Professionelle Indoor-Aufzuchtanlage für Marihuana beschlagnahmt
Karlsruhe. Rund 210 Gramm Marihuana, 80 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien, 1000 Hanfsamen und zahlreiche Waffen stellte das Drogende-zernat der Karlsruher Kriminalpolizei bei einer am Mittwoch durchgeführten Woh-nungsdurchsuchung sicher.
Die Ermittlungen führten die Drogenfahnder zu einer Wohnung im Karlsruher Stadtteil Oberreut. Aufgrund der konkreten Verdachtslage ordnete auf Antrag der Karlsruher Staatsanwaltschaft das Amtsgericht Karlsruhe die Durchsuchung an.
Wie sich dabei herausstellte, hatte der bereits wegen Drogenhandel verurteilte 36-jährige Wohnungsinhaber mit seiner 34-jährigen Partnerin in einem Zimmer mittels Trockenbauwänden einen neuen Raum zum Betrieb der Plantage abgeteilt. Dieser war auf den ersten Blick nicht erkennbar und nur durch eine kleinere Luke von der Rückseite her begehbar. Zur Aufzucht der Pflanzen waren professionelle UV-Lampen sowie eine Be- und Entlüftung installiert. Ein Kleiderschrank diente zur Trocknung der geernteten Pflanzen und zur Aufbewahrung verschiedener Waffen, darunter ein Schreckschussrevolver mit Munition, Wurfsterne, Wurfmesser, zwei Samuraischwerter und eine Machete.
In der Wohnung befand sich außerdem die gemeinsame sechsjährige Tochter, die in die Obhut des Jugendamtes gegeben wurde.
Während die bereits ebenfalls wegen Drogendelikten in Erscheinung getretene 34-Jährige nach der vorläufigen Festnahme wieder auf freien Fuß kam, wird ihr Verlobter noch am Donnerstag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.
Bereits im März und April dieses Jahres waren die Staatsanwaltschaft und Polizei bei ihren Ermittlungen auf insgesamt drei professionell betriebene Indoor-Plantagen in Karlsruhe gestoßen, darunter die landesweit bislang größte Zuchtanlage im Keller eines Supermarktes in Karlsruhe-Grötzingen am 20. April.
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Kommentare
Was ein toller "Erfolg" der
Was ein toller "Erfolg" der Kriminalpolizei! Jetzt muss ein armes Kind über Weihnachten auf seine Eltern verzichten, und das nur, weil die ein paar harmlose Pflanzen angebaut haben, ohne dass dadurch irgendjemandem irgendein Schaden zugefügt wurde. Da können die Herren und Damen Beamten ja mal so richtig stolz auf sich sein.
http://www.zeit.de/2009/43/op-ed-Gray Gebt endlich die Drogen frei!
Seltsame Einstellung. Schade
Seltsame Einstellung.
Schade für das Kind, das unter den Handlungen seiner Eltern leiden muss.
Selbst wenn ich die Drogen ignoriere...
Tatsachenverdrehung
Das arme Kind leidet nicht unter "den Handlungen der Eltern", sondern unter den Handlungen der Behörden! Erstere haben niemandem etwas zuleide getan, letztere dagegen schon. Und wenn Sie den von mir verlinkten Artikel gelesen hätten, wüssten Sie jetzt auch, dass das "dank" der verkorksten und unmenschlichen Prohibitionspolitik der traurige Regelfall und nicht die Ausnahme ist.
Zaubersteuer
Zaubersteuer
hilft dem Kind zwar auch nicht mehr, finde ich aber einen netten Gedankengang welchen da der Herr Götz Widmann besingt.
http://www.youtube.com/watch?v=BYaObBQTkpk
Deutschland ist halt noch nicht so weit.
Man kann mit Verboten und Gesetzten nicht alles regulieren, schon gar nicht wenn die Gesellschaft und die Politiker keine Vorbilder mehr darstellen. Zivilcourage ist doch zum Fremdwort mutiert, oder spricht heutzutage noch jemand einen 13 jährigen an, wenn er eine Zigarette raucht?
