Das S-Printing Horse von Jürgen Goertz in Heidelberg

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Montag, 28. Februar 2011 - 23:13

Mit dem Friedrichsplatz in Bruchsal hat der Künstler und Bildhauer Jürgen Goertz ganz sicher nicht sein Meisterstück abgeliefert; wohl auch kaum sein Gesellenstück. Von dem Professorentitel reden wir schon mal gar nicht. Viel besser sind ihm seine Pferdeskulpturen gelungen, sei's vor dem Staatstheater in Karlsruhe, aber auch in Bruchsal im Technologiedorf.

S-printing Horse

Foto: Ra Boe

Sehr gelungen ist meiner Meinung nach die Skulptur S-Printing Horse, die größte Pferdeskulptur der Welt. Diese steht in Heidelberg auf dem Vorplatz der Print Media Academy, direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Auf youtube ist ein kleines Filmchen zu finden, das diese Skulptur ausführlich darstellt. Bei wikipedia ist ein ganzer Bericht diesem Kunstwerk gewidmet:

"Das S-Printing Horse ist mit 13 Metern Höhe und 90 Tonnen Gewicht die größte Pferdeskulptur der Welt, entworfen vom Bildhauer Jürgen Goertz. Die Skulptur besteht aus Edelstahl und Aluminium und gelangte durch verschiedene Bearbeitungsverfahren zu ihrer endgültigen Gestalt (gegossen, geschliffen, poliert und teilweise vergoldet, teilweise mit Metallic-Glimmerlack gespritzt). ...  Die Skulptur steht seit dem Jahr 2000 auf dem Vorplatz der Print Media Academy."

Zur Symbolik ist ebenfalls bei wikipedia zu lesen:

S-Printing Horse

Foto: Andreas Fink

"Die Skulptur symbolisiert verschiedene Prozesse in einer Druckerei. So stehen die nachts leuchtenden Augen des Pferdes für das Scannen der Vorlagen (Druckvorstufe); der runde Körper symbolisiert den eigentlichen rotativen Druckprozess, der vom dargestellten Kopf des Druckers überwacht wird; der Schwanz des Pferdes ist ein stilisiertes Buch, welches für die Weiterverarbeitungsprozesse steht. Diese drei Prozesse werden ebenfalls in den nur drei Beinen des Pferdes versinnbildlicht, die mehrere Abdrücke auf dem Platz hinterlassen. Das Pferd verfügt außerdem über angedeutete Flügel, die ihm das Galoppieren bei großen Geschwindigkeiten erlauben (Analogie zum Anspruch der Heidelberger Druckmaschinen AG, sehr schnelle Druckmaschinen zu bauen). Der Hals des Pferdes verfügt über mehrere Löcher, die den Aufnahmen der Lager in den Seitenwänden einer Druckmaschine entsprechen. Ganz am Ende ist der Betrachter des Druckprodukts zu erkennen.

Hufabdrücke
Die ersten gegossenen Hufabdrücke der Skulptur befinden sich in Amstetten (Württemberg) am Standort der Gießerei der Heidelberger Druckmaschinen AG, wodurch der Eindruck vermittelt werden soll, die Skulptur sei in Amstetten losgelaufen. In den gegossenen Hufabdrücken sind reliefartig Fossilien eingearbeitet, die zusätzlich den Bezug zur Schwäbischen Alb mit ihren Fossilien-Fundstätten symbolisieren. Neben verschiedenen realistischen Fossilien tauchen auch Teile des S-Printing Horse selbst als „Fossilien" in den Hufabdrücken auf."

 

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