Rohrbachtal II (Steinbruch)
Begleiten Sie mich bei einem Videospaziergang in den Pfaffenloch-Hohl-Steinbruch (nicht Pfaffenhohlsteinbruch wie irrtümlich angesagt) am Anfang des Rohrbachtals beim Fanfahrenzugheim links ab. Dieser Steinbruch ist sehr romantisch, sehr groß, hat 3 Ein- oder Ausgänge und man könnte dort sehr gut Freilicht-Theater machen. Platz für die Zuschauer gibt es genug, sogar erhöht, die Akteure könnten durch einen Zugang hereinkommen- reiten- fahren und den anderen hinaus. Man könnte von allen Seiten Geräuschkulissen aufbauen, auch echte Kulissen wie ganze Hütten, Pferdekoppel mit Pferden (Karl May?). Parkplätze gibt es 100 m entfernt beim Fanfarenheim, Bewirtung ebenfalls dort, und Strom könnte auch daher bezogen werden - eigentlich ideale Voraussetzungen für Freilichtaufführungen und Open Air Veranstaltungen. Wie haben jetzt doch drei Bühnen in Bruchsal. Wie wär's?
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Kommentare
ernst gemeint?
sorry, aber ist das ernst gemeint?!? es handelt sich um ein naturschutzgebiet (evtl. sogar naturdenkmal, bin mir gerade nicht sicher) und ihr vorschlag mit freilichtbühnen ist - falls wirklich ernt gemeint - bei allem respekt völlig daneben!
zitat: "ich glaube nicht, dass die vögel gestört werden." soso, glauben sie?
ihr hund hat eine maus im naturschutzgebiet gefasst, meines wissens verboten. "mäusejagen ist ihre lieblingsbeschäftigung. ahhhh, da war sie wieder. die arme maus."
"solche kleinode haben wir in bruchsal und kaum einer weiß das..." <-->
"karl-may-festspiele oder konzerte könnte man veranstalten."
ich bin echt perplex, haben sie sich eigentlich gedanken gemacht, bevor sie diesen mist veröffentlicht haben.
mannmannmann!
Das Ernst gemeint wirklich Ernst gemeint?
Ich kann mich erinnern das der alte Steinbruch vor Jahren eine prima Partylocation war.... Strom bekam man mit vielen Verlängerungskabeln von einem Nachbarhaus. Die entstandene Geräudschkulisse störte niemanden. Aber vielleicht sollte man doch die Karl-May-Festspiele auf den Marktplatz verlegen... oh sorry.... da könnte ja der naturgeschützte italienische Granit schaden nehmen und die umliegend wohnenden Vögel könnten gestört werden....
mannmannmann!
Ernst gemeint (Gast)
Es doch gut, daß es solche Naturschützer gibt wie Sie. Von der Sorte bräuchten wir mehr!
Pfaffenloch-Steinbruch
Ob unser fleißiger Naturwanderer auch so viel Spass gehabt hätte, bevor die Naturschutzverwaltung vor einigen Jahren erheblichen Summen eingesetzt hat um das durch Rechtsverordnung des Landkreises geschützte Flächenhafte Naturdenkmal in den heutigen Zustand zu versetzen?
Vielleicht hätte sein Hund im abgelagerten Unrat, der z.Teil auch von oben herab in den Steinbruch geworfen wurde, auch noch andere Tierchen mit langen Schwänzen aufstöbern können.
Es wäre sicher sehr reizvoll für seine Freilichtbühnen-Besucher geworden.
Wichtiger wie solche geistigen Eskapaden wäre mal ein Lob für die Stadtverwaltung für die engagierte Pflege des Gebietes seit der Sanierung auszusprechen. Den ohne diese Pflege hätte er mit seiner Nelly durch Brombeergestrüpp und Goldrutenflur schlüpfen können.
Sicher verträgt das Gebiet den einen oder anderen Naturliebhaber, der in Ruhe die Natur in ihrer Schönheit und Vielfalt dort genießen will. Es ist aber auch Achtung und Respekt vor der Natur angesagt in einem für sie vorbehaltenen Vorranggebiet.
