Der offene Brief an die Stadtverwaltung Bruchsal

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Ein Statusbericht
Freitag, 10. September 2010 - 13:42
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Auf Wunsch zahlreicher Leser von Bruchsal.org möchte ich an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen über die Entwicklungen im Anschluß an den Versand des offenen Briefes berichten. Heute, am 6. Werktag nach Versand des Briefes, gibt es noch immer keinerlei Rückäußerung der Verwaltung, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung oder ein Zwischenbescheid liegt uns vor. Schade eigentlich, finden Sie nicht?
Ich halte Sie jedenfalls weiter auf dem Laufenden.
Hier nochmal der Brief mit den an die Verwaltung gerichteten Fragen:

 

Stadt Bruchsal
z.Hd. Frau Oberbürgermeisterin Petzold-Schick
als Leiterin der Verwaltung
Campus 3
76646 Bruchsal
-per e-mail-
Bruchsal, 02/09/2010
Betreff: Offener Brief an die Stadtverwaltung Bruchsal
in den zurückliegenden Monaten wurden auf der Internetplattform www.bruchsal.org verschiedene kommunale Themen diskutiert, zu denen bis heute seitens der Verwaltung nicht ausführlich und verbindlich Stellung genommen wurde. Ich möchte daher im Namen der Herausgeber von Bruchsal.org und unseren Lesern diese noch offenen Fragen an dieser Stelle zusammenfassen und die Verwaltung bitten, abschließend hierzu zeitnah Stellung zu nehmen.
Dieses Schreiben wird nach Versand auch als Beitrag auf www.bruchsal.org veröffentlicht.

1. Was passiert mit der Ruine des Wasserwerkes in der Silberhölle? Kann es im Sinne der Verwaltung sein, dieses architektonische Kleinod aus der frühen Bruchsaler Industriegeschichte völlig verfallen zu lassen? Müssen sich hier die Bürger selbst engagieren? Ist eine Rettung überhaupt möglich? Gibt es Planungen der Stadt für diesen Bereich?

2. Werden im Sinne versprochener Transparenz in Zukunft die Gemeinderatsvorlagen für den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzungen vor den Sitzungen veröffentlicht, damit sich interessierte Bürger (Wähler der Gemeinderäte) vorab ein Bild über die Themen der entsprechenden Gemeinderatssitzungen machen können?

3. Weiterhin wurde intensiv diskutiert, ob denn die Protokolle der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates im Sinne der versprochenen Transparenz in der Bruchsaler Kommunalpolitik nicht allen Bürgern/Wählern zugänglich gemacht werden sollten. In anderen Kommunen ist eine Veröffentlichung auf den amtlichen Seiten der Stadtverwaltung seit längerem Gang und Gäbe und diese Forderung wurde auch von zahlreichen Bruchsalern unterstützt. Wird dies in Bruchsal auch geschehen und wenn ja, wann ist damit zu rechnen?

4. Die Stadt Bruchsal sperrt Brücken bzw. setzt deren Belastungsgrenzen ob (seit langem bestehender) Baufälligkeit herab, anstatt diese Brücken zu renovieren. Ebenso besteht in zahlreichen Schulen und kommunalen Kindergärten seit vielen Jahren ein Renovationsstau, an dem sich nicht wirklich etwas ändert. Statt dessen werden Mittel aufgewandt, um Feldwege mit Teerdecken zu versehen, Verkehrskreisel mit Pflanzen zu verschönern (in den Weiherbergkreisel wurden laut städtischer Pressemitteilung 100.000 EUR "verpflanzt") und beim Umbau der Fassade des ehemaligen Kaufhauses Schneider beteiligt sich die Stadt Bruchsal nun ebenfalls. In welcher Höhe ist nicht bekannt und ich denke es wäre im Sinne aller Bürger, auch hier transparenter zu agieren um deutlich zu machen, inwieweit der Bruchsaler Steuerzahler sich am Projekt Schneider/Jost beteiligt.
Dies ist umsomehr notwendig, weil andererseits geklagt wird, es sei kein Geld da...
Hier passt einiges nicht zusammen und es ist jedenfalls keine klare Haushaltsstruktur erkennbar. Wenn sparen, dann gerecht und mit der richtigen Priorisierung und da, meine ich, haben Schulen, Kindertagesstätten und Brücken Vorrang vor Pflanzaktionen und anderen in Krisenzeiten überflüssigen Maßnahmen.
Wie gedenkt die Stadt Bruchsal diesem Dilemma Herr zu werden?

5. Gibt es eine verbindliche Aussage über die angeblichen Entsorgungskosten für den Bauaushub der SEPA Baustelle? Hier kursiert mittlerweile ein Betrag von 900.000 EUR, den die Stadt an die SEPA Gruppe hat bezahlen müssen/bezahlen muss, da der Projektvertrag über das Thema Altlasten keine für die Stadt Bruchsal und somit den Steuerzahler vorteilhafte Regelung enthielt. Sollte dies zutreffen, dann wäre dies ein weiteres der zahlreichen kostspieligen Überbleibsel der Ära Bernd Doll, mit dessen Folgen die Stadt Bruchsal -wie auch in der Angelegenheit Bürgerzentrum/Bergfried Restaurant- belastet wird. Ich möchte die Verwaltung daher bitten, insoweit für Klarheit zu sorgen und die Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen. Zum einen, wie hoch die tatsächlichen Kosten der Altlastentsorgung beim SEPA Bau zu Lasten der Stadt Bruchsal waren und zum anderen, wieviel Steuergelder in die Gastronomie im Bürgerzentrum über die letzten 20+ Jahre geflossen sind. Ich meine, wir, die Bürger und Steuerzahler dieser Stadt, haben ein Recht darauf, dies zu erfahren.
Sollte hier zu Lasten des Steuerzahlers -wie in der Vergangenheit häufig geschehen- schlampig gearbeitet worden sein, dann wäre eine eventuelle juristische Verantwortlichkeit der Beteiligten jedenfalls zu prüfen.

6. Trotz offensichtlich knapper Kassen scheint die Problematik „Stadtbahneinschleifung in die Bruchsaler Innenstadt" innerhalb des Rathauses ein ernsthaftes Thema zu sein. Wenn dem so ist, dann wäre es auch hier wünschenswert und sinnvoll, den Bürgern/Wählern frühzeitig mitzuteilen, in welche Richtung hier die Planung geht und insbesondere mit welchem Kostenvolumen zu rechnen ist. Gerüchte und Meinungsmache helfen auch hier überhaupt nicht weiter, gefordert sind klare Aussagen der Verwaltung, wie es hier weitergehen soll.
Auch hier hat die Oberbürgermeisterin die Chance -anders als es ihr Vorgänger getan hat- offen und klar mit den Einwohnern und Bürgern zu kommunizieren, um am Ende eine von den Menschen getragene Lösung zu finden.

7. Wann wird endlich die Verknüpfung des kommunalen Internetauftrittes der Stadt Bruchsal mit den kommerziellen Seiten anderer Anbieter aufgehoben? Dies wurde schon vor mehr als einem halben Jahr angekündigt, passiert ist jedoch noch immer nichts.

Ich habe die Form des offenen Briefes für all diese Fragen gewählt, da die über die Plattform www.bruchsal.org und in privaten Schreiben unserer Leser an die Verwaltung gerichteten Anfragen größtenteils unbeantwortet geblieben sind.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jochen Wolf
Für www.bruchsal.org

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Kommentare

Chance vertan?

Wirklich schade, daß die Stadt bisher in keiner Weise reagiert hat - eine Eingangsbestätigung mit Hinweis auf Prüfung und umfassender Beantwortung der gestellten Fragen wäre doch das Mindeste was zu erwarten wäre. Bruchsal.org hat sich doch als kritische, aufmerksame Bürgerplattform etabliert und wird ja auch von der Pressestelle der Stadt besonders in letzter Zeit immer häufiger mit z.T. auch unbedeutenden nicht relevanten Pressemeldungen versorgt. Insofern haben wir kritischen Bürger auch das Recht hier berechtigte Fragen zu stellen und erwarten offene und ehrliche Antworten. Denn die Zeiten der Vergangenheit, wo alles schön geredet und geschrieben wurde sollten doch jetzt endlich vorbei sein. Es ist ja wirklich ungeheuerlich welche Summen in den letzten Jahren nur z.B. in der BüZ-Gastronomie fehlinvestiert wurden, das sollte doch zukünftig unbedingt vermieden werden. Hoffentlich verspielt die Stadt diese Chance des offenen Umgangs mit dem Bürger nicht.

Keine Hektik...

