Neue CD von Gitte Henneges und ihrer Bärenbande mit Weihnachts- und Winterliedern

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Ein Interview mit Gitte Henneges
Montag, 16. November 2009 - 17:08

Bruchsal.org sprach mit Frau Henneges:

bruchsal.org: Beim Recherchieren im Internet fanden wir im Internetportal verwandt.de zum Namen Henneges die folgende Information: „In Deutschland gibt es 7 Telefonbucheinträge zum Namen Henneges und damit ca. 18 Personen mit diesem Namen. Diese leben in 7 Städten und Landkreisen. Die meisten Anschlüsse sind in Tübingen gemeldet, nämlich 1“. Sie sind geborene Bad Schönbornerin?

Gitte Henneges: Fast. Als waschechte Bruchsalerin fühle ich mich natürlich auch in Bad Schönborn zuhause. Oder in Gondelsheim, wo heute noch meine Eltern leben. Und ich habe ein Zuhause, das ich überall hin mitnehmen kann: die Musik.

GitteHennegesGitarre

Gitte Henneges

bruchsal.org: Sie gewannen bei der 16. Auflage des Mundartwettbewerbs im Regierungsbezirk Karlsruhe im Jahre 2003 erstmals einen Mundartpreis. Wie ist Ihr Verhältnis zur Mundart bzw. zum Dialekt?

Gitte Henneges: Ungetrübt und unerschütterlich. Mundart ist nun einmal meine Muttersprache. Dazu stehe ich gern. Und deshalb fließt sie auch in einen Teil meiner Musik ein. Es gibt einfach Dinge, die lassen sich auf Badisch so viel „symbadischer“ sagen als im so genannten Standarddeutsch.

bruchsal.org: Die Liedermacherin Joana lebt ebenfalls in Bad Schönborn. Haben Sie Kontakt zu ihr, arbeiten Sie eventuell sogar mit ihr zusammen?

Gitte Henneges: Wir haben uns ein paar Mal gesehen – zuletzt vor der Bäckerei, als sie die Arme voll Brötchen und Brezeln hatte, um ihre Studiomusiker zu versorgen. Sie ist sehr nett und trotz ihres Erfolgs natürlich geblieben – eine Ausnahme heutzutage. Aber wir sind noch nie gemeinsam aufgetreten und arbeiten auch nicht zusammen.

bruchsal.org: Im Jahre 2007 wurden Sie als einzige Künstlerin der Pamina-Region Baden-Elsass-Pfalz mit dem länderübergreifenden „Pamina“-Kulturpreis für Ihr vielschichtiges kulturelles Wirken nicht nur in der Mundart, sondern auch „in Sprache, Musik, Geschichte und Kunst“ geehrt. Sprache und Musik sind klar; wir kennen Sie als Musikerin und Buchautorin. Warum die Ehrung für Geschichte und Kunst?

Gitte Henneges: Nun, die Sprache ist ja auch Teil meiner Musik, da ich nicht nur alle Melodien, sondern auch alle Texte selbst schreibe. Insofern ist, was den Pamina-Kulturpreis betrifft, Sprache und Musik wohl als Einheit zu verstehen. Die Buchautorin ist diesbezüglich eher Nebensache. Kunst als Überbegriff alles Kreativen erklärt sich auch von selbst. Und Geschichte? Es mag anmaßend klingen zu sagen, ich trüge vielleicht ein bisschen zur Kulturgeschichte bei. Trotzdem: Die Vorstellung, eine Spur zu hinterlassen, ein bisschen Geschichte(n) zu schreiben, ist für mich gleichbedeutend mit „Sinn machen“. Kinder und Erwachsene über die Musik zu erreichen, Impulse zu geben für Gefühle, Gedanken, über die Dauer meines Lebens hinaus. Das ist es, was ich mir für „meine Spur“ wünsche. Für mein Lebenswerk wurde ich mit dem Pamina-Ehrenpreis bedacht. Zumindest für mich eine wunderbare „Geschichte".

bruchsal.org: Ihre neue CD „Beim Weihnachtsmann zu Haus“ haben Sie zusammen mit 30 Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren eingespielt. Wo findet man Kinder, die für solch ein Projekt geeignet sind und wie läuft das Casting?

GitteHennegesKinder

Gitte Henneges und Bärenbande im Tonstudio

Gitte Henneges: Der Produzent Siggi Springer und ich hatten uns mit Unterstützung des Wochenblatts Bruchsal und der Brettener Woche Anfang Dezember 2008 auf die Suche nach unserer „Bärenbande“ gemacht. Alle Kinder konnten sich bewerben. Bedingung: Zumindest ein Elternteil sollte beim Casting dabei sein. Das war uns wichtig, weil ein solches Projekt natürlich auch von den Eltern einiges abverlangt. Und das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Die Kinder hatten die Wahl zwischen drei bekannten deutschen Weihnachtsliedern. Eines davon mussten sie vor laufender Kamera singen. Und dann kam die Herausforderung, etwas spontan nachzusingen, das sie vorher noch nie gehört hatten. So sammelten wir Informationen, die für die Auswahl wichtig waren, zum Beispiel über schnelle Auffassungsgabe, Konzentrations- und Umsetzungsvermögen, Interpretation, Selbstsicherheit oder „Tontrefferquote“. Alle Aufnahmen wurden nach festgelegten Kriterien ausgewertet. An Weihnachten stand dann fest, wer dabei war.

bruchsal.org: Wie sind Sie auf den Namen „Bärenbande“ für die Kinder, die auf Ihrer neuen CD mit singen, gekommen?

Gitte Henneges: Daran kann nur einer schuld sein: Berti Bär, einer von insgesamt 16 Lied- und 3 Texttiteln auf der neuen CD. Er ist ein recht drