Neugestaltung des Europaplatzes in Bruchsal
Der neue Europaplatz beim Cineplex-Kino nimmt langsam Gestalt an: Bauarbeiter decken das Bistro, Pflasterer klopfen und passen Steine ein, es werden Leitungen verlegt und Bäume gepflanzt. Überall wird auf Hochtouren gearbeitet, denn bis zur offiziellen Einweihung durch Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick am Samstag, den 8. Mai, 11.00 Uhr muss alles fertig sein.
Der Charakter des Platzes ist aber schon jetzt ganz klar zu erkennen. Er wird von sechs Plastiken bestimmt, die von Künstlern aus den Partnerstädten eigens für Bruchsal angefertigt wurden.
„Schon lange vermissen wir eine Möglichkeit, auf die Freundschaft mit unserer französischen Partnerstadt hinzuweisen", so Helga Langrock, die erste Vorsitzende des Freundeskreises Ste. Ménehould, bei einem Pressegespräch im Rathaus auf dem Campus. „Und wir freuen uns, dass auf dem Europaplatz jetzt auch an die Partnerschaft mit Wales erinnert wird", ergänzte Gunter Raab, der Vorsitzende des Freundeskreises Cwmbran. Nicht minder begeistert vom neuen Platz und den Skulpturen zeigte sich Ingrid Neidinger, die Sprecherin der erst 2008 unterzeichneten Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Heidelsheim und der Stadt Volterra in der Toskana.
Möglich wurde das Projekt unter anderem auch dadurch, weil Andreas Gehard sich schon lange als privater Investor für das Projekt engagiert. „Es hat länger gedauert, als wir es anfangs angenommen haben, aber ich glaube, es hat sich gelohnt", so seine Schlussfolgerung „Der Platz ist unverwechselbar, einmalig".
Die Idee für die Steine der Partnerschaft stammt von dem in Bruchsal lebenden georgischen Künstler Professor Dr. Levan Mcheidse: Jeder Partnerstadt wurde ein Fels-Rohling aus Anröchter Dolomit zur Verfügung gestellt. Diese entsandten ihrerseits eine Künstlerin oder einen Künstler in die Kraichgaustadt, der die Steine gestaltete.
Das Team des Hauptamtes rund um Klaus Eberle sorgte nicht nur dafür, dass die Künstler während der Zeit, in der sie in der Werkstatt der Firma Wilhelm arbeiteten gut versorgt waren, sondern es ist auch für die Unterbringung der zahlreichen Gäste aus ganz Europa zuständig, die zur Einweihung erwartet werden.
1. David „Doc" EVANS - Krähe, 2009
Das walisische Wort CWMBRAN bedeutet „Tal der Krähe". Es ist kein historischer Ortsname, sondern der neu geschaffene Name einer Stadt, die aus mehreren Teilgemeinden entstanden ist.
Die Partnerschaft zwischen der Stadt Bruchsal und Cwmbran/Wales - Großbritannien besteht seit 1979.
2. Henri-Patrick STEIN - Symphonie Ménehildienne, 2009
Die Frauengestalt symbolisiert die Heimat des Künstlers - die Wälder der Argonnen und das Wasser der Flüsse Aisne und Auve. Die aufsteigenden Blasen sind stilisierte Champagner-Perlen.
Die Partnerschaft zwischen der Stadt Bruchsal und Ste.-Ménehould/Frankreich besteht seit 1965
3. Stéphanie TURK - Notre Dame d`argent, 2009
Die Skulptur vereinigt in sich den Ortsnamen sowie die Elemente des Silber-Bergbaus und der Textilindustrie, dem früheren und dem heutigen Hauptwirtschaftszweig. Der kleine Frosch ist eine Anspielung auf Untergrombach.
Die Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Bruchsal /Untergrombach und Ste. Marie-aux-Mines/Frankreich besteht seit 1990
4. Saša BEZJAK und Leopold METHANS - Aus etwas Kleinem wächst etwas Großes, 2009
Der Name der Skulptur ist angelehnt an ein slowenisches Sprichwort und verweist auf das Wachstum der Freundschaft zwischen den Partnergemeinden, aber auch zwischen den Völkern.
Die Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Bruchsal/Helmsheim und Gorna Radgona/Slowenien besteht seit 2006
5. Roberto BIANCHI - D.N.A. Dichiarazione Narurale d`Amore, 2009
Die unterschiedlich gestalteten D.N.A.-Stränge an der Skulptur symbolisieren die Verschiedenartigkeit der Menschen. Gleichzeitig sind die drei Buchstaben aber auch die Abkürzung des Namens der Plastik, der darauf hinweist, wie selbstverständlich es sein sollte, anderen seine Liebe zu zeigen und zu erklären.