Am besten setzt man als nächstes die Alkoholkonsumgrenze auf 25 Jahre, dann haben wir in den nächsten Jahren noch mehr besoffene Kinder.
Glückwunsch
Tatsachenverdrehung?
Tatsache ist: In Deutschland ist der Anbau verboten!
Tatsache ist: In Deutschland sind diese Waffen verboten!
Es ist vollkommen egal, was irgendwo Anders steht und was Andere für abweichende Ansichten haben. Alleine die Tatsache, das man es "verstecken" musste, beweist, das man sich dessen sehr wohl bewusst war.
Demnach sind also die Behörden, in diesem Fall die ausführenden Organe dafür verantwortlich, das die Eltern meinen Gesetze einfach ignorieren zu dürfen, weil sie diese, warum auch immer, nicht gut oder falsch finden?
Ich finde viele Stellen an denen Parkverbot herrscht auch "falsch"... darf ich es deswegen Straflos ignorieren?
Sorry, man hat bewust gegen ein Gesetz verstossen. Darunter leidet jetzt das Kind... aber bestimmt nicht wegen der "Behörden".
Sollte Jemandem die in Deutschland geltende Gesetzgebung nicht zusagen, so kann er sich gerne darum bemühen, das diese geändert werden oder sich den Ort suchen, an dem die Gesetze mehr seinen Vorstellungen entsprechen. Gesetze wurden für alle geschaffen, nicht nur für diejenigen, die sich daran halten.
Man kann mit Gesetzen nicht alles regulieren... aber man kann sich auch nicht einfach die raussuchen, die einem grade genehm sind.
Tatsache ist: In Deutschland
Im Iran (und nicht nur dort) ist es verboten, homosexuelle sowie außereheliche Beziehungen zu unterhalten. Mit dieser Begründung wurden in den letzten Jahren mehrere hundert Menschen, darunter zahllose Kinder und Jugendliche, auf barbarische Art und Weise hingerichtet. Details und Links erspare ich Ihnen und der restlichen Leserschaft an dieser Stelle, wer sich darüber informieren möchte wird in Google oder Bing aber schnell fündig.
Übertrage ich die von Ihnen geäußerte Ansicht auf den Iran, so darf man dies also weder kritisieren noch denen, die sich an solchen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligen, irgendeinen Vorwurf machen. Sehen Sie das wirklich so?
Wenn Sie dort parken, bekommen Sie ein Verwarnungsgeld in Höhe von maximal 30 Euro. Aber Sie müssen nicht in den Knast und bekommen auch nicht die Kinder weggenommen. Selbst dann nicht, wenn Sie mit ihrer Parkerei jemand anderen behindern oder stören.
Wer dagegen ein paar harmlose Pflanzen anbaut, der behindert oder stört überhaupt niemanden, geschweige denn dass irgendjemand dadurch geschädigt wird. Das ist also -wenn überhaupt- höchstens so schlimm wie falschparken; die beschriebene Reaktion des Staates darauf ist aber dermaßen unverhältnismäßig, dass man es nur noch als offensichtliches Unrecht bezeichnen kann.
Doch, natürlich wegen der Behörden. Der Gesetzesverstoß selbst hat für das Kind doch überhaupt keine Folgen, sondern erst die völlig überzogene Reaktion des Staates.
Man kann und darf sich aber auch nicht einfach hinter Gesetzen verstecken, nur weil das gerade genehm ist.
"Geh doch nach drüben"? Fand ich, ehrlich gesagt, noch nie besonders überzeugend. Nein, wenn Unrecht hier vor unseren Augen geschieht, dann gehört es auch ebendort angeprangert. Vielleicht wird dieser anachronistische Unfug dann eines Tages auch tatsächlich mal abgeschafft. Das passiert aber ganz bestimmt nicht, wenn man alles immer nur schulterzuckend hinnimmt.
