Neuzugang im Deutschen Musikautomaten-Museum in Bruchsal

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Digitales Zeitalter hält Einzug bei Musikautomaten
Dienstag, 20. September 2011 - 13:07

Schenkung ermöglicht Anschaffung eines computergesteuerten Disklaviers / Gemeinsame Finanzierung durch Mannheimer Unternehmerpaar und Förderverein

Bruchsal/Mannheim (tam). Auf den ersten Blick ein „normales“ mechanisches Klavier – tatsächlich aber ein computergesteuertes High-Tech-Instrument der besonderen Art: Mit dem Neuzugang eines Yamaha-Disklaviers hält das digitale Zeitalter Einzug im Deutschen Musikautomaten-Museum (DMM), das seinen Sitz im Bruchsaler Barockschloss hat. Angeregt und maßgeblich finanziert durch das Mannheimer Unternehmerpaar Karl Otto und Christina Limbourg, das dem DMM seit Jahren eng verbunden ist, kann das Museum nun eine Neuerwerbung präsentieren, die stellvertretend für die Weiterentwicklung von Musikautomaten im digitalen Zeitalter steht. Gespielt wird das Gerät über einen elektronischen Datenträger, das so genannte „MIDI-System“ (Musical Instrument Digital Interface), das direkte Aufnahmen auf Datenträgern ebenso erlaubt wie deren sofortige Nachbearbeitung am Computer. Mit andern Worten: Per Tastendruck kann am Rechner komponiert werden. Solche technischen Raffinessen des Disklaviers plant das DMM künftig im Rahmen neuer museumspädagogischer Konzepte – vor allem durch einen interaktiven Bereich innerhalb des Museums – zu nutzen.

Über die Großzügigkeit des Mannheimer Unternehmerpaares freuen konnte sich Ulrike Näther als Leiterin des DMM gemeinsam mit Prof. Dr. Harald Siebenmorgen, dem Direktor des Badischen Landesmuseums, dem die Bruchsaler Einrichtung als Außenstelle organisatorisch zugehört. Als Vorsitzende des DMM-Fördervereins, der seinerseits ebenfalls einen Teil der Anschaffungssumme beigesteuert hat, unterstrich Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick die Bedeutung eines solchen Sponsorings nicht zuletzt für öffentlich finanzierte Museen. Die Spielräume für Neuanschaffungen seien angesichts knapper Kassen gering; erst ein solches privates Engagement eröffne neue Wege gerade auch mit Blick auf eine didaktisch so wertvolle Erweiterung der Sammlung.

dmm

V.l.n.r.: Ulrike Näther (DMM), Prof. Dr. Harald Siebenmorgen (Badisches Landesmuseum), Fördervereins-Vorsitzende Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin von Bruchsal, sowie das Mannheimer Unter-nehmerehepaar Christina und Karl Otto Limbourg. (Aufnahme: Klaus Biber)

 

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