Die Partnerschaft zwischen dem Stadtteil Bruchsal/Heidelsheim und Volterra/Italien besteht seit 2008.
6. Prof. Dr. Levan MCHEIDSE - Bruchsalia, 2009
Die Idee, jede der fünf Partnerstädte von Bruchsal mit einer Plastik auf dem Europaplatz darzustellen, geht auf den in Bruchsal lebenden Künstler georgischer Abstammung zurück.
Die weibliche Figur und die Bögen des Steins sind eine Allegorie der Barockstadt Bruchsal.
Der Lebensbaum auf der Rückseite verweist auf den Neubeginn nach der Kriegs-zerstörung am 1. März 1945.
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Kommentare
Berlin grüßt Bruchsal
Der Berliner Europaplatz grüßt den Namensvetter in Brusl. Auch hier gibts Bruchsaler Spargel - nicht nur im KadeWe wie man sieht
das ist ein platz, der den
das ist ein platz, der den namen verdient. ein platz, der auch europa irgendwie würdig wird. wann unternimmt der bruchsaler gemeinderat einmal eine gemeinsame zwangsdienstreise nach berlin, zum europaplatz... mit einem modell des brusler plätzles im gepäck......
danke bernd hein für diesen optischen kommentar zu dem, ws am wochenende in brusl geschieht......
Brusler Europlätzle
Als ich heute Abend von der Bahnhofstraße kommend am Europlätzle vorbeifuhr, schaute ich unwillkürlich zum Himmel, ob es denn regne, denn aus den Augenwinkeln nahm ich mitten auf dem Platz etwas Pfützenartiges wahr. Erst bei näherem Hinschauen entpuppte sich die "Pfütze" als "Wasserspiele".
Bruchsal erleben - 1. Stufe der Bruchsal-Rakete gestartet
© Bernd Hein
Am kommenden Wochenende wird in Bruchsal durch die Einweihung des Europaplatzes die 1. Stufe der Bruchsaler "Barockrakete" gestartet. Ich zitiere aus einem Beitrag von www.landfunker.de:
"Passend zum Thema „Europaplatz“ erwartet Bruchsal über 250 ausländische Gäste und alle Bürgermeister der fünf Partnerstädte. „Das Vertreter aller Partnerstädte gleichzeitig in Bruchsal zu Gast sein werden gab es noch nie“, berichtet Silvia Neumann, Mitorganisatorin des Europaplatzfestes über die historische Tatsache. Die europäischen Freunde werden sich, ihre Region, ihre Kultur und ihre Spezialitäten auf dem Holz- und Kübelmarkt vorstellen sowie ein eigenes Programm, welches am Samstag und Sonntag auf dem Europaplatz zu sehen sein wird auf die Beine stellen. Cornelia Petzold-Schick ist glücklich darüber, dass der „europäischen Friedensgedanken“ in das breite Programm des Wochenendes mit aufgenommen wurde.
Für Investor Andreas Gehard geht ein Traum in Erfüllung
Mit der Einweihung des Europaplatzes, welche Kernpunkt des Festwochenendes ist und Traditionelles mit dem Aufbruch zu Neuem verbindet, geht für Investor Andreas Gehard ein Traum in Erfüllung. „Ich hoffe der Europaplatz gibt die Philosophie, die ich mit dem Bau und dem Platz verbinde, an die Bürger von Bruchsal weiter.“ Nach dem der Platz zehn Jahre lang umgebaut wurde, hat er nun seine endgültige Form erreicht. Die von Künstlern der Partnerstädte gestalteten Skulpturen werden an dem Abend angestrahlt, das Wasserspiel zeigt was es zu bieten hat und überall rund um den Europaplatz werden weiße Zelte stehen, die die Menschen mit Leckereien und erfrischenden Getränken versorgen."
Hoffen wir, daß die nächsten Stufen der Bruchsaler "Barockrakete" zukünftig auch zünden und unsere Träume für ein "anderes Bruchsal" auch bald in Erfüllung gehen. Aufgrund des derzeitigen Zustands im "Finanzzockerparadies Europa" ist es aber sehr schwer geworden, den Glauben zu verfestigen. Wir dürfen uns nicht mehr nur den "Investoren" ausliefern, sondern müssen das Heft des Handelns und Regierens wieder in eigene Hände nehmen.