Wer den Pfaffenloch-Steinbruch nur als Kulisse für irgendwelche Massenveranstaltungen betrachtet und mißbrauchen will kann einem nur leid tun. Wie Eugen Roth so treffend schrieb: Ein Mensch, der aus der großen Stadt/ Ins Grüne sich begeben hat, Läs hier, allein auf weiter Flur, recht gern im Buche der Natur. Doch bald, betrübt er wieder geht: Denn, ach!, er ist ein Analphabet!
Es bleibt ihm zu wünschen, dass er bei seinen Touren dazulernt und den Vorzug der Ruhe erkennt, wenn er Natur erleben will.
Nicht aufs Kleine, aufs Große schauen!
Nun, die Szene "Kampf Hund gegen Maus" fand ich auch nicht gut.
Das Ganze relativiert sich aber wenn man, wie heute in der Bruchsaler Rundschau zu lesen war, erfährt, dass sogenannte Naturschützer, sprich Sportfischer- und angler, die unter Naturschutz stehenden Kormorane abschießen wollen, weil diese angeblich ihre Existenz bedrohen würden. Und das Ganze relativiert sich auch dadurch, wenn man, wie heute in der Bruchsaler Rundschau zu lesen war, erfährt, dass die selbsternannten Naturschützer, sprich Jäger, keine Jagdsteuer mehr bezahlen müssen. Die falsche Hege von jagdbarem Wild, wie sie die Herren Jäger betreiben, führt dazu, dass unsere Natur ins Ungleichgewicht gerät, beispielsweise durch den Verbiss durch Rehe.
Vielleicht sollten die kommentierenden Naturschützer hier aktiv werden, bevor sie sich über den Hund aufregen.
Die Karl-May-Festspiele im Steinbruch müssen allerdings wirklich nicht sein. War übrigens schon mal eine Idee der Stadtverwaltung (?) vor vielen Jahren.
Die Idee war nicht von der
Die Idee war nicht von der Stadtverwaltung. Die Idee hatte ein Landesbühnen-Schauspieler, der - meines Wissens - im Sommer immer in Bad Segeberg gastierte und deshalb die Karl-May-Spiele in Bruchsal kopieren wollte. Die Begeisterung bei der Stadtverwaltung und vielen anderen war durchaus reserviert, um es vornehm auszdrücken. Es blieb dann ja auch bei der Idee eines einzelnen.
Fleißiger Naturwanderer
Der "fleißige Naturwanderer" (auf jeden Fall besser als "Bruchsaler Fußgängerzonenwanderer") kennt diesen Steinbruch seit über 50 Jahren und hat miterlebt, wie die Stadt oder sonst wer diesen Steinbruch mit Schutt zugefüllt hat - und da waren nicht immer schöne Dinge dabei. Ganz in der Nähe kenne ich einen anderen Steinbruch, der gänzlich verschwunden ist, da total mit Müll (!) aufgefüllt. Wäre doch eine interessante Aufgabe für Naturfreunde, da mal "nachzubohren". Im übrigen kann man, wenn man Anhänger von Freilichtveranstaltungen ist, durchaus mal spontan auf die Eignung eines Geländes wie den gezeigten Steinbruch für eben diese Zwecke kommen. Wer genau zugehört hat, hat sicherlich gehört, daß ich selbst diese Idee bezüglich der Genehmigung durch den Naturschutz in Zweifel gezogen habe.
