Richtfest beim Heisenberg-Gymnasium Bruchsal

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Guter Baustein für Bildungslandschaft Bruchsal
Dienstag, 24. November 2009 - 10:08
Heisenberg Gymnasium Richtfest

Foto: mcs

Bruchsal (mcs) „Zwar ist auf dem Gebäude kein Dach zu sehn,/ die Schule, die wird trotzdem schön", reimten die Zimmerleute und tranken beim Richtfest für das Heisenberg-Gymnasium Bruchsal „nach alter Handwerkssitte/ „oben, neben des Hauses Mitte" auf die Gesundheit der Bauherren einige Gläser Wein leer.

Erst danach durften die Bauherren, rund 200 Schüler samt zahlreich anwesenden Eltern, Großeltern, Freunden, Kollegium und Ehrengästen das Gebäude betreten. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick nannte die Schule „einen guten Baustein für die Bildungslandschaft der Stadt". Sie zeigte sich beeindruckt vom Tempo beim Vorankommen der Arbeiten. Da sie den städtischen Schulen sehr nahe stehe, wünschte sie dem privaten Heisenberg-Gymnasium eine weiterhin „gute Symbiose" mit den Schulen in Bruchsal und hob hervor, dass die beiden Klassenzüge - also schließlich insgesamt 16 Klassen - den Belegungsdruck in den anderen Bruchsaler Gymnasien reduzieren.

Bei einer Präsentation ließ Anton Schneider, der Leiter der Bruchsaler Dependance des HGB, die Zeit seit der Grundsteinlegung am 7. Juli 2009 kurz Revue passieren und dankte den Baufirmen und der Stadtverwaltung für die bisherige gute Zusammenarbeit. Der beauftragte Architekt Prof. Frank Haussmann stellte sein architektonisches Raumkonzept vor und erklärte es am Beispiel der Baupläne: Im Erdgeschoss des östlich gelegenen Schulflügels werden die Fachräume für Naturwissenschaften untergebracht, das erste OG ist für die Klassenräume der Unter- und Mittelstufe vorgesehen. Ein zentraler Teil mit Mensa und Aula verbindet den östlichen mit dem westlichen Trakt. Darin werden - etwas abgeschottet von den „Kleinen" - die Kursstufenklassen untergebracht.

Heisenberg Gymnasium Führung

Foto: mcs

Bei den anschließenden Führungen durch den Rohbau erklärte Eckart Wäldin, der Leiter des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe, zu dem außer der Schule in Bruchsal auch eine Niederlassung in Ettlingen gehört, die „geniale Idee" des Architekten: Während in den üblichen Schulbauten 60 Prozent der Fläche für den Lernbereich und 40 Prozent für Flure vorgesehen sind, konnte beim Bruchsaler Gebäude das Verhältnis auf etwa 80 zu 20 Prozent verändert werden. Das war möglich, weil Prof. Haussmann statt eines langen Flurs in der Mitte des Gebäudes für jeweils vier Klassen einen zentralen Bereich vorgesehen hat, zu dem ein eigenes Treppenhaus gehört. Dadurch wurde nicht nur das Thema der Fluchtwege optimal gelöst, sondern es ist nun auch möglich, einen Teil der Lauffläche als Lernfläche zu nutzen.

Gemäß den Schulrichtlinien beträgt die Fläche eines Klassenraumes 65 Quadratmeter und der Aufenthaltsraum für Lehrer ist so angelegt, dass im Endausbau 40 Lehrkräfte gut Platz darin finden. Das Schulkonzept sieht vor, dass das Essen auch in Zukunft von einem Caterer geliefert wird, deswegen gehört keine eigene Küche zum Gebäude sondern nur ein Bereich zur Ausgabe der Speisen.

Ein großzügig angelegter Musiksaal mit viel Platz für Musikinstrumente und eine Bibliothek mit großen Fenstern runden das Raumangebot der neuen Bruchsaler Schule ab. Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan, so dass man davon ausgehen kann, dass die Heisenberg-Schüler das kommende Schuljahr im neuen Gebäude beginnen können.

 

Bilder:

Bei herrlichem Herbstwetter feierten rund 200 Schüler samt Eltern und Ehrengästen das Richtfest für die neue Schule.

Es gab zahlreiche Führungen durch den Rohbau. Unser Bild zeigt Eckart Wäldin, den Leiter des Heisenberg-Gymnasiums (2.v.l.) Karlsruhe, der der Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und interessierten Eltern sowohl das pädagogische Konzept als auch Besonderheiten des Gebäudes erklärte.

Fotos: mcs

 

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