Was für eine Ungeduld. Da hat der Dr. Wolf ein gepfeffertes Gericht in der heißen Pfanne an Frau Stadthäuptling geschickt und sie hat noch nicht "Aua!" gebrüllt. Möglicherweise sind sie im Rathaus immer noch auf der Suche nach den Topflappen, die wohl in einem unentdeckt gebliebenen Umzugskarton dahinschlummern. Man wird die Sache dort wohl etwas abkühlen lassen. Sollte das ganze dem Gemeinderat vorgesetzt werden, wird sich sehr schnell zeigen, dass die eine Fraktion kein Fett verträgt, die andere nur Rohkost zu sich nimmt und sich die dritte nur mit Flüssignahrung per Magensonde ernährt. Die vierte isst nur salzfrei und die fünfte besteht aus Allergikern.

Stellenausschreibung SekretärIn PR?

Der geneigte aufmerksame Leser unseres Lokalblattes Nr. 1 konnte heute Morgen - bei entsprechender Aufmerksamkeit - den letzten Seiten der BNN entnehmen, dass "bei der Großen Kreisstadt Bruchsal" die - neu geschaffene? - Stelle einer Sekretärin oder eines SEKRETÄRS (man stelle sich vor!!!) zu besetzen sei.
Die/der Gesuchte werde für DIE Persönlichen Referenten der Oberbürgermeisterin "als auch" im Vertretungsfall für das Sekretariat der Oberbürgermeisterin tätig.
Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen (nicht anonymisiert?) werden erbeten...

Also werden wir auf die Beantwortung der Anfrage von Herrn Dr. Wolf bzw. bruchsal.org noch etwas warten müssen. Denn dieser Vorgang hat sicherlich Vorrang.
Übrigens - weshalb eigentlich "bei der Großen Kreisstadt" und nicht der Stadtverwaltung?

Baustellen gibt ´s jede Menge

Ein Sekretär (also eine männliche Person) muss wegen des Antidiskriminierungsgesetzes mit ausgeschrieben werden. Traurig, aber wahr.

"Baustellen" in Bruchsal gibt es gerade genug. Ich habe die Stadtverwaltung bereits auf die mehr als schlechte Anbindung der Südstadt an die Innenstadt (über ÖNV abends und an Wochenenden) und an die Autobahn angesprochen.Wenn man von der Südstadt zur Autobahn Richtung Süden will, muss man erst mal fast bist Forst fahren, obwohl die Autobahn nur einen Steinwurf entfernt liegt. Die S-Bahn-Haltestelle GBZ ist eine Unverschämtheit, sowohl von der Erreichbarkeit, als auch von der Sicherheit her!

Ich habe die Stadtverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass der Fußgängerüberweg in der Kaiserstraße am sog. "Siemens"-Kreisel lebensgefährlich ist. Kommt man aus dem Kreisel und fährt in die Kaiserstraße ein, sind Fußgänger, die über den Gehweg wollen, viel zu spät erkennbar. Das führt zu erschreckten Vollbremsungen und es ist bisher nur durch Glück niemand zu Schaden gekommen.

Man kenne das Problem bei der Stadt, das sei ein Planungsfehler, weil man den Höhenunterschied nicht berücksichtigt habe, aber wenn man das beheben wolle, müsse man "ja den Bagger kommen lassen". Ich bat dann, doch wenigstens auf die Bepflanzung in dem Bereich zu verzichten, die zusätzlich die Sicht versperrt, aber das hat bis heute nicht gefruchtet.

Es muss wohl erst etwas passieren.

 

Durchsetzungskraft für Bürgeranliegen durch Transparenz

Darüber, dass es auch anders geht, hat bruchsal.org schon vor über 1/2 Jahr berichtet im Artikel: http://www.bruchsal.org/story/durchsetzungskraft-f%C3%BCr-b%C3%BCrgeranl.... Zugegeben. Der Titel des Artikels ist schon grenzwertig schwerfällig. Trotzdem ist der Beitrag absolut lesenswert und eine echte Anregung für Bruchsal. Eine Website in Brandenburg ermöglicht es Bürgern, sich direkt online an ihre Gemeinden zu wenden. Mit versprochenem Feedback!

Wird bruchsal.org nicht in der Stadtverwaltung gelesen?

Namen nennen

Mal ganz abgesehen davon, dass sich einige dieser vor Jahren neu geschaffenen Probleme nicht beseitigen lassen - oder glauben Sie ernsthaft, "man"würde den alten Autobahnanschluß bei Karlsdorf wieder herstellen oder einen neuen bei Büchenau bauen - WER von "der Stadt" hat das gesagt oder geschrieben?