Außerdem: Mein Hund hat die Maus nicht getötet, diese ist höchst munter ins nächste Loch gerannt. Ansonsten fängt mein Hund, wie viele andere Hunde auch, jede Menge Mäuse - außerhalb dieses Steinbruchs. Hunderttausende fallen Hauskatzen, Füchsen und Raubvögeln zum Opfer - so ist die Natur halt mal. Der Stadt gebührt tatsächlich Lob, daß sie die Schutthalde mit Erde abgedeckt hat und nun einmal im Jahr abmähen läßt. Übrigens wurden hier auch sämtliche Steine vom Abriß der Psychamauer gelagert - bergeweise - sie sollten für "bauliche Zwecke" wiederverwendet werden. Ich habe die Steine in noch keinem Bauwerk Bruchsals wiederentdeckt, habe aber das Dahinschmelzen der Steinberge erlebt. Bis auf einen kleinen Haufen sind alle Steine verschwunden - ich nehme an, in den Gartenbauwerken eines "eingeweihten" Personenkreises. Soviel zum Pfaffenloch-Steinbruch, früher auch "Steinbruch Steiner" genannt und von uns Kindern "Teufelskopf", weil sich dort eine - ebenfalls abgetragene - Lößwand befand, in die eine Höhle mit zwei nebeneinanderliegenden, ca 1 m großen, runden Eingängen gegraben war und ca. 3m darunter, mittig zwischen den beiden oberen Eingängen, nochmals ein Zugang, durch dessen ca. 80 cm im Durchmesser messenden Röhre man nach oben in die Höhle mit den zwei Eingängen kriechen konnte. Man sagte, Wehrmachtssoldaten hätten diese Höhle (Stellung?) gebaut. Durch die Anordnung der Eingänge sah sie wie ein "Gesicht" aus. Im nahen Gekelter Wald befanden sich noch zwei andere, mit Holzbalken abgestützte Stellungen ähnlichen Systems, ein tiefer Zugang und auf der anderen Seite ausgebaute "Plattformen", wo durchaus ein MG hätte in Stellung gebracht werden können. Tatsächlich soll es in den letzten Tagen des Krieges hier vereinzelt zu Rückzugsgefechten gekommen sein. Es gibt in Bruchsal noch 8 weitere Steinbrüche, über die der "fleißige Naturwanderer" in Wort und Bild ebenfalls berichten wird.
Und - ob Sie's glauben oder nicht: Er findet in der Natur tatsächlich die Ruhe, die er sucht. Da braucht er schon lange nichts mehr hinzuzulernen. (Gerade dies ist es, was ich mit meinen Bildern "rüberbringen" will, wobei ich niemand belehren möchte. Ich hoffe doch, der eine oder andere hat dies bemerkt).
Zuguterletzt: Der "fleißige Naturwanderer" kann tatsächlich lesen. Sehr oft in besagtem Steinbruch (wegen der Ruhe). Manchmal auch Eugen Roth:
"Ein Mensch denkt oft mit stiller Liebe, an Briefe, die er gerne schriebe. Zum Beispiel: Herr! Sofern Sie glauben, Sie dürften alles sich erlauben, so teil ich Ihnen hierdurch mit, daß der bewußte Eselstritt, vollständig an mir abgeprallt....."
A Propos Steinschwund
- wo sind eigentlich die Ammoniten der Andreasstaffel hingekommen?
Eduard Holoch
Nachtrag
- und die Fassadenmosaike von Denner und Schlosstheater?
obwohl ich bei der Stadt rechtzeitig darauf hingewieen habe und das Versprechen erhalten, sie werden gesichert und am Neubau wieder eingebaut.
- und wo sind Walter Stadtmüllers dutzende schöner Stadtmodelle aus dem Rathauskeller geblieben, mit denen er gezeigt hatte, dass es es besser gegegangen wäre. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Eduard Holoch
beste lösung: beitrag löschen
ich halte diesen beitrag einfach für unglücklich. ich bin sicher, waldemar schätzt den steinbruch und auch andere natürliche flecken bruchsals sehr. ob er mit seiner präsentation nach dem motto "kommt, seht und habt spaß hier" zum erhalt beiträgt, bezweifle ich allerdings. dass er möglicherweise sogar zum gesetzesverstoß animiert bzw. sich tw. sogar so verhält, war ihm möglicherweise nicht bewusst (§ 23 BNatSchG: "In Naturschutzgebieten sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes in Teilen oder im Ganzen führen können.") --> b.t.w.: sind sich die betreiber dieser seite solcher den folgen solcher veröffentlichungen bewusst???
ich weiß nicht, was waldemars motivation war. einen schönen flecken bruchsal zeigen? da hätte er sicherlich auch eine bessere lösung finden können. mit hinweisen, dass es sich um ein naturschutzgebiet handelt, ohne mäusejagdszene, dass man beim besuch bitte rücksicht nimmt etc.
zu diskussion hier an sich: klingt jetzt so, als wäre ich der supertolle naturschützer. quatsch. ich gebe mein bestes, aber sicherlich gibts genügend dinge, die ich wie jeder andere auch besser machen könnte. ich will hier keinen zeigefinger erheben oder klugscheißern - ich will lediglich meine nicht-zustimmung zu waldemars ideen äußern. waldemar hat hier allerdings einen artikel (ich unterstelle: in guter absicht) geschrieben, der bei mir den eindruck erweckt, als hätte er seine ideen und die folgen für die natur nicht wirklich bedacht. und da muss er einfach mit sachlichem widerspruch rechnen.
klar, gibts genügend andere und größere missstände hinsichtlich naturschutz in unserer region (kormorane schießen, jägerei, kohlekraftwerk KA, AKW philippsburg). ob ein verweis darauf sinn macht? klingt für mich so, als wollte man waldemars artikel als bagatelle abtun. so kommt man aber nirgends weiter. waldemar z. hat auf bruchsal.org einen beitrag veröffentlicht - und nur um DIESEN ging s mir.
Warum diese Frage? Hier die Antwort:
Stadtmodelle aus dem Rathauskeller? Weggeworfen! Doll hat den Platz im Keller gebraucht zum Shreddern seiner Geheimakten.
Apropos: Mittlerweile wurde bekannt, dass Bernd Doll die Papierschnipsel aus seiner Shredderaktion der GroKaGe spendiert hat. Für den Fasnachtsumzug. Anstelle von Konfetti und Kamellen regnen beim diesjährigen Umzug echte Dollettis und Dollellen auf die Zuschauer.
Fürs Finanzamt soll Baby Doll sich eine Spendenbescheinigung von der GroKaGe hat geben lassen.
Beitrag löschen
Mein Gott, wo sind wir denn? Soll jetzt auch noch Zensur ausgeübt werden, nur weil einem Einzelnen der Beitrag nicht passt oder er ihn völlig mißverstanden hat? Was für eine Geisteshaltung steckt hier dahinter? Das ist ja erschreckend! Darf nun nicht mehr über Naturschönheiten berichtet werden, nur weil es eventuell Menschen geben könnte, die sich vor Ort selbst ein Bild machen wollen? Dieser und andere Beiträge über die Natur soll auch gerade jenen die Schönheiten zeigen, die nicht die Möglichkeit haben, selbst hinzugehen. Soll ich deswegen meinen Beitrag zum Schwallenbrunnen löschen, nur weil der ebenfalls, neben dem Kulturdenkmal, als Naturdenkmal ausgewiesen ist? Sollen Naturschutzgebiete nur für Naturschützer zugänglich sein? Nach dieser etwas abwegigen Meinung müßten die Fernsehanstalten ihre Berichterstattungen über die Schönheiten von Naturschutzgebieten aus dem Programm nehmen. Es könnten ja verstärkt Besucher angelockt werden, die stören. Ich werde mir nicht mehr die Mühe machen, auf weitere, derartige Ergüsse zu reagieren.
Stadtmodelle aus dem Rathauskeller
Die Shredderantwort find ich klasse. Hier zeigt jemand Humor, der leider fiel zu selten ist in unserer Gesellschaft.
Bleiben wir sachlich?
Lieber anonymer Gast!
Es ist schon interessant, über welches Insiderwissen sie verfügen. Im Rückschluss auf ihre Informationen gehe ich davon aus, dass sie im Rathaus arbeiten, weil sie ja das mit dem Wegwerfen und Schreddern wissen und dass sie ebenso Vorstandsmitglied der GROKAGE sind, da sie von einer Spendenbescheinigung der GROKAGE an OB Doll wissen.
Aber so eine Person, die im Rathaus arbeitet und führend bei der Großen Karnevalsgeselschaft 1879 Bruchsal e.V. tätig ist gibt es nicht. Insofern ist also ihr Geschreibsel Kokolores und würde, da unter der Gürtellinie, nicht mal als Büttenbeitrag bei einer Kindersitzung akzeptiert werden.
Im übrigen ist das Thema zu Ernst, um auf diese Weise diskutiert zu werden.
Brusl Ahoi
Michael Vettermann
Präsidiumsmitglied
GROKAGE 1879
Karl-May-Festspiele
Zu Anfang der 70er Jahre waren die Karl-May-Festspiele durchaus ein Diskussionspunkt in Bruchsal. Selbst die GROKAGE widmete ihren Jahresorden 1972, der ja immer auf aktuelle Geschehnisse der Stadt eingeht, diesem Thema, siehe:
http://www.bruchsal.org/image/grokage-orden-1972
also insofern lieber Rainer nicht nur die Idee eines Einzelnen.