Nun, ich persönlich glaube dass viele Gesetze -einmal abgesehen von Verboten, die jedem sofort einsichtig sind: Kaum jemand bestreitet, dass z.B. Mord, Raub oder Diebstahl zu Recht verboten sind und bestraft gehören, selbst Mörder, Räuber und Diebe tun das praktisch nie- keineswegs "für alle" geschaffen worden sind, sondern vielmehr gezielt von bestimmten Interessengruppen zu deren höchst privatem Nutzen lanciert werden. Im Fall des Cannabisverbots ist übrigens recht gut dokumentiert, wer diese Interessengruppen waren und warum denen das so wichtig war. Die Lektüre dieser gut recherchierten Arbeit kann jedem nur empfohlen werden (nicht von dem kostenpflichten Download täuschen lassen, der komplette Text befindet sich direkt auf der Seite) - Sie werden danach die Drogenpolitik mit ganz anderen Augen sehen.
Vergleichen wir also ein
Vergleichen wir also ein bisschen Äpfel mit Wassermelonen, den Birnen wären zu nahe dran.
Aus diesem "Gemisch" basteln wir uns dann unsere eigene Anschauung. (Mal von allem ab, war bis vor 30 Jahren, Homosexualität in Deutschland per Gesetz auch noch "Strafbar")
Aber, vergleichen wir doch einfach mal "Extrem"...
Mit ähnlichen Argumenten, wie hier vorgetragen, rechtfertigen sich Leute die Sex mit Minderjährigen haben. "Ich habe ja nix gemacht, was die nicht auch wollten..." und "Ein Scheich in XXX hat jetzt eine 12 jähige geheiratet..."
Wenn man also lange oder intensiv genug sucht, wird man für alles ein "Rechtfertigung" finden. Ein "Vergleich" mit Hinrichtungen wegen Trunkenheit oder Drogenkonsum, wäre wenigstens noch anhähernd am Thema gewesen. (Ja, die gibt es dort auch)
Auf das Argument der Waffen, geht man vorsichtshalber erst mal gar nicht ein, obwohl "Wurfsterne" und solche Dinge doch nur eher "harmlose" Dinge sind (Vorsicht Ironie)
Selbst das einzige, mir bekannte, Land in dem der Verkauf sogenannter "weicher Drogen" gestattet ist, Holland, macht dazu recht strikte Auflagen und verbietet es, je nach Stadt sogar vollkommen. Selbst dort ist der Anbau und die Einfuhr eigendlich verboten... was bedeutet, das jeder Coffeeshop nur durch illegale Handlungen überhaupt existieren kann.
Sie sehen, auch ich "informiere" mich... aber eben aus meiner Sicht heraus.
"Noch", gilt in Deutschland der Anbau und der Konsum "weicher Drogen" als "Strafbar". Sollte sich diese Ansicht, wie bei Homosexualität, irgendwann ändern, so wird kein Kind mehr ein Weihnachten ohne seine Eltern verbingen müssen, nur weil diese der Ansicht waren, das ihre Sicht über Drogen, gefälligst die zu sein hat, die auch alle Anderen haben müßen.
Ich sehe in "Gesetzen" nichts hinter dem man sich "Versteckt", sondern für alle geltende Regeln, die ein Zusammenleben der menschlichen Gemeinschaft festlegen. Man versteckt sich hinter Vorschriften, nicht aber hinter Gesetzen. Den man kann sich nicht hinter etwas verstecken, hinter dem sich auch der Andere befinden sollte.
Das diese Gesetze, wie oben Dargestellt, nicht immer zu Realität passen mögen, darüber kann man wunderbar streiten. Erst einmal aber existieren diese Gesetze. Und... im Gegensatz zur Homosexualität, hat man in Bezug auf den Konsum und Anbau von Drogen selbst die Entscheidung.
"zahlreiche Waffen" im Kleiderschrank
Oh - da denkt man doch sofort an Revolver, Pistolen, MPs und Panzerfäuste - aber nein,
"ein Schreckschussrevolver mit Munition, Wurfsterne, Wurfmesser, zwei Samuraischwerter und eine Machete" wurden erfahndet.