Herr Morgan le Fay und Planungsfehler

Hallo Herr le Fay,

bevor Sie sich hinsichtlich des "Siemenskreisel" weiter aus dem Fenster lehnen und fachlich abstürzen, da keine Ahnung vom Strassenbau, sollten Sie den Begriff "Planungsfehler"  vergessen.  Ich bin gerne bereit Ihnen die ausserordentlich schwierigen Verhältnisse  zu erklären, welche bei dieser Planung zu lösen waren. Wenn jemand bauptet, dass die Höhensituation nicht berücksichtigt worden ist, so lügt dieser "jemand".

Bitte vorher kundig machen!!!

Wenn Ihre Äußerungen rein populistischer Natur waren, so bedauere ich meinen vergeudete Energie.

P.S. Herr Bernt im Rathaus Bruchsal kann, wenn er denn will und darf, erschöpfend auskunft geben.

 

Vorsicht am eigenen Fenster, Herr Spiegler!

Herr Bernt würde vielleicht wollen, er wird sicherlich nicht dürfen - zumindest nicht öffentlich.
Und unseren hochwohllöblichen Gemeinderat interessieren derartige Lappalien offensichtlich nicht, noch nicht mal nichtöffentlich - hätten wir hier in der Kernstadt einen Ortschaftsrat, sähe es auch damit anders aus.
Übrigens dürfte es sich tatsächlich um die Nichtberücksichtigung der Höhenunterschiede handeln (ein ähnlicher Fehler ist bei einem anderen Straßenbauvorhaben schon mal vorgekommen).
Wenn es denn nicht der Höhenunterschied ist - was dann, Herr Spiegler? Das lässt sich sicherlich mit wenigen Sätzen erklären.

mein Fenster - Herr UNBEKANNT - ist O.K.

Normalerweise diskutiere ich nicht mit mir unbekannten Personen, denn ich ich halte diese Anonymität für unhöflich und wenn ich etwas zu sagen habe,
dann stehe ich dazu - aber seis drum in diesem Fall und ich mache eine Ausnahme.
Die Kriterierien für diese Planung, wie fast für sämtliche Planungen, waren die Höhenverhältnisse, Eigentumsverhältnise, Finanzen, DB und politische Vorgaben.
Insbesondere hat das damals dort ansässige Autohaus auf seine Stellpätze beharrt und damit waren in diesem Bereich bereits einige Pflöcke eingeschlagen.
Ein "Planer" kann nur  das planen, was der Auftraggeber, also "Herr des Verfahrens" zugesteht,  wünscht und bezahlen kann und dann von einem Planungsfehler zu sprechen ist unseriös.

Ich hoffe, ich bin verstanden worden, wenn nicht und Herr Bernt ist kein gewünschter Ansprechpartner, dann nehmen Sie doch Willi Guth.

reinhard spiegler

 

Risiko bewusst in Kauf genommen

Sehr geehrter Herr Spiegler,

mein Klarname ist Harry Botzenhardt, ich bin Mitglied der Piratenpartei und Kandidat für den hiesigen Wahlkreis für die Landtagswahl.

Ich habe tatsächlich keine Ahnung von Straßenbau und der Name der Person (eines Herrn), von dem ich die Auskunft bzgl. des Fußgängerüberweges erhalten habe, tut nichts zur Sache. Aus den Fingern gesogen habe ich mir eine solche Story nicht.

Ich bin gespannt, wie Sie mir straßenbautechnisch erklären wollen, dass man wissentlich eine solche Gefahrenstelle schafft!! Vielleicht wäre es straßenbautechnisch möglich gewesen, auf diesen Übergang zu verzichten!! Oder wenigstens auf die Bepflanzung!!

Wenn die Problematik einer solchen Querung tatsächlich schon bei der Planung bekannt war, und  man genehmigt dennoch eine solche Gefahrenstelle, dann hoffe ich, dass Ihr "Herr des Verfahrens" der Mutter des überfahrenen Kindes erklärt, warum das so sein musste.

Im Übrigen halte ich Ihren Ton für überheblich. Daran sollten Sie noch arbeiten.

Verkehrsanbindung der Südstadt

@insider

Sie haben mich vermutlich missverstanden....Niemand von der Stadt hat sich zum Autobahnanschluss geäußert.

