Neues aus der Innenstadt von Bruchsal
Kleiner Schaufensterbummel - Keine Atempause, das neue Bruchsal wird gemacht, es geht voran!
Mittwoch, 13. Oktober 2010 - 16:26

Der Leder-Horn aus Landau eröffnet in den früheren Geschäftsräumen des Stempel-Klein ein Fachgeschäft für Lederwaren

Die Werbeschrift vom Müller ist schon am SEPA-Gebäude. Mit der Inneneinrichtung wurde hier schon begonnen wie auch beim REWE.

Fast schon künstlerisch wertvoll. Bekannte Künstler bekämen für solch eine Installation Zigtausende von Euros.
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Kommentare
Nichts geht voran
Toller Artikel...
Wenn ich so durch Bruchsal gehe, sehe ich nur leere Schaufenster und Ramsch. Der 1 Euro Laden macht wieder dicht (ok, nichts verpasst), der Klamottenladen neben an hat auch keine Lust mehr usw.
Die Sepa-Läden sind ja schon seit der alten Herrschaft bekannt.
Wielange sich das Kleidergeschäft im alten Schneider hält?---warten wir mal ab.
Die Kaiserstr. ist zu einem Parkplatz verkommen.
Innenstadt
So wie man hört, wurden in nicht wenigen Geschäften schon vor mehreren Monaten bereits die Preise für die Pacht kräftig erhöht. Begründung: In der Innenstadt wird jetzt wirtschaftlich alles besser.
Hoffentlich sind diese doch frühen Erhöhungen der Pacht kein Schuß in den Ofen.
Also ich bin auch sehr
Also ich bin auch sehr skeptisch, ob in der Innenstadt wirtschaftlich irgendwas besser wird.
Wohl eher nicht.
Und das Kleidergeschäft im Schneider? Hm, kann mir nicht vorstellen, daß das Zukunft hat.
Vielleicht wärs mal ganz gut, auf Waren zu setzen, die sich nicht billiger im Internet erstehen lassen...
ZB hatten wir früher in Bruchsal noch ne Nordsee, das wär doch mal was... ;-)
Tabak Neusius, Stempel Klein, Kaufhaus Schneider, man war in Bruchsal recht gut versorgt...
Bin mal gespannt, ob der SEPA-Klotz eine ähnliche Vielfalt bietet, ich lass mich überraschen ;-)
Mangelnde Attraktivität
@Morticia
Ich gebe Ihnen weitgehend recht. Auch ich glaube nicht, dass sich die Erwartungen, die sich an einen Leder Horn, einen H&M und Jost knüpfen, erfüllen werden. Man braucht sich doch nur einmal vor den mit viel Euphorie erwarteten C&A zu stellen und zu beobachten, wieviele da rein und mit Tüten wieder rausgehen. Ich habe es mal (abends) eine Stunde lang getan, weiß aber die genauen Zahlen nicht mehr. Nur soviel weiß ich noch: EIN WITZ ist das und kein Magnet für das Umland, nach Bruchsal zum Einkaufen zu kommen. Auch ich finde da für meine Alabasterfigur keine oder nur minimale Angebote.
Als ich 1991 hierher kam, hat mein Vermieter für 150m² Ladenfläche in der Fußgängerzone der Kaiserstraße brutto 6000 Mark Miete haben wollen. Sollten die Mieten dort inzwischen noch angestiegen sein, wie geschrieben wurde, braucht man sich nicht zu wundern, dass reihenweise die Läden leer stehen und die Vielfalt auf der Strecke bleibt.
Außerdem bleibe ich dabei, dass ein gut geführter Vollsortimenter im Zentrum fehlt. Das KH Schneider war dilettantisch aufgezogen und hat sich selbst zerstört.
Den einzigen Hoffnungsschimmer, den ich fern am Horizont ausmachen kann, ist die demografische Entwicklung. Ich baue darauf, dass mit zunehmendem Anteil älterer Einwohner die Bequemlichkeit beim Einkaufen überwiegt und die Leute sich nicht mehr durch die Karlsruher oder Mannheimer Läden schieben lassen wollen. Natürlich muss dazu unser Angebot passen: Sitzbänke, ÖNV, Parkgelegenheiten, freundliches Personal, akzeptable Preise, Auswahl.
Das Internet mit den ach so günstigen Preisen sehe ich nicht so sehr als Problem als das derzeit fehlende "Event" beim Einkaufen, das wir als Mittelzentrum anzubieten in der Lage sein sollten.