Steinbruchs-Geschichte(n)
Zunächst mal etwas Geschichte: In diesem Steinbruch liegt oder lag nicht nur die "schöne" Psycha-Mauer an der Seilersbahn sondern auch die alte Schönbornstraße und die Heidelberger Straße - nämlich deren Pflaster- und Randsteine.
Übrigens dorthin gekippt mit Zustimmung der Stadtverwaltung.
Daraus bedienten sich dann Gartengestalter und Häuslesbauer; eine Menge der Psycha-Bruchsteine ist übrigens, für Sachkundige gut erkennbar, damals auf Grundstücken im Neubeugebiet Scheelkopf gelandet (passte zeitlich gerade sehr gut).
Mir hat das Gelände als Junge vor seiner Verfüllung noch viel besser gefallen - vorbei...
Wenn Waldemar Zimmermann alle Brusler Steinbrüche aufsuchen will, dann viel Vergnügen. Er wird manch Interssantes finden - zum Beispiel verrostete Autokarosserien und mit irgendeiner Brühe gefüllte Metallbecken im Steinbruch auf der Spiegelplatte (das Tor ist nur angelehnt).
Falls doch verschlossen: Vom Weiherberg aus kommt man bequem hinein - dort, wo ein Angrenzer immer seinen Rasenschnitt und andere Gartenabfälle über die Kante wirft...
In diesem Steinbruch tobt oder tobte sich nach dem Abzug der Landesfeuerwehrschule ab und zu die Landespolizei bei irgendwelchen obskuren Feuerlöschübungen aus - warum die nicht auf das Gelände der Feuerwehrschule gehen, bleibt ein Rätsel.
Übrigens gab es früher mal das Gerücht, in einem der Steinbrüche an der verlängerten Bergstraße seien früher zum Tode verurteilte Wehrmachtssoldaten erschossen worden - was ist da dran? Nichts? Nachkriegs-Schauermärchen oder...?
Kein Schauermärchen. Es gab
Kein Schauermärchen. Es gab am 20. März 1945 einen Hinrichtungstermin in einem der Steinbrüche. Bei diesem Termin wurden mindestens neun Männer erschossen, verurteilt von Sondergerichten. Ob darüber hinaus auch Wehrmachtssträflinge erschossen wurden, ist bisher nicht belegbar.
Steinbruchsgeschichten
Die Ausführungen zum Steinbruch "Spiegelplatte" oberhalb des Weiherbergs kann ich nur bestätigen. Kenne beide Zugänge, habe die Bilder schon im "Kasten", Bericht folgt demnächst.
Hinrichtungen im Steinbruch
Also doch.
Und da hat man später möglicherweise Abraum hineingeschüttet.
Auch eine Form des Gedenkens - nach Brusler Art...
Aber das waren ja wohl eh "nur" Vaterlandsverräter.
Hat man eigentlich mal das Sterbebuch des Jahres 1945 im Standesamt Bruchsal diesbezüglich durchgesehen?
Hinrichtungen
Bei dem Hinrichtungsort Steinbruch kann es sich nur um den von mir erwähnten Steinbruch "Pfaffenlochhohle" oder um den benachbarten, weitaus kleineren Steinbruch (100m Luftlinie entfernt) gehandelt haben, da nur diese beiden für solche "Zwecke" als abgelegen genug gelten können. Ich mutmaße aber, es war der von mir besuchte, größere Steinbruch, da nur dieser Raum für eine aus Filmen bekannte Hinrichtungsszenerie bietet. So makaber das klingt, die Deliquenten können nicht, wegen Querschlägergefahr, gegen eine Felswand gestellt werden. Als Hintergrund "eignet" sich ein Lößhang, der genügend Abstand zum Erschießungskommando bietet, was in dem kleineren, sehr engen Parallelsteinbruch nicht gegeben ist (außer man tötet, wie es die Nazis auch gemacht haben, durch Genickschuß). Außerdem fanden wir als Kinder in dem besagten Steinbruch einen Wehrmachtshelm, ein Koppelschloß und ein Bajonett. Auch deuten die geschilderten "Höhlen" auf Wehrmachtsstellungen hin, so daß alles auf den ehemaligen "Steiner-Steinbruch" hinweist - und der wurde tatsächlich mit Schutt aufgefüllt und die Höhlen ("Wehrmachtsstellungen"?) wurden beseitigt. Bis ich genau weiß, wo was passiert ist, ist mir vorläufig mal die Lust an dortigen Spaziergängen vergangen. Danke Rainer für die Aufklärung.
