Otto-Oppenheimer-Platz

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Donnerstag, 21. April 2011 - 8:46
GroKaGe

Als beteiligter Bürger, der den Vorschlag Umbenennung des Holzmarkts in Otto Oppenheimer Platz ins Spiel brachte und als Präsident der Großen Karnevalsgesellschaft 1879 Bruchsal möchte ich folgende Stellungnahme abgeben:

Es ist vollbracht und ich bin stolz auf den Gemeinderat, die Oberbürgermeisterin und meine Heimatstadt Bruchsal.

Der verdiente Sohn Bruchsals, Otto Oppenheimer, hat eine überfällige Würdigung erfahren. Letztendlich war wichtig, dass diese Würdigung kommt und es war mir als geschichtsbewußtem Bürger Bruchsals und Vertreter der Fasnacht zweitrangig, an welchem Platz sie erfolgt.

Unser Alternativvorschlag, den Holzmarkt in Otto Oppenheimer Platz umzubenennen hat eine große Mehrheit erhalten. Dafür danke ich den Fraktionen der CDU und der Freien Wähler.

Genaus wichtig aber ist auch, dass alle Gemeinderatsfraktionen einen Otto Oppenheimer Platz wollten. Dafür spreche ich meinen Respekt an die SPD, die Grünen und die FDP aus.

Das war ein guter Tag für Bruchsal, wenn man bedenkt, dass die Platzbenennung auch schon in der überregionalen jüdischen Presse Wellen geschlagen hatte.

Jetzt gilt es, den Otto Oppenheimer Platz mit Leben zu erfüllen. Dafür sind wir Fasnachter, zusammen mit der Verwaltung, gerne bereit und freuen uns schon auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Michael Vettermann

Präsident der GroKaGe Bruchsal

http://grokage-bruchsal.de/

 

ps: Nur zur Erinnerung: Otto Oppenheimer, ein Freund Ferdinand Kellers, war auch im Sommertagszugkomitee aktiv und die Zugstrecke des Sommertagszugs streift den Otto Oppenheimer Platz.

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Kommentare

warum überhaupt einen Alternativvorschlag?

Das Otto Oppenheimer- oder genauer die Oppenheimer Familie gewürdigt wird ist gut und richtig.

Für mich stellt sich aber immer noch die Frage, warum überhaupt ein Alternativvorschlag kommen sollte? Es gab in Bruchsal einen neuen Platz ohne Namen- jetzt hat der einen völlig einfallslosen Allerweltsnamen bekommen und das in bester City-Lage.

Gleichzeitig benennt man einen Platz, der bereits einen Namen hat um und nimmt alle Nachteile dazu in Kauf. Angefangen von Anschriften auf Briefpapieren über Stadtpläne und noch vieles mehr. Der Platz wird in den Köpfen noch viele Jahre als Holzmarkt leben und nicht als Otto-Oppenheimer-Platz. Womit die Würdigung der Oppenheimer Familie wohl leider auch nicht erfolgt!

Dann stellt unsere OB auch noch fest, daß die Leute Politikverdrossen sind- ach welch Wunder, wenn wieder einmal mehr die "Bürgerbeteiligung" und "Transparenz" die von ihr versprochen wurde so transparent ist, daß man sie eher als unsichtbar bezeichnen sollte!

Aber was kann einem Politiker besseres passieren als Politikverdrossene Bürger? Die halten wenigstens den Mund ("wozu solle ma' was sagen- die da owen mache doch eh' was se wolle") und stören nicht beim Regieren und Klüngeln!

Was für ein Unsinn passiert hier mal wieder?