Fußgängerzone + Ladenmieten
Das hatten wir doch schon einmal - nach der Fertigstellung der Fußgängerzone wurden auch flächendeckend die Ladenmieten erhöht.
Einige Hausbesitzer waren da ganz fix.
Weitaus schneller als mit der Renovierung der 50er-Jahre-Fassaden ihrer Nachkriegspaläste.
Das Ergebnis ist heute zu sehen.
ganz schön trist hier..
.. die Welt geht schon noch unter, daran habe ich keinen Zweifel. Ungeachtet dessen sollte man den Glauben (Achtung: kürzere Zeitperspektive) an die Bruchsaler Innenstadt nicht allein an den aktuellen Wahrnehmungen festmachen. Die Handelslandschaft ändert sich zur Zeit schneller, als man schauen kann, allein, weil immer größere Kapitalmassen unterwegs sind. Das heißt für Bruchsals Innenstadt, dass die Millioneninvestments eine ganze Menge ändern werden. Und zum wirtschaftlichen Verständnis: fallende Mieten zerstören jede Investitionsbereitschaft. Wer will investieren, wenn er dafür immer weniger bekommt. Deshalb sind steigende Mieten prinzipiell ein Gradmesser für steigende Invetitionen. Bruchsals Innenstadt ist in fünf Jahren nicht wiederzuerkennen. Außerdem: nur positives Denken führt in Zukunft..
Es geht voran?
Sicher geht's voran. Aber warum will dann C&A unbedingt wieder aus dem Vertrag aussteigen, wie man hört?
(C&A ist allerdings selbst schuld. Mit diesem doch eher kuriosen Sortiment am Bruchsaler Standort ist es kein Wunder, daß sie keine Kunden anziehen. Ich kenne etliche Leute, die in Karlsruhe und Mannheim gerne in die dortigen Filialen gehen, sich aber fragen, was in Bruchsal eigentlich der Witz sein soll.)
Bruchsals Zukunft
@J.Schmitt:
Nunja, Millioneninvestments gut und schön, die Frage ist nur, ob sie in dieser Form Sinn machen. Meines Erachtens (als blutiger Laie) fehlt es in Bruchsal an anderen Dingen, nämlich einer wirklich attraktiven Fußgängerzone und dem Charme einer Kleinstadt, die Bruchsal einmal war. Für mich persönlich würden das eher kleine (aber feine) Geschäfte, Bistros mit Außenbewirtung, kleinere Grünanlagen, Sitzplätze und dergleichen bringen und eben nicht die angedachten Konsumtempel mit eher einseitigem Angebot, für deren Besuch die meisten Bruchsaler wohl eher weiterhin zB einmal im Monat eine Großstadt aufsuchen.
SEPA und Mode-Jost werden die Menschen nicht zum längeren Aufenthalt bewegen, wo sollten sie das auch tun? Ein Bummel durch Bruchsal lohnt weniger denn je, da müsste zusätzlich ein Konzept her, das die gesamte Fußgängerzone aufwertet, bis zum Kübelmarkt.
Was hier zB ein Fitnesstudio mitten in der Innenstadt soll erschließt sich mir zumindest nicht. Stattdessen fehlt ein Ausgleich zum ehemaligen Schneider an allen Ecken, da hat Morgan absolut recht.
Was die Mieten betrifft: Nunja, bisher zumindest ist das Konzept ja nicht aufgegangen, sonst würden nicht soviele Läden leerstehen. Ob sich das ändert steht in den Sternen, für den Bereich SEPA-Kübelmarkt hab ich da so meine Zweifel, den der wird auch in Zukunft nicht reizvoller.
Man hat irgendwie den Eindruck (und das ist nicht nur der momentanen Situation geschuldet), daß man in Bruchsal nicht fähig ist, sich den Realitäten zu stellen, sondern auf alle bestehenden Mängel mit großkopferten , wenig durchdachten Projekten reagiert und damit in schöner Regelmässigkeit auf die Nase fällt...
Nichtsdestotrotz wünsche auch ich mir, daß Ihre Vorhersagen zutreffen und Bruchsal einen wirklichen Wandel zum Positiven erlebt, insofern habe auch ich die Hoffnung nochnicht ganz aufgegeben ,aber fast ;-)