Ich wundere und ärgere mich nur, dass man nun seit Jahren den Bürgern und Unternehmen im Industriegebiet zumutet, über Forst zur Autobahn fahren zu müssen.

Man mag mich korrigieren, aber wenn es wegen einer einzelnen Großfleischerei in Forst finanziell machbar gewesen wäre, dort eine Autobahnanschlussstelle einzurichten, dann sollte es doch erst recht dort möglich sein, wo neben dem Nutzlastverkehr großer Betriebe wie John Deere, DHL, SEW, Sulzer etc.pp. noch der Individualverkehr eines großen Wohngebietes anfällt, dessen Bürger wesentlich umweltschonender auf die Autobahn kommen könnten, als es derzeit der Fall ist.

Welche Probleme "können nicht beseitigt" werden?

Eine anständige Zufahrt zur Haltestelle GBZ? Warum nicht?

Busverkehr in die Innenstadt auch nach 19.14 Uhr und sonntags? Warum denn nicht?

Wenn Sie ein "Insider" sind, dann können Sie das sicher all den Teenagern und Alten erklären, die kein Auto haben oder denen, die es gerne mal stehenlassen möchten, sei es, weil man etwas trinken möchte oder einfach nur, um die Umwelt zu schonen und Energie zu sparen, wozu man ja allenthalben aufgefordert wird.

Ich höre immer dann sehr genau hin, wenn man mir erklären möchte, dass irgendetwas nicht ginge.

Mein Fachressort bei den Piraten ist das Gesundheitswesen und auch da wird mir immer wieder von "Fachleuten" erklärt, dass etwas nicht ginge.

Ich wette, dass es geht! Nur wollen muss man es halt auch.

 

Eins nach dem Anderen

@Morgan le Fay:
Schade, dass Sie die Frage nach dem Autobahnanschluss nicht auch "der Stadt" gestellt haben. Ich wäre auf die Antwort gespannt gewesen.
Tatsache ist, dass dieses Thema mit dem Planfeststellungsbeschluß zur Nordumgehung B 35 (dem "historischen Kompromiss" hieß es, glaube ich, mal) ziemlich endgültig erschlagen wurde.
Es gibt eindeutige Vorgaben des Bundes bezüglich der Mindestentfernung zwischen Autobahnanschlüssen und das hat dazu geführt, dass man seinerzeit in Bruchsal noch nicht mal die Offenhaltung des alten Anschlusses z. B. lediglich als Ausfahrt durchsetzen konnte.
Das Thema ist gestorben - erinnern Sie sich nicht an die Diskussionen über einen neuen Autobahnanschluss Höhe Weingarten/Untergromach/Büchenau und die Befürchtungen der Anliegergemeinden bezüglich der zu erwartenden Vekehrsverlagerungen? Und das Gleiche wäre in der Südstadt zu erwarten.
Ohne eine Südumfahrung Bruchsals (ebenfalls beerdigt) ist da überhaupt nichts zu machen.
Und wer Richtung Norden fahren will, der sieht das sowieso ziemlich entspannt.

Demzufolge ging es in Ihrem Gespräch um den "Siemens-Kreisel" - und wer war da Ihr Gesprächspartner?

Bezüglich der Zufahrt (und der dann notwendigen Parkplätze an deren Ende) zur GBZ-Haltestelle - machen Sie doch mal einen Vorschlag.

Und was den ÖPNV in Bruchsal betrifft: Da haben Sie meine volle Unterstützung - nur konnten wir beide und viele hundert oder tausend andere MitbürgerInnen bisher diesen Gemeinderat (und noch weniger den bisherigen Oberbürgermeister) dazu bewegen, lieber dafür als für gewisse Lokalitäten, Universitäten usw. einige Millionen auszugeben.
Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern - schon mangels Masse.

Alles nur eine Frage der Prioritäten

@Insider

Hallo,

nach meinen Recherchen muss der Mindestabstand zwischen zwei Anschlussstellen an die Autobahn ganze 1,8 km betragen. Das kann also keine gültige Begründung dafür sein, dass man eine Menge Verkehr einen nicht unerheblichen Umweg fahren lässt.

Von der Vichystraße zur Autobahn sind es noch nicht einmal 100 m. Es mag aber sein, dass sich die Vichystraße zur Aufnahme des Verkehrsaufkommen nicht eignet.

