Open Government statt Mauschelei und Lobbyismus

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Mittwoch, 7. Juli 2010 - 18:19
Reichstag Transparenz

© Heike / PIXELIO

Wie hat welcher Bundestagsabgeordnete wann wo abgestimmt? Keine Ahnung? Bittesehr, da fangen die Probleme schon an, die Bürger und Politik immer mehr voneinander entfremden. Demokratie braucht Transparenz gegen Mauschelei und Lobbyismus, die wie Efeu an ihr nach oben klettern, sie einengen und am Ende aussaugen und erwürgen. Das Zauberwort heißt "Open Government". Das Internet macht nie gekannte Transparenz möglich und andere Länder wie Großbritannien oder die USA machen uns vor, wie es geht. So lassen sich Entscheidungen im US-Kongress auf der website OpenCongress mitverfolgen nach dem Motto "Everyone can be an insider" (Jeder kann Insider sein).

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Kommentare

Warum nicht gleich richtig machen?

Nette Idee war mein erster Gedanke nach dem Lesen des Artikels.
Aber sind wir doch mal ehrlich: Wer hat tatsächlich schon mal auf abgeordnetenwatch.de die Entscheidungen "seines" MDBs verfolgt? Oder gar (entweder davor oder danach) Kontakt mit ihm aufgenommen?
Selbst wenn man versucht hat Kontakt aufzunehmen sollte man mal überlegen, für wieviele Bundesbürger ein Abgeordneter eigentlich steht. Es sind etwa 130000! Da kann ein Abgeordneter selbst wenn er es wirklich wollte nur schwerlich mit jedem diskutieren. Auch das öffnet natürlich dem Lobbyismus Tür und Tor. Ganz davon abgesehen, daß viele der Abgeordneten ihre Probleme mit schneller, elektronischer Kommunikation haben. Allen voran der Vorsitzende der Internet Enquete Kommission, wie man hier wunderschön belegen kann.

Wr haben eben eine "Pseudomonarchie", bei der wir zwar unsere "Stammesfürsten"(aka MDB) wählen dürfen. Diese bestimmen dann ihre "Könige" (aka Fraktionsvorsitzende) und stellen dann häufig das Denken ein.

Warum es nicht mit liquid democracy versuchen?
Aber wahrscheinlich wäre das den allermeisten Bürgern viel zu viel Aufwand, sich tatsächlich um Themen zu kümmern die einen interessieren statt nur am nächsten Tag über die Entscheidung (die man in der Bild gelesen hat) zu jammern und zu schelten!

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