Brückenheilige

Bei der Gelegenheit könnte man endlich den Brückenheiligen einen ordentlichen Sockel spendieren, dass sie nicht ständig von Hunden angepisste werden.
Eduard Holoch

Alternativvorschlag

Auch ich habe nichts gegen einen Otto-Oppenheimer-Platz, ganz im Gegenteil, ich begrüße es sehr, daß endlich ein Platz gefunden wurde. Was mich an der ganzen Sache stört, ist die Art und Weise, wie das geschah, da von Transparenz keine Spur. Die Öffentlichkeit weiß nicht, weshalb neben der Kirche ein Otto-Oppenheimer-Platz "nicht disponibel" war. Das hätte ich gerne gewußt, dafür muß es doch Gründe geben. Weshalb werden diese nicht offen gelegt? Ich fühle mich doch sehr an frühere Zeiten erinnert - viel geändert hat sich offensichtlich nicht. Transparenz sieht anders aus.

Sehe ich auch so...

Auch wenn dieser Kommentar nicht viel bringt - ich schließe mich Herrn Ertel vollumfänglich an.

Warum um alles in der Welt MUSS der Platz neben der Stadtkirche "Kirchplatz" oder "Marienplatz" genannt werden? Das sind im wahrsten Sinn des Wortes "Allerweltsnamen", wie sie genauso in Hintertupfingen und Bad Dingenskirchen vorkommen, in ihrer Belanglosigkeit kaum zu überbieten.

Und dafür wird jetzt der Holzmarkt umbenannt? Es ist wirklich kaum zu fassen.

Im Grunde könnte es mir egal sein, da ich keine Bruchsaler Bürgerin mehr bin. Aber auch von außen betrachtet kann man über dieses Stück Lokalpolitik nur den Kopf schütteln.

Warum Alternativen?

Zuerst möchte ich mich den Worten von Michael Verttermann anschließen und anmerken, dass ich durchaus erkennen konnte, dass sich auch über das, was ich im Rahmen meiner Beteiligung an der Platzbenennung eingebracht habe, sehr wohl Gedanken gemacht wurde.

Ich fand das, was ich in Briefen und Gesprächen zu dem Thema äußerte, in beinahe allen Aussagen, die aus den Fraktionen und der Verwaltung kamen wieder.

Da es für die Bennenung des Platzes bei Sepa verschiedene Vorschläge gab und es mir auch persönlich wichtig erschien, Otto Oppenheimer keinesfalls außen vor zu lassen, war die Alternative Holzmarkt wirklich verlockend.

Im Hinblick darauf, dass dieser Platz im Laufe der Geschichte schon des öfteren umbenannt wurde, könnte man doch auch hoffen, dass dies nun zum letzten Male der Fall ist, dieser Platz nun endgültig seinen Namensgeber gefunden hat und diesen auch behält. Wie sehr dies in der Bevölkerung wahrgenommen wird, das wird sich zeigen, wenn der Platz entsprechend gestaltet ist und mit Leben gefüllt wird.

Markus Böhmer

Vorsitzender des Narrenrat Brusl

Marco Ertel trifft ins Schwarze

Was Marco Ertel hier beschreibt, hatte ich bereits zu diesem Beitrag http://www.bruchsal.org/story/kuhhandel als Leserbrief im Kommentarfenster, ihn letztlich jedoch nicht abgesendet. Die ganze Angelegenheit ließe sich durchaus anders formulieren, wenn man historische Bezüge nicht außen vor ließe. Meine persönliche Meinung zur Art und Weise der Platzbenennungen: Frau Oberbürgermeister Petzold-Schick und die Gemeinderatsmehrheit haben sich einen tiefen Griff ins Klo erlaubt.

Das Warum wohl locker vergessen, oder?

Hallo Herr Böhmer,

leider erschliesst sich mir aus ihrem Text immer noch nicht, warum der "Kirchplatz" nicht Otto-Oppenheimer-Platz hätte heißen dürfen.

Viele Grüße,

Marco Ertel

"Disponibel"?

Entschuldigung - welche Bedeutung soll dieses Wort in diesem Zusammenhang eigentlich haben??