Ach, wie aufregend!
Verboten sind davon besternfalls die so gefährlichen Wurfsterne...
Aber das macht sich halt so gut.
Und ist geeignet, die Waffen(rechts)diskussion weiter zu verunsachlichen.
Heißer Tipp für die Fahnder: Und das Brotmesser in der Küche? Übersehen? Und der Fleischklopfer? Und der Baseballschläger? Gar nicht zu reden von der Axt im Keller...!
Sofort zurück und sichergestellt!
Mal von allem ab, war bis vor
Das heisst also, solche Zustände finden Ihre ungeteilte Zustimmung, da ja alles nach "Recht und Gesetz" verlief?
(zitiert aus Wikipedia; wer mehr über die höchst "sympathischen" Ansichten überzeugter Rechtspositivisten lesen möchte, dem sei das Pamphlet "Das Dritte Geschlecht" eines gewissen Richard Gatzweiler, seines Zeichens Staatsjurist in Köln, ans Herz gelegt. Gewarnt sei jedoch: Weihnachtliche Gefühle vermag dieses Machwerk keineswegs zu erwecken, sondern höchstens eine gewisse Übelkeit).
Sie übersehen bei Ihrer Nebelkerze (mit Absicht?) ein kleines, aber feines Detail: Beim Kindesmissbrauch gibt es tatsächlich ein Opfer (das Kind) - beim Anbau und Konsum von Drogen dagegen nicht.
Was niemanden schädigt, kann aber von vorneherein niemals verwerflich sein, da können Sie sich rumdrücken und winden und hinter den Paragraphen verschanzen wie Sie wollen, um diese simple Tatsache werden Sie nicht herumkommen.
Lustig, dass Sie das erwähnen...
Sollten Sie tatsächlich über fundierte Erkenntnisse über die Gefährlichkeit und kriminalistische Inzidenz von Wurfsternen verfügen, so teilen Sie die doch bitte bei Gelegenheit dem BKA und dem Bundesminister des Innern mit, der wird sich sicher darüber freuen, behebt es doch ein seit 2003 bestehendes, gewisses Argumentationsproblem. Ja, es ist wirklich so: Bei der parlamentarischen Anhörung zur Änderung des Waffengesetzes 2003 wussten weder das BKA noch das BMI noch das BMJ irgendetwas zu diesem Thema zu sagen - man konnte weder auch nur ein einziges Beispiel eines mit Wurfsternen begangenen Verbrechens benennen, noch wusste man so recht zu erklären wie das Wurfsternverbot denn eigentlich in die Gesetzesvorlage geraten war. Das können Sie alles auf dip.bundestag.de nachlesen. Der Einfachheit halber hat man das Gesetz dann trotzdem einfach so beschlossen. Und seitdem gelten Wurfsterne als gefährliche Waffen, vor denen und deren Inhabern sich der gesetzesgläubige Michel zu fürchten hat...
Auch z.B. in der Schweiz und Kalifornien wird es faktisch nicht verfolgt. In Tschechien entfällt das Besitzverbot für alle Drogen zum Anfang des nächsten Jahres. Und sogar in Deutschland könnten bald "kalifornische Zustände" blühen - wenn da nicht die Peinlichkeit auf Seiten der Politik wäre, zugeben zu müssen dass die jahrzehntelange Anti-Drogen-Gehirnwäsche nichts weiter war als grober Unfug, könnte die Legalisierung schon längst viel weiter sein. Denn mit Ausnahme gewisser Bastionen der unbelehrbaren Einfalt glaubt selbst in der Politik kaum noch jemand an den Sinn der Prohibition, nur das zuzugeben trauen sich (bislang) nur wenige. Das ist aber auch ein Generationenproblem, das sich in naher Zukunft biologisch lösen wird.
