Schön oder nicht schön – das ist hier die Frage
Zur Vorankündigung des verkaufsoffenen Sonntages am 25. März 2012 in Bruchsal und zur Neueinführung ihres neuen Erscheinungsbildes hat die Bruchsaler Werbegemeinschaft, die sich mittlerweile lieber BranchenBund Bruchsal (B3) nennt, allüberall in Bruchsal Plakatständer gestellt oder Werbeplakate in Schaufenster gehängt.
Nach Selbstdarstellung der neuen Werbegemeinschaft stehe B3 für: Begeistern, Bewegen, Begegnen. B3 bedeute „große Begeisterung für die kleine Stadt“, für das „pulsierende Bruchsal“. Die neue Werbegemeinschaft „B3“ möchte den Dialog in der Stadt fördern „mit dem Ziel, Bruchsal voran zu bringen“, denn „Bruchsal liegt uns am Herzen.“
Auf jedoch nicht ungeteilte Zustimmung scheint die neue Plakatkampagne zu stoßen. So durfte einem Leserkommentar bei der Bruchsaler Rundschau entnommen werden, dass diese Plakatserie „eher abstoßend als einladend“ wahrgenommen würde. Weiter im Leserbrief: „Die fast fratzenhaften Gesichter auf den in der Bruchsaler Trendfarbe Gelb gehaltenen Plakaten tragen meines Erachtens dazu (begeistern, bewegen und begegnen - d.V.) keinesfalls bei und wirken eher abstoßend als einladend." Der Leserbriefschreiber befürchtet, dass es bald spöttisch hieße, „die B-3-Formel stehe für 'Blamage hoch drei'".

"Geschäfte besuchen und ein Stück Kuchen!" - Für ein Stück Kuchen geht man doch gerne Geschäfte besuchen!

"Stadt entdecken und Lutscher schlecken!" - Aus einem Urteil des OLG Köln: "Zusammenfassend lässt sich nach Auffassung des Senats festhalten, dass der Lutscher (Lolly) ohne Stiel kein Lutscher mehr ist.“

"Sonntag hab ich frei! ich bin dabei!" - Das meistgehängte Plakat. Auch das am wenigsten unangenehme Plakat.
Meine persönliche Meinung? Nun, der große Wurf ist das nicht, jedoch der Beweis, dass das Computern mittlerweile so leicht geworden ist, dass nahezu jeder mit der Software Photoshop umgehen kann.
Der Branchenbund Bruchsal hat angekündigt am kommenden verkaufsoffenen Sonntag eine Aktion zu veranstalten, bei der sich Jung und Alt für die neuen Plakate des darauffolgenden verkaufsoffenen Sonntages fotografieren lassen können. Gerne, so man sich „eher abstoßend als einladend“ abgebildet sehen möchte.
Zur Erklärung „Trendfarbe Gelb“: Bruchsals Leiter des Stadtplanungsamtes, Herr Prof. Dr. Ayrle, verwendet sehr gerne die Farbe eierdottergelb. Fürs Rathaus, für die Lampen davor – gerade zu Ostern doch sehr passend.
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Kommentare
schrecklich, fehlt nur noch George Bush...
wunderbar...
...was in Bruchsal nicht alles geht.
Solange es vermeintlich für die Stadt gut ist.
Ich erinnere mich, dass es eine Zeit gab, in der man versuchte,
dem "wilden Plakatieren" einen Riegel vorzuschieben.
Auf meinem Weg in die Innenstadt begegnete mir heute eine jener
debilen Fratzen, wild plakatiert an einer dicht befahrenen Kreuzung. Im Vorbeifahren hatte ich nicht die geringste Chance, zu erkennen,
um was es hier gehen soll.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Niveau der Werbung für einen gewissen verstrahlten Großmarkt im Industriegebiet nahe der Autobahn unterboten werden kann. Sie haben es tatsächlich geschafft, die Bruchsaler. Nachdem ich jetzt weiß, was die Nummer B3 heißen soll, hab ich beschlossen, mein Geld anderswo zu lassen.
B3 kann nur heißen: Blöd, Brunzdumm, Bruchsal.
Contenance, Bernd!
Schau dir die Initiatoren an... was ist da schon zu erwarten. In kurzer Zeit werden sie auf dem Schuttabladeplatz der Zeit landen...
http://www.youtube.com/watch?v=dBkJlUCDh7w
Plakate verkaufsoffener Sonntag.....
Man kann sagen, was man will.....werbetechnisch Ziel erreicht ! Diese Plakate wurden wahrgenommen, registriert und es wird drüber geredet. Das ist mehr, als manch andere Werbung in diesem übersättigten Markt von sich behaupten kann *augenzwinker*
Ob Werbung schön sein muss, darüber lässt sich trefflich streiten. Auffallen muss sie und das ist den Bruchsaler Machern ja wohl gelungen......
zu kurz gepinkelt?
"Man kann sagen, was man will.....werbetechnisch Ziel erreicht ! Diese Plakate wurden wahrgenommen, registriert und es wird drüber geredet. Das ist mehr, als manch andere Werbung in diesem übersättigten Markt von sich behaupten kann" (Verfasst von Hundefan (Kontakt der Redaktion bekannt) am 22. März 2012 - 11:17.)
Nicht wenn das Volk schwätzt, sondern zahlt, ist das Ziel erreicht.
Schau mer mal. Auch wie zukunftsträchtig sich die Nummer erweist.
Säße ich als Gewerbetreibender in diesem Boot, wäre mir bei glatter See schon kotzübel. Da es mir bereits jetzt schon so geht, falle ich als potenzieller Kunde zwangsläufug aus.