 

 

Das Warum ist wohl erklärt

Werter Herr Ertel,

wenn sie meinen Kommentar gelesen haben, so können sie dem entnehmen, dass eben für die Benennung des Platzes bei Sepa auch andere Bürger ein Interesse zeigten, diesen zu eben als "Marienplatz" oder "Am Königshof" oder auch als "Stiftsplatz" zu bezeichnen. In Gesprächen unter denen, die in Bruchsal eben die Familie Oppenheimer gewürdigt wissen wollten kam es im Verlaufe der Entwicklung zu der Idee, sich Alternativen zu suchen, die eben diesem Bruchsaler Bürger und seiner Familie gerecht würden.

Es kam den Beteiligten darauf an, nicht durch stures Beharren auf der eigenen Position, sondern durch kreative und aktive Vorschläge Alternativen zu benennen, und einen gangbaren Weg zu finden. Dabei kam der Holzmarkt ins Spiel und als die jüdische Gemeinde signalisierte das dieser, auch schon nach Adolf Hitler benannte Ort, aus ihrer Sicht nicht problematisch sei, wurde dies ins Gespräch gebracht und stieß auf Anerkennung und Akzeptanz.

Auch wenn alle den unbelasteten und unbenannten Platz an der Josef-Kunz-Straße gerne als Otto-Oppenheimer-Platz gesehen hätten, ist hier auf demokratischem Weg eine Entscheidung herbeigeführt worden, die von uns gerne angenommen wird.

Herzliche Grüße und ein frohes Osterfest

Markus Böhmer

 

Sehr dünn..

Hallo Herr Böhmer, das ist aber eine sehr dünne Erklärung der Vorkommnisse, "weil andere Bürger halt gerne einen anderen Namen für den nunmehrigen Kirchplatz haben wollten". Das trifft doch den Kern nicht. Tatsache ist doch, daß man auf keinen Fall neben der Kirche einen Otto-Oppenheimer-Platz haben wollte, dieser Name soll laut Oberbürgermeisterin für diesen Platz "nicht disponibel" gewesen sein. Das ist doch etwas ganz anderes. Die Frage Herrn Ertels und anderer bleibt im Raum stehen: "Warum durfte dieser Platz nicht Otto-Oppenheimer-Platz heißen?" Auf das "durfte" kommt es an.

Resolutes Beharren

Lieber Waldemar.Z,

ich würde Ihnen gerne als an den Gesprächen Beteiligter eine Antwort auf Ihre Frage geben, warum das Plätzchen bei der SEPA nicht Otto-Oppenheimer-Platz heißen durfte. Bitte stellen Sie diese Frage aber denjenigen Personen, die in der Gesprächsrunde der Stadtverwaltung mit unerbittlichem Durchsetzungswillen vehement und kompromisslos auf "Marienplatz" beharrten und nicht bereit waren, ein Jota von dem vorgefassten Standpunkt abzuweichen. Durch diese schonungslose Unerbittlichkeit wären die Gespräche fast ergebnislos gescheitert.

 

Die einen beharren auf

Die Einen beharren auf Marienplatz, die Anderen auf Otto Oppenheimer.

Jeder nimmt für sich in Anspruch "die Begründung" zu haben.

Eine Seite gibt nach und sucht eine andere Lösung. Die beharrende Seite hat nun keinen Marienplatz, die nachgebende einen Platz der dem gerecht wird, was man wollte.

Wer hat also "verloren"?

Beide Seiten oder die Starrsinnigkeit?

Warum versucht man jetzt im Nachhinein die gleiche Starrsinnigkeit an den Tag zu legen? Es wurde mit den "Bürgern" gesprochen und verhandelt... wenn auch nicht mit allen...

Und nun? Otto Oppenheimer hat die Würdigung die ihm zukommt... machen wir doch als "Befürworter" seiner Ehrung, nicht im Nachhinein das daraus, was wir zuvor Anderen angekreidet haben.