Da haben Sie zwar im Grunde recht (abgesehen davon dass auch der Homosexuelle selbst entscheiden kann, ob er sich entsprechend betätigt, und nur das ist ja in der Regel verboten) - diese "Entscheidung" entspricht aber der "Freiheit", bei vorgehaltener Waffe zu wählen, ob man Geldbörse oder Leben hergibt. Diese tatsächliche Wahlfreiheit entschuldigt aber den Räuber keinesfalls, genausowenig wie das Argument man könne sich an ein unrechtes Gesetz ja auch einfach halten.
Wo bitte habe ich
Wo bitte habe ich geschrieben, das diese "Zustände" meine Zustimmung finden ...besser fanden?
Drehen sie doch bitte nicht einfach den Inhalt, nur damit er passt.
Auf die Diskussion, ob man Homosexualität einfach "lassen" kann, möchte ich mich garnicht erst einlassen. Zu weit abseits der eigentlichen Diskussion.
Einigen wir uns darauf: Sie rechtfertigen einen Gesetzesverstoß damit, das darunter das kleine Kind leidet und schieben die Schuld dafür auf alle, nur nicht auf die eigentlichen Verursacher, die in Kenntnis der Folgen so gehandelt haben. So einfach kann man es sich machen... ich war auch immer der Ansicht, das mein Lehrer an meinen Rechtschreibfehlern "schuld" ist, den der hat sie ja geradezu gesucht.
Was die Waffen betrifft: Nö, keine Kenntnisse und auch keine Waffen in meinem Haus vorhanden. Wo zu auch? Ich benötige keine. Nicht mal um sie im Schrank auf zu bewahren.
Zeigt aber die gleiche Tendenz: Man verstößt dagegen, weil man der Ansicht ist, dass das Verbot nicht richtig ist und beschwert sich dann über die Folgen, die sich daraus ergeben. So einfach kann man es sich machen.
Gegen ungerechte/falsche Gesetze kann man vorgehen... aber sie nicht erst einmal brechen um zu sagen: Ihr seid Schuld, das ich dagegen verstossen habe.
Und jetzt wünsche ich weiterhin viel Spaß dabei sich Argument so zurecht zu schustern, dass Gott und die Welt die Schuld trifft, nur nicht den armen "Verfolgten", der doch nur ein bisschen "Spaß" haben wollte, das wir ihm einfach nicht gönnen.
Wenn sie den mal meine Beiträge richtig lesen, werden sie vielleicht irgendwann dahinter kommen, das ich mich nicht an ihrer Aussage über die Unsinnigkeit des Gesetzes stoße... darüber kann man gerne unterschiedlicher Meinung sein und ich besitze zu wenig Kenntnisse um dies zu beurteilen... ich stoße mich ausschließlich an ihrer Aussage wer daran "Schuld" hat, das ein Kind unter den Folgen leidet.
Ist derjenige "Schuld", der für die Einhaltung eines Gesetzes zuständig ist oder derjenige, der gegen dieses Gesetz willentlich verstößt?
Und noch eine Satz zum Kindesmissbrauch, den sie als "Nebelkerze" darstellen... wie würden sie ihre Taktik benennen mit den Todesstrafen im Irak? Ob Sex mit einer/einem Minderjährigen "strafbar" ist oder nicht, bestimmt das Gesetz und nicht die Aussage des Minderjährigen, das er/sie es sogar wollte. Und? ... ist dieses Gesetz auch "falsch" und sollte "gebrochen" werden?
sinnlose Diskussion mit c.
Hallo Herr Nichtern,
Sie werden hier mit Argumenten nichts bewirken, denn es ist gezielte Provokation (vermutlich gegen Sie?) - jenseits aller realen und logisch nachvollziehbarer Begründungen.
Am besten, Sie sparen sich Ihre Energie für Menschen, mit denen man wirklich auf einer Ebene diskutieren kann.
reinhard spiegler
Fragwürdige Argumentationsweise
Betrachtungsweise C.:
Strafbarkeit von Drogenproduktion führt zu Elternlosigkeit
Noch mögliche Formulierung:
Kind muss Weihnachten allein verbringen, weil der Staat Drogenproduktion verbietet
Bemerken Sie den Unterschied? Er liegt nicht im Anliegen, sondern in der Argumentationsweise.
