Nur die Wenigsten profitieren
Es ist schon bezeichnend, wie alle Nein-Sager krampfhaft versuchen, die landesweiten Vorteile von Stuttgart 21 zu verkaufen. Das zeigt schon: diese kann es gar nicht geben.
Als Argument werden für ausgewählte Verbindungen deutliche Zeitgewinne ausgerechnet und den Nein-Sager-Abgeordneten zum Einbau auf den eigenen Webseiten angeboten.
Was sich aber kaum einer fragt: wieviele Personen kommen in den Genuß von diesen sagenhaften Zeitgewinnen?
Wer z.B. die Situation für Pendler aus/nach Bruchsal betrachtet - und es gibt laut statistischem Landesamt mehr als 9.000 Auspendler und 15.000 Einpendler - wird feststellen:
In Richtung Karlsruhe, Germersheim, Heidelberg, Kraichtal und für die Umgebung von Bruchsal gibt es durch Stuttgart 21 keinerlei Vorteile.
Wer nach Stuttgart Hbf fährt, soll nach Angaben der Bahn ein paar Minuten gewinnen. Wer häufiger mit der Bahn fährt, weiß aber, dass Verbesserungen im 2-3 Minuten Bereich durch die alltäglichen Verspätungen und anderen "Verzögerungen im Betriebsablauf" kaum auffallen werden.
Also, was bleibt sind die deutlichen Zeitgewinne z.B. durch die neue Direktverbindung zum Flughafen. Dort wie viele Bruchsaler fahren denn pro Tag zum Flughafen?
Nimmt man an, dass sich die Passagierzahl proportional über das gesamte Land verteilt und dass 50% (zum Vergleich: der Flughafen Zürich schafft rund 46% Reisende per ÖPNV) der Flughafenfahrer tatsächlich mit der Bahn fahren, kommt man auf eine Zahl von rund 50 Bruchsalern, die pro Tag in den Genuß des Zeitgewinns kommen.
Der Vergleich mit den 24.000 Pendlern von und nach Bruchsal zeigt deutlich, wie wenige tatsächlich Vorteile haben.
Das ist die Realität in weiten Teilen des Landes: alle dürfen mitzahlen, wenige profitieren davon!
Deshalb JA zum Ausstieg!
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Kommentare
Die Verträge sind schon...
... Jahre lang unter Dach und Fach. Das Geld des Steuerzahlers ist auch schon verplant. Das es teurer werden kann, ist eigentlich logisch, denn welches größere Projekt ist schon einmal so ausgefallen wie seine Kalkulation?
Mir ist es lieber, unsere Steuergeld bleibt hier im Land, als wenn es mit vollen Händen ins Ausland getragen wird, für Projekte und Hilfsaktionen, die sich in der vergangenen wie in der kommenden Zeit nicht zum positiven ändern werden.