 

Starrsinnigkeit

Mein Wissendurst hat nichts mit Starrsinnigkeit zu tun. Mir es es auch recht, daß jetzt ein Platz gefunden wurde, weiß aber immer noch nicht, warum er nicht neben der Kirche liegen durfte. Immerhin weiß ich jetzt, daß es "einige Personen gab, die in der Gesprächsrunde der Stadtverwaltung mit unerbittlichem Durchsetzungswillen vehement und kompromißlos auf Marienplatz beharrten, und nicht bereit waren, nur einen Jota vom vorgefaßten Standpunkt abzuweichen. Durch diese schonungslose Unerbittlichkeit wären die Gespräche fast gescheitert." Das ist doch schon was. Diese Leute möchte ich gerne kennenlernen, sowie deren Motive. Aber ich glaube, ich kenne sie schon. Es ist einfach zum K....

Typisch Brusl

Es gab einige Bürger, die...blabla...

Das Übliche eben. Mir drängt sich auch der Eindruck auf, daß diese Personen es eben einfach nicht ertragen konnten, daß ein Platz neben einer Kirche nach einem Juden benannt wird. Alles, nur das nicht... Kirchplatz klingt auch viel besser, passt auch gut zu den örtlichen Gegebenheiten neben diesem hässlichen Konsumklotz. Nomen est Omen. Insofern kann man Herrn Oppenheimer posthum nur gratulieren, daß dieser Platz NICHT nach ihm benannt wurde, wenn auch aus zweifelhaften Gründen.

Was solls, wenns schon von den Brusler Narren abgesegnet wird will man ja nichts gesagt haben ;-)

 

 

"Bürgerbeteiligung"

Interessant wäre es auch, zu erfahren, wer nach welchen Gesichtspunkten die Teilnehmer der illustren Gesprächsrunde ausgesucht hat.
Haben da auch gewisse Kreise "unerbittlich" auf ihre Beteiligung und di Nichtbeteiligung anderer Mitbürger gedrängt?
Und - warum waren z. B. die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen nicht beteiligt?
Oder weshab fand dieses Gespräch nicht im Rahmen einer Ausschusssitzung statt?
Von einer öffentlichen Diskussion mächte ich gar nicht anfangen zu reden...

Starrsinn

Das ist ja wie bei Harry Potter. Wir reden hier von jemanden dessen Namen nicht genannt werden darf. Ich lach mich schepp. Werden wir dann exkommuniziert? Oder in die Ewige Verdammnis geschickt?

Herr Zimmermann, wenn man weiß, wer seit kurzem an diesem Plätzchen wohnt und jeden morgen einen ungetrübten Blick auf die Stadtkirche und Sepaklotz hat, weiß auch wer der Starrkopf ist, der Otto Oppenheimer nicht in seinem Blickfeld duldet. Ganz abgesehen von den Fasnachtern in der närrischen Zeit.

Aber Heute, am höchsten Feiertag der Christen, werde ich nicht der erste sein der einen Stein wirft.

Ich erinnere an das Interview mit Pfarrer Dr. Sieger hier in Bruchsal.org:

Dr. Jörg Sieger: Ich persönlich halte eine Benennung des Platzes nach Otto Oppenheimer für sehr sinnvoll. Gerade in jüdischen Kreisen wird in dieser Frage auf Bruchsal geschaut und darauf geachtet, wie man heute mit dem Thema in dieser Stadt umgeht. Christen steht es gut an, bei allen Möglichkeiten, wie man einen solchen Platz nennen könnte, hier der Ehre des jüdischen Andenkens den Vorzug vor anderen zu geben.

Der Neid auf andere Menschen Dinger, führt oftmals zu Dick- und Starrköpfigkeit.

 

Tja, nun...

muß ich wohl beim Einwohnermeldeamt recherchieren, um herauszufinden, wer an diesem Plätzchen wohnt, um den ersten Stein werfen zu können...
Es ist schon grotesk.

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Ja hört denn das Herumgeeiere

Ja hört denn das Herumgeeiere denn nie auf? Der SEPA-Platz hätte längst Otto-Oppenheimer-Platz heißen können, wenn dieses Vorhaben nicht auf den erbitterten Widerstand einer einzigen Person in der Stadt gestoßen wäre, deren Namen zu nennen, sich kaum jemand traut? Wo sind wir denn???? Und in welchem zeitalter leben wir denn????