Die L558 nach Büchenau/Stutensee kreuzt die A5 im freien Gelände. Welcher ernstzunehmende Mensch könnte sich gestört fühlen, wenn dort eine Auf- und Abfahrt zur A5 gebaut würde? Man könnte sogar bei Bedarf Zu- und Abfahrt des Nutzlastverkehrs tageszeitlich regeln.

Ich sehe da keine unüberwindlichen Hürden.

Zur Kostenfrage: Das Geld, das man in der Vergangenheit sinnlos zum Fenster ´rausgeschmissen hat, haben wir nun leider nicht mehr. Vielleicht gibt es ein Interesse der angesiedelten Industrie dort, eine Anschlussstelle "vor Ort" zu bekommen, vielleicht muss man auch einfach am "Stadtbahn"-Projekt sparen.

Provokante Frage: Nützt uns Bruchsalern die Stadtbahn mehr als der Autobahnanschluss? Bringt sie uns Publikum/Käufer in die Stadt? Warum binden wir mit unseren defizitären und völlig überdimensionierten MAX-Bussen nicht die umliegenden Gemeinden an? Eine diesbezügliche Frage meinerseits an OB Doll anlässlich einer Bürgerversammlung wurde von diesem einfach mit einem knappen "Nein" abgebügelt.

Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, die den bundesweit größten Umsatz pro m² Verkaufsfläche aufweist, die aber keine 88.000 Euro hat, um eine Brücke zu einem Stadtteil zu sanieren. Sogar um die (m.E. dringende) Anhebung der Gewerbesteuer dort wird heftig debattiert. Und derweil sich Möbel Inhofer und Co. dumm und dämlich verdienen, fahren die Bewohner jenen Stadtteiles täglich Umwege, weil die Brücke gesperrt werden musste.

Wollen wir solche Zustände auch in Bruchsal?

Anm. zur Stadtbahn: Vor etwa 1 Jahr wurde mir bei einer Anfrage bei der Stadt Bruchsal bzgl. des als Sanierungsgebiet ausgewiesenen Bereiches zwischen oberer Schlossstraße und Zollhallenstraße gesagt, dass es dazu kommen könne, dass wegen der durch das Damianstor in die Friedrichstraße fahrende Stadtbahn die obere Schlossstraße wieder in beide Fahrtrichtungen befahrbar gemacht werden müsse. Konkrete Planung gebe es aber noch keine.

UPDATE - Telefonat mit der Stadtverwaltung vom 14. September

Heute vormittag hatte ich ein Telefonat mit dem persönlichen Referenten der Oberbürgermeisterin, Herrn Killinger. Dieser führte in dem angenehmen Gespräch aus, daß die Verwaltung zu den gestellten Fragen Stellung nehmen wird, wann genau konnte Herr Killinger allerdings noch nicht sagen, da verschiedene Ämter die unterschiedlichen Sachverhalte bearbeiten.

Das genügt bruchsal.org jetzt erst einmal, wir sind gespannt auf das Ergebnis und werden unsere Leser auf dem Laufenden halten.

Organisatorische Probleme?

Aha.
Ich hoffe, Herr Killinger hat Sie angerufen und nicht umgekehrt.
Das war dann ja auch wohl die bis dato fehlende Eingangsbestätigung.
Lag das auch daran, dass mehrere Ämter zu beteiligen sind - oder weil mehrere Persönliche Referenten...?
Ich habe mal eine Wiedervorlage auf 31.12.2010 gemacht.

Neuer Autobahnanschluss für Bruchsaler Südstadt?

@ Morgan le Fay:
Und wenn der Mindestabstand zwischen zwei Autobahnanschlüssen 1,8 km betragen muss (lassen wir das mal so stehen) - wo wollen Sie den dann südlich des jetzigen bauen? Tatsächlich die Vichy-Straße verlängern? Da merken Sie doch wohl selbst, dass Sie sich hier gehörig vergaloppiert haben.
Denn einen neuen Anschluß würden natürlich nicht nur die paar Südstädtler benutzen - versuchen Sie sich doch mal vorzustellen, welche Verkehrsverlagerungen das gäbe!
Oder über das Gelände von John Deere? Oder einen Autobahnzubringer durch den Büchenauer Wald?

Neuer Autobahnanschluss bei Untergrombach/Büchenau?