Ja, Michael, Du hast Recht,
Ja, Michael, Du hast Recht, aber nur teilweise, soweit ich mich erinnere. Habe jetzt mein Hirn zermartet und folgendes hervorgekramt: die Idee stammte wirklich nur von dem BLB-Schauspieler Hheinemann, der allerdings heftige unterstützung von der Werbegemeinschaft (damaliger Vorsitzender: Orlob) bekam. Erster Standort war ein Steinbruch beim Naturfreundehaus, der wurde wegen Verkehrsproblemen schnell verworfen, dann kam der Steinbruch bei der alten Tabakfabrik Steiner dran. Aber: große Gegenliebe hat das Projekt damals nicht gefunden und wurde nach einem heftigen Presse-Sommertheater schnell beerdigt. Grund genug für einen Faschingsorden.
In diesem Zusammenhang: Es gibt auch einen Faschingsorden zum Schlachthof mit der Widmung (ob Doll in den Mund gelegt): "Zu Dir fälllt mir a noch was ei". Was damals den Herren eingefallen ist, kann heute besichtigt werden. ein Musterbeispiel für ein Stadtteilzentrum. Geplant gegen alle damaligen Widerstände von SEPA und Udo Schäfer. Darf ich einmal einen Fachingsorden konzipieren????
Immerhin hat die GroKaGe
Immerhin hat die GroKaGe schon die letzten 2 Jahresorden Herrn Doll und seinen "Ideen" gewidmet... ich bin sicher, in der Historie finden sich noch ein paar
http://grokage.kdw-tooltech.de/pages/aktuell/jahresorden.php
Leider habe ich den vom Schlachthof noch nicht auf der Seite. Ich bin sicher, Michael kann diesen nachreichen.
Auch das KBF war da fleißig
http://www.kbf-bruchsal.de/pages/orden-und-ehrungen/jahresorden.php
Der Narrenrat hat sogar beim letzten Rathaussturm eine Limousine plus Polizeieskorte für den Abgang bereit gestellt...
Trotz jährliches Vertreibens aus dem Rathaus, hat ihn doch immer wieder Jemand ins Rathaus gelassen... seiner Nachfolgerin hingegen hat er den Einzug recht erfolgreich verwehrt... zumindest vorerst...
http://www.bruchsal.org/story/zwischenspiel-im-dragonerexil
Um es auf "Büttenart" zu sagen:
"Was nutzt des Narren Warnung wohl... wenn man ins Rathaus lässt den Doll"
Ja Rainer, der Schlachthof Orden
Ja Rainer, 1992/93 war bei der GROKAGE der Schlachthof dran.... ob die gewußt haben, dass du kommst?
Aus aktuellem Anlass (Rathaussturm, mit dem Motto "Zwischenspiel im Dragonerexil" auch noch der Dragoner-Kasernenorden von 96/97
http://www.bruchsal.org/image/grokage-orden-9293-und-9697
Auf Wunsch kann ich noch weitere liefern :-)
Steinbruch der Erschießungen
Steinbruch mit Zugang in der Pfaffenlochhohle.
Karl_May-Festspiele wollte dort anno 1970 schon der BLB – Schauspieler Heinemann installieren. Er suchte Unterstützung auch bei der jungen Koralle, welche diese nicht leisten konnte. Es kam aber unter Heinemanns Regie zum ersten, gleich sehr erfolgreichen Freilichtspiel am Belvedere mit Shakespeares „Zwei Herren aus Verona“.
1970 war der Steinbruch eine echt urige Kulisse für das Vorhaben und stand nicht unter Schutz (, der etwa das Anleinen von Hunden beim Betreten zur Pflicht macht.) Er hatte doppelt so hohe Steilwände, einen schluchtartigen Zugang zum großen Kessel und darin an der tiefsten Stelle sogar die durch den Ausbruch gechaffenen Vertiefung für einen kleinen „Silbersee“. Das Szenario war hervorragend. Aber Heinemanns Idee fand keine Förderer.
Heute ist das alles obsolet.
In diesem Steinbruch fanden keine Hinrichtungen statt.