Pfarrer Neidinger, der seinen Alterswohnsitz im Venzentius-Haus aufgeschlagen hat, wurde viel zu lange erlaubt, seine privaten Interessen als Interessen der Katholiken der Stadt auszugeben. Für seinen Widerstand gegen den Oppenheimer-Platz hatte er nämlich nach meinen Informationen kein Mandat irgendeines zuständigen Gremiums. Die Aussage von Pfarrer Sieger zeigt darüberhinaus ganz deutlich, dass es innerhalb der Katholiken in Bruchsal auch Andersgläubige gibt als den spät-barocken Kirchenherrn. Egal, wie man zur Entscheidung des Gemeinderats und dem vorausgegangenen Verfahren steht (niemand hat sich da mit Ruhm bekleckert, im Gegenteil) - aber dass das selbstherrliche Auftreten Neidingers sogar von der CDU abgestraft wurde, indem sie ihm seinen Senioren-Herzenswunsch Marienplatz nicht erfüllte, könnte einem fast mit der Genugtuung eines stadtbekannten Trachtenjankerls erfüllen. Wünschen wir dem Herrn alles Gute in seinem Ruhestand. Er aber möge uns fortan in Ruhe lassen.

Dank an R. Kernbeisser

Wenn es zutrifft, was sich in einigen Komentaren angedeutet hat und sich nun der Nebel langsam lüftet, kann man nur konstatieren: Es ist erschütternd, daß sich in Bruchsal niemand wagt, den Namen dieses "Herrn" zu nennen und daß eine ganze Stadt zu Kreuze gekrochen ist. Es ist eine Schande!

Kirchplatz mit Zusatzschild

Nachdem wir nun endlich alle wissen, wem wir das zu verdanken haben wäre es doch angebracht, das zukünftige nichtssagende "Kirchplatzschildchen" zu ergänzen mit dem Zusatz: "Bruchsal dankt Stadtpfarrer E. Neidinger für sein hartnäckiges Bemühen diesen Platz nicht einem verdienten Bruchsaler Juden zu widmen, sondern seinen unabänderlichen Willen - wenn auch mit leichter Abwandlung - durchzusetzen."
Den Juden bleibt ja nun der Holzmarkt und die Gedenktafel am Feuerwehrhaus. Dieses unwürdige Geschachere unserer mehrheitlich zustimmenden Stadträte inkl. OBin ist einfach kaum zum Aushalten und nur satirisch und sarkastisch zu ertragen. Dem Kommentar von W. Zimmermann kann man sich nur anschließen. Bürger empört Euch, weiter.

Das zweifelhafte Ende einer Provinzposse

Auch ich schließe mich Herrn Ertel an. Gut ist, daß Otto Oppenheimer eine späte Ehrung erhält. Weniger gut, daß ein Platz umbenannt werden soll, dessen Namen sich tief eingeprägt hat und der historisch gewachsen ist.

Statt dessen gibt man einem Platz, der noch keinen Namen hatte, einen Allerweltsnamen. "Kirchplatz" oder "Marienplatz" zeugen weder von Kreatvität noch von Geschichtsbewusstsein.

Wenn es in der Tat "Betonköpfe" gab, die vehement gegen einen "Otto-Oppenheimer-Platz" an dieser Stelle waren, dann muß man sich nach dem Warum fragen. Und an dieser Stelle muss auch die Frage erlaubt sein, ob hier nicht noch zumindestens ansatzseise der unselige Geist vergangener Zeiten am Wirken war.

Eindeutig enttäuschend war jedoch, daß die vor und nach der Wahl von Oberbürgermeisterin Petzold-Schick vielversprochene "Transparenz" sich wieder einmal mehr lediglich als Lippenbekenntnis entpuppte.

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