Als deren Attribut ich auch mit einem anderem, mit "f" beginnenden Wort aufwarten kann.
Hm, offenbar gelingt es mir
Hm, offenbar gelingt es mir nicht so richtig meinen Gedanken verständlich zu machen. Schade. Darum, Herrn Nichtern persönlich (oder irgendjemanden sonst) zu ärgern, lieber Herr Spiegler, geht es mir jedenfalls nicht! Was hätte ich auch davon...
Ein letzter Versuch, das ganze noch mal anders zu formulieren, vielleicht kommt dann rüber was ich eigentlich aussagen will:
Da sind also zwei Leute, die haben ein Kind. Und pflanzen sich, sei es zum Eigenverbrauch oder um sich ein paar Groschen dazuzuverdienen, in einem Hinterzimmer ein paar Hanfstauden an. Harmloses Grünzeug, das niemandem etwas zuleide tut. Mehr nicht.
An anderer Stelle in dieser schönen Internetzeitung liest man weitaus Schlimmeres: Da wurde massenhaft bei Firmen eingebrochen, Rentner mit fragwürdigen Methoden um Geld geprellt, eine Bank überfallen, ein Handy geraubt und vor nicht ganz einem Monat sogar jemand übelst zusammengeschlagen. Alles das Fälle, bei denen der oder die Täter unzweifelhaft andere Menschen, zum Teil sogar schwer, geschädigt haben. Ganz im Gegensatz zu unserem Pärchen aus dem ersten Absatz. Da kann man nämlich nach einem Opfer suchen, bis man schwarz wird: Es gibt einfach keins. Nix. Null. Nada.
Jetzt kommen Staatsanwalt und Polizei auf die Bühne. Und sperren die Eltern ein, das Kind kommt ins Heim. Und das alles wegen der paar Pflanzen. Im Pressebericht wird aus der Hobbygärtnerei eine "professionelle Plantage" (was reichlich übertrieben erscheint - die professionelle Plantage in Grötzingen hatte 3500 Pflanzen auf 800 Quadratmetern, die jetztige dürfte kaum mal ein Hundertstel der Fläche haben, so groß sind schließlich die Wohnungen in Karlsruhe üblicherweise auch nicht). Und -bevor man mir wieder vorwirft ich wolle diesen Teil unterschlagen- man findet auch "zahlreiche Waffen": Nämlich eine Schreckschusspistole (völlig legal), diverse Messer (die soll es Gerüchten zufolge in vielen Haushalten geben), eine Machete (klingt gefährlich, aber nur solange man nicht weiß, was es wirklich ist: ein etwas längeres Gärtnermesser!) und zu guter Letzt: Wurfsterne(!), das letzte Überbleibsel der Eastern- und Ninjawelle der frühen 90er und wahrscheinlich längst in irgendeiner Schublade vergessen.
Wir haben also auf der einen Seite die "Ursache": Ein bisschen Grünzeug, und auf der anderen Sache die Folge: Eltern im Knast, Kind im Heim. Und da soll es nicht gestattet sein, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen? Da beantwortet wirklich der lapidare Hinweis, das wäre ja schließlich verboten und deshalb jeder, dem das passiere, selber schuld, alle Einwände und Fragen?
Es tut mir herzlich leid, aber nein, dieser Sichtweise kann ich keinesfalls folgen. Was da passiert ist, ist und bleibt in meinen Augen grobes Unrecht, und dieses Unrecht besteht keineswegs darin, ein paar Samen in die Erde zu stecken und Wasser darauf zu gießen, nein, das Unrecht besteht in der völlig überzogenen Reaktion des Staates auf diese harmlose "Verfehlung", deren maximal vorstellbarer Unrechtsgehalt sich in etwa auf einer Ebene mit dem bereits erwähnten Falschparken bewegt.
