundsteuer erhöht, wenn das rechtlich zulässig gewesen wäre, dann wird hier etwas wunderbar sichtbar, was ich lange schon als eines der Kernprobleme in Bruchsal bezeichne: Die Kultur im Umgang zwischen der Stadtverwaltung bzw. dem Gemeinderat und der Bürgerschaft. Leider hat sich diese auch nach zwei Jahren neuer Führung noch nicht grundlegend geändert. Statt das Gespräch suchen zu wollen, aufeinander zuzugehen, zuzuhören, verstehen zu wollen, gemeinsame Lösungen finden zu wollen, wählt man viel zu oft konfliktschaffende Wege und bewegt sich ausschließlich im Bereich von "law and order" bzw. "law, tax and order".
Oft höre ich: Ja glaubst Du denn, das ist woanders nicht so? Ja, das glaube ich. Offensichtlich in Gondelsheim zum Beispiel.
Fazit für das Diskussionsthema Schafgarten: Immer noch bin ich nicht davon überzeugt, dass es für die Bebauung im Schafgarten neben wirtschaftlichen Interessen andere triftige Gründe gibt.
Mut zur Lücke!
Stand 2009 hatte Bruchsal 552 Baulücken.
Triftige Gründe...
....dies gilt auch für alle anderen Bauvorhaben, z.B. Bahnstadt. Es werden lediglich Behauptungen aufgestellt und mit Allgemeinplätzen untermauert. Stichhaltige Beweise für die Angeführten Gründe fehlen - das gilt ganz allgemein für die Verlautbarungen der Stadt.
Gondelsheim der HIT!
In Gondelsheim scheint die Bebauungssituation katastrophal, wenn man sich die Studie des Landkreises MOKKA ansieht.
www.landkreis-karlsruhe.de/media/custom/1636_2199_1.PDF?1301318938
Was die Baulücken angeht, ist Bruchsal aber dennoch - relativ gesehen - durchaus in der misslichen Situation, wie sie in Graben-Neudorf oder Karlsbad vergleichbar besteht.
Übrigens scheinen die städtischen Grundstücke am Oberen Weiherberg ja weg zu gehen, wie warme Semmeln (aber bitte dort beim Bau nicht die Rinnsteine verschmutzen. Wie man liest, ist das Ordungsamt dort allgegenwärtig mit seiner Aufsicht!).
Aufsicht Ordnungsamt
Die hilft nicht immer. Das neue Trafohäuschen ist schon wieder total verschmiert. Bild folgt.
Irrgläubige
Ja, glaubt ihr denn, das Ordnungsamt steht dort Tag und Nacht 'rum und wartet auf die ansässigen Schmierfinken?
Schon mal an die Landespolizei gedacht?
Bild Trafohäuschen Weiherberg
"Verziertes" Trafohäuschen
Östlich Schafgarten: „law and order“ in Reinkultur???
Das Zitat von Frau Fischer (Schafgarten – zum … 10. August 2011 - 16:35 in Bruchsal.org) trifft den „Nagel auf den Kopf“
„Leider hat sich diese auch nach zwei Jahren neuer Führung noch nicht grundlegend geändert. Statt das Gespräch suchen zu wollen, aufeinander zuzugehen, zuzuhören, verstehen zu wollen, gemeinsame Lösungen finden zu wollen, wählt man viel zu oft konfliktschaffende Wege und bewegt sich ausschließlich im Bereich von "law and order" bzw. "law, tax and order".
Schön, wenn Stadtverwaltung und Gemeinderat die gleiche Sicht haben. Das Problem ist nur: Die Bürger / Anwohner haben einen anderen Blick. Aber: "Was kümmern uns Anwohner? Wir müssen als Stadtverwaltung und Gemeinderat „das Ganze“ sehen." Schön wäre es!!!
Ganz ehrlich! Was ist denn
Ganz ehrlich! Was ist denn bitte daran egoistisch, wenn man seinen Grund und Boden behalten möchte?! Ich begreife die Notwendigkeit dieses Radweges eh nicht. Die Stadt Bruchsal sollte sich doch erstmal um Wichtigeres kümmern.