Neues Phantombild eines "Gentlemen-Täters"

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Ermittlungsbehörden bedienen sich wissenschaftlicher Hilfe
Freitag, 3. Dezember 2010 - 12:46

Karlsruhe/Mannheim/Heidelberg. Bei ihren Bemühungen, eine seit 1995 andauernde Serie von Banküberfällen zu klären, lassen die Ermittlungsbehörden nichts unversucht und schöpfen alle erdenklichen Möglichkeiten aus. Dabei beschreiten sie  auch neue Wege. So entstand mit Hilfe der forensischen Anthropologie der Universität Freiburg unter Berücksichtigung jüngster wissenschaftlicher Erkenntnisse und Möglichkeiten ein neues Phantombild des Haupttäters. Mit dessen Veröffentlichung erhoffen sich die Fahnder Hinweise, die zur Aufklärung der Verbrechen führen.

Wie vielfach berichtet, überfiel der Mann - oft in Begleitung einer etwa 35- bis 40-jährigen Frau, aber auch in wechselnder Besetzung mit zumindest einem weiteren unbekannten Mann - bisher 20 Banken. Allesamt lagen die betroffenen Geldinstitute in den Bereichen Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und Südpfalz, so dass ein besonderer Bezug zu dieser Region bestehen dürfte. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mannheim und der Polizeidirektion Heidelberg ist das Polizeipräsidium Karlsruhe zur Intensivierung der Fahndung nach den wegen ihres besonderen Vorgehens bezeichneten "Gentlemen-Räubern" eine enge Ermittlungskooperation eingegangen. Die Fahnder schließen nicht aus, dass die Täter auch nach außen hin unbescholtene "Bürger von nebenan" ohne kriminelle Vorgeschichte sein könnten, denen man eine derartige Tat nicht zutrauen würde. Der Begriff "Gentlemen" ist für diese Räuber allerdings nicht zutreffend und wird der Schwere dieser Verbrechen nicht gerecht. Viele der überfallenen Bankbediensteten leiden aufgrund der Traumatisierung noch heute an den Folgen der Tat.

Phantombild Täter

Personenbeschreibung:

45 bis 50 Jahre alt, 175 cm groß, kräftige Statur (nicht dick).

Die auf dem Bild angedeutete Frisur ist vage.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und die Kriminalpolizei bitten zur gezeigten Person um Hinweise aus der Bevölkerung, die der Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721/939-5555 entgegennimmt. Auch weisen die Ermittler auf die Möglichkeit zur Nutzung des Vertraulichen Telefons unter 0721/939-6666 hin.

Weitere Infos und Bilder sind unter www.bka.de unter dem Link Fahndungen/Personen zu erhalten.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt.

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