Steinbruch der Erschießungen
Ort der standrechtlichen Erschießung fahnenflüchtiger Wehrmachtssoldaten war der längst verfüllte Steinbruch gegenüber dem Fanfarenheim (heute Gelände des Obst- und Gartenbauvereins). Augenzeugen berichteten, dass kurz vor Kriegsende ein Erschießungskommando mit Delinquenten, gefolgt von einem Pferdefuhrwerk mit Särgen die Württemberger Straße hinaus fuhr. Das gräßliche Schauspiel sollte zur Abschreckung der Bevölkerung dienen, deutschen Soldaten keinen Unterschlupf zu gewähren, welche den „Endsieg“ nicht mehr mitmachen wollten. Die Männer wurden standrechtlich in dem damals recht großen Steinbruch mit hoher Felswand nach Osten erschossen. Mehr war nicht zu erfahren. Anwohner der Württemberger Straße konnten allerdings nur den schaurigen Zug wahrnehmen. Hinter Gardinen bei geschlossenen Fenstern. Kolportiert wurde, dass bei den Todeskandidaten auch ein in der Württemberger Straße wohnhafter Mann gewesen sei, der von liebe Nachbarn „verpfiffen“ worden war.
Für die Bruchsaler war das „Loch“ Jahrzehnte lang kostenlose Müllkippe, einfach für alles.
Vom Feldweg, der in den Wald hoch führt, konnte man bequem allen Müll und Schutt hinunter kippen. Sicherlich eine unserer besten, unerforschten Altlasten, die allerdings - im Auftrag der Stadtverwaltung - dick mit „neutralem“ Abdeckmaterial eingeebnet ist.
Stefan Schuhmacher
Steinbruch der Erschießungen
O.K. - jetzt kann ich ja wieder beruhigt im "Steinersteinbruch" (übrigens mit angeleintem Hund) spazieren gehen, nun, da das Rätselraten ein Ende hat. Hätte nicht gedacht, daß es dieser Steinbruch am Münzesheimer Weg war, den ich vor seiner Verfüllung auch noch kannte. Wer weiß, weshalb man ihn verfüllt hat! Vielleicht nicht nur wegen des Mülls, mit dem er voll war. So liegt "gnädig" eine Decke des Vergessens über diesem unheilvollen Ort, der einst einer der schönsten Steinbrüche in der Gegend war.
Ort des Vergessens
Der Steinbruch ist spannender als die Besucher kundgetan haben. Dort liegen eine Menge schöner Steine. Rätselfrage: Wo kommen die Steiner her? Warum liegen diese dort? Und, Schlußfrage, so müssten diese besser sein (ich meine: nicht liegen). ????
Ort des Vergessens
Der Steinbruch ist spannender als die Besucher kundgetan haben. Dort liegen eine Menge schöner Steine. Rätselfrage: Wo kommen die Steiner her? Warum liegen diese dort? Und, Schlußfrage, so müssten diese besser sein (ich meine: nicht liegen). ????
Steine im Steinbruch
Woher die Steine stammen?
Siehe oben - mein Beitrag vom 30.01.2010, 12.18 Uhr
Materialbörse
Ist das Thema doch noch nicht durch. Dann kann ich ja noch auf andere "richtige" Städte hinweisen, die schon seit Jahrzenten wiederverwertbares Abbruchmaterial:
Steine, Pflaster, Ziegel, Metallteile, Holzbalken und -teile, Fenster, Türen
auf dem Bauhof sammeln und weiterverwerten. Damit kann sogar noch etwas verdient werden. Zu spät ist es noch nicht: es soll dörfliche Stadtteile geben mit noch nennenswerter historischer Altbausubstanz, wo sowas gebraucht würde.
Eduard Holoch
Steinbruch, Psycha und Synagoge
Irgendwie gefällt mir das zu gut -
die Hinrichtungsstätte wird mit Müll aufgefüllt,
auf dem Synagogengelände baut man ein Feuerwehrhaus (ein Schelm, der angesichts der Rolle, die manche Feuerwehren in der Reichskristallnacht gespielt haben, hier Böses denkt...),
die Mauersteine der Psycha (zuletzt Militärgefängnis und ebenfalls Hinrichtungsstätte) landen im Steinbruch...
das passt so herrlich,
besser hätte sich das nicht mal Dürrenmatt ausdenken können...
Welch ein Stoff, Rainer Kaufmann!