Es geht nicht um etwaige Störungen durch einen dort (zugegeben) relativ einfach zu bauenden Autobahnanschluss.
Das ist zu kurz gedacht - es geht auch hier um die in diesem Zusammenhang zu erwartenden Verkehrsverlagerungen.
Stellen Sie sich einmal vor, was das für die Fahrbeziehung Untergrombach - Obergrombach - Helmshein bzw. Gondelsheim bedeuten würde.
Und zeitlich begrenzte Fahrverbote - aber bitte, nicht schon wieder! Daran hält sich kaum einer der Betroffenen und unsere Polizei hat dazu weder Personal noch Lust (she. Nachtfahrverbote B 35).

"Überdimensionierte" Max-Busse?

Erstens sind die Busse nicht so unbedingt "überdimensioniert" - sehen Sie sich mal die Belegung auf einzelnen Linien zu verschiedenen Tageszeiten an - außerdem müssen die Busse flexibel eingesetzt werden können (sonst brauchen Sie große Busse für diese Linien und nochmals kleine Fahrzeuge für diese (einschl. der Reserven) - und der tatsächliche Kostenfaktor ist doch nicht der Bus - das sind die Fahrer (ohne diesen hiermit zu nahe treten zu wollen). Und ein Fahrer kostet gleich viel - egal, wie groß der Bus ist, den er lenkt.

Die Kleinstadt hat die 88.000 Euro -wetten?

Natürlich "hat" diese Kleinstadt die für die Brückensanierung erforderlichen 88.000 Euro - sie bzw. ihr Gemeinderat will sie nur nicht dafür ausgeben sondern "kauft" ich für das Geld was anderes.
Und das ist das eigentliche Problem - unsere Kommunen haben immer noch so viel Geld - es wird nur immer wieder für die falschen Dinge ausgegeben. Und die sogenannten Kommunalparlamente sind nicht in der Lage, das zu steuern.
Wenn wir uns auch nur eine halbe Stunde mit dem Haushaltsplan hinsetzen, haben wir mehr als die erforderlichen Mittel gefunden - wetten?
Vielleicht ist der Plan ja sogar im www. veröffentlicht...

Mindestabstand 1,8km - eigene Recherche "Morgan le Fay"

Es gibt eine RAA (Richtlinie für die Anlage von Autobahnen) Fassung 2008, in der die wesentlichen Dinge geregelt sind. Für die Brechnung von Abständen gibt es Formeln, zum Teil ziemlich komplizierte sogar, welche je nach Sichtweiten, Überholsichtweiten, Anzahl der Spuren, Länge der Ein.-Ausfahrten,  Höhenverhältnisse, etc. dieses regeln. Herr "Morgan le Fay" hätte seine Quelle, welche  eine absolute Zahl von 1,8km hergibt, ruhig nennen dürfen und es würde mich freuen, wenn er es denn täte.

Falls der Abstand zwischen Bruchsal und Forst gemeint sein sollte, so weise ich darauf hin, daß Forst keine offizielle Anschlussstelle ist, sondern nur eine Raststätten.-zu+-abfahrt und damit ein komplett anderes Verkehrsaufkommen berücksichtigt werden muß.

So gibt es noch etliche Punkte, die es gilt in das Kalkül einzubeziehen.

Falls sich bei mir ein "UPDATE" ergibt, teile ich es mit.

reinhard spiegler

 

 

Update - leider in PDF

Ich habe ein Update mit Angaben aus der RAA - aber leider als PDF.

Wie ich das hier zur Verfügung stelle, weiß ich jetzt nicht.

Tipps?

reinhard spiegler

Planungsgrundlage

Vergessen Sie Ihr Update zur RAA - das will doch keiner der Hobby-Planer zur Kenntnis nehmen. Wird ja alles viel zu schwierig, dadurch.
Und gerade wegen dieser vielen verd... Vorschriften und der ganzen Bürokratie ist doch diese Republik auf den Hund gekommen.
So wie in anderen Ländern müssen Strassen gebaut werden - wie in Italien, Griechenland, der Türkei, Albanien - da geht was ab.
In jeder Beziehung. Auf ein paar Tote kommt's da nicht an - erst dann, wenn die Zahl der Verkehrstoten mal auf ein "überschaubares" Maß gesenkt wurde, fangen diese Weicheier doch tatsächlich an, sich über ein paar Dutzend pro Jahr und Landkreis aufzuregen... und wenn man mal mit dem Auto durch ein solches Land fahren musste und gesund wieder daheim sitzt, dann kann man was erzählen - wie's bei DENEN zugeht...!

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