An dieser Bewertung ändert sich auch nichts, wenn man auf die bestehende Rechtslage verweist. Nur weil etwas in einem Gesetz steht, wird aus Unrecht nicht Recht - nichts anderes versuchte ich mit meinem (offenbar missglückten) Iran-Beispiel zu verdeutlichen. Nicht mit dem Ziel, zu provozieren oder zu verwirren, sondern weil in dem Beispiel (meiner Meinung nach) das Unrecht ganz offensichtlich und über jeden Zweifel erhaben zutage tritt.
Sollte ich durch unglückliche oder unnötig scharfe Formulierungen den Eindruck erweckt haben, ich würde Herrn Nichtern persönlich bezichtigen, solches zu befürworten oder dem rechtspositivistischen Ungeist auf eine Weise zu frönen, wie es beispielsweise der von mir genannte Herr Gatzweiler tat, dann tut es mir leid und ich bitte um Entschuldigung - ich wollte nur aufzeigen, wohin es führen kann, wenn man formaljuristischen Argumenten zu viel und dem Nachdenken über Recht, Unrecht und Verhältnismäßigkeit zu wenig Gewicht einräumt. Keinesfalls wollte ich Sie dagegen selbst in die entsprechende Ecke stellen, ganz im Gegenteil: Nur unter der Annahme, dass Sie dies entrüstet von sich weisen, macht das Argument überhaupt Sinn, wenn man es näher bedenkt. Das sollte also nur ein Denkanstoß sein, und es hat nicht so funktioniert wie gedacht. Wie gesagt: Sorry, war nicht böse gemeint.
Noch ein Wort zur Schuldfrage: Schuld setzt Wissen und Wollen voraus. Die beiden Cannabiszüchter sind demzufolge ohne Zweifel des - Anbaus von Hanfpflanzen schuldig. Dass sie dafür verhaftet werden, haben sie dagegen wohl weder gewusst noch gewollt, sonst hätten sie es vermutlich bleibenlassen. Wohl haben sie aber aller Wahrscheinlichkeit nach gewusst, dass diese Folge möglicherweise eintreten kann. Ihre Schuld an dieser Folge besteht also darin, das Risiko eingegangen zu sein. Dieser Vorwurf der Fahrlässigkeit kann ihnen -in Bezug auf die Folgen für das Kind- zweifellos gemacht werden.
Daraus folgt nun aber nicht, dass die beteiligten Behörden ohne jede Schuld gehandelt haben. Denn bei denen ist das Wissen und Wollen -im Gegensatz zu dem Pärchen- eindeutig zu bejahen. Damit ist die erste logische Voraussetzung erfüllt; die unmittelbar darauf anschließende Frage wäre, ob es sich dabei überhaupt um Unrecht handelt. Ich sehe das (wie bereits ausgeführt) so. Man kann das auch anders sehen - aber dann muss man auch ganz eindeutig sagen, dass es richtig ist, Eltern wegen dem Anbau von Cannabis ungeachtet der Folgen für die Kinder über Weihnachten ins Gefängnis zu werfen.
Hält man diese Reaktion dagegen für falsch oder überzogen, kann man sehr wohl die Schuldfrage stellen, und zwar auch dann, wenn die Gesetzeslage entsprechend ist - dass ein Gesetz oder ein Befehl nicht in jedem Fall von persönlicher Schuld befreit, wurde z.B. anhand von Mauerschützen oder NS-Verbrechen von vielen klugen Köpfen ausführlich erörtert, und nur wenige Stimmen verneinen dabei die persönliche Schuld generell. Tatsächlich bewundern und verehren wir völlig zu Recht heutzutage diejenigen, die sich verbrecherischen Befehlen entgegengestellt haben, oft unter hohem persönlichen Risiko.
Natürlich kann man das Ausmaß und den Unrechtsgehalt von DDR- und Naziverbrechen nicht mit dem vorliegenden Fall gleichsetzen, und nichts liegt mir ferner als erstere zu relativieren oder den heutigen Strafverfolgern ein auch nur annähernd vergleichbare Schuld zu unterstellen.
Aber das ist, wenn man es genau nimmt, eine Frage der Dimension der Schuld, nicht eine Frage, ob überhaupt schuldhaftes Handeln vorliegt: Auch ein Kaugummidiebstahl hat ein viel geringeren Unrechtsgehalt als ein Banküberfall, trotzdem kann man nicht sagen, das eine wäre richtig und das andere falsch - beides ist falsch, trotz der unbestritten völlig unterschiedlichen Dimension.
Was ich mir wünschen würde: Wenn auch und gerade bei behördlichem Handeln die Beteiligten öfter mal in sich hineinhören und überlegen, ob man sich mit den Folgen der eigenen Aktivität so richtig wohlfühlen kann. Und wenn man in der Gesamtschau bei sorgfältiger Wägung von Anlass und Konsequenz dann doch gewisse Bauchschmerzen bekommt, wenn also das Gewissen drückt, sollte man dies keinesfalls mit dem Verweis auf Gesetze und Vorschriften einfach so wegwischen, sondern vielmehr versuchen menschlich zu handeln, und nicht wie ein gewissenloser Bürokrat. Ich behaupte mal bewusst ganz provokativ, und nein, Glühwein hatte ich um diese Zeit noch keinen :), dass man damit einiges an Problemen lösen oder zumindest auf ein wesentlich erträglicheres Maß herunterskalieren könnte. Wäre das nicht ein Gedanke, den es sich gerade zur Weihnachtszeit mal lohnt, zu denken?
Auf dieser Basis, kann man
Auf dieser Basis, kann man eine Diskussion erheblich besser führen...
Ob "professionelle Plantage" nun übertrieben scheint oder nicht... ich war nicht dort, ich kann es nicht beurteilen. Selbst wenn ich dort gewesen wäre, bin ich dafür nicht Fachmann genug...
Das "Wissen" was passiert, setze ich bei Jemandem der, wie im Artikel erwähnt, bereits einmal rechtskräftig wegen Drogenhandel vorbestraft ist, auch mal voraus... ich denke, das eine erste Verurteilung ausreichen sollte um die Augen über das eigene Verhalten zu öffnen. Also hat man um das Wissen der zu erwartenden Konsequenzen gehandelt. Dabei billigend in kauf genommen, dass das Kind eben dies Ausbaden muss. Das Einzige was man wohl nicht wissen konnte, das dies ausgerechnet um Weihnachten sein würde.
Außerdem: Wenn ein Täter immer davon ausgehen würde, das er "erwischt" wird, würden wohl 95% aller Straftaten nicht begangen.
Wenn ich also überhaupt "Schuld" bei Jemandem sehe die nicht von den Eltern ausgeht, vorausgesetzt ihre Argumente gegen dieses Gesetz sind korrekt, dann beim Gesetzgeber, nicht bei den Behörden.
Kann der eigene Rausch oder die, wie sie es ausdrücken, "paar Groschen" es Wert sein? Für sich selbst mögen die Eltern diese Entscheidung getroffen haben.
Die Behörde hat keinen keinen "Spielraum". Ihr wird durch das Gesetz vorgeschrieben, wie sie zu handeln hat. Was bei "Spielräumen" rauskommt, kann man oft genug nachlesen, wenn mal wieder ein Kind von den Eltern getötet oder über Jahre hinweg misshandelt wurde.
Was ich allerdings auch nicht beurteilen kann: Ob die Elter überhaupt noch in Haft sind... Fluchtgefahr? Verdunklungsgefahr? Was sonst würde ein Untersuchungshaft und was anderes kann es JETZT nicht nicht sein, rechtfertigen?
Verhältnismäßigkeit
Zum Thema Verhältnismäßigkeit, um die es in diesem thread wohl nicht zuletzt geht, habe ich heute bei Twitter zufällig folgenden Artikel gefunden:
Was mit Polizei und Bürgerrechten
Schaut euch mal hier um!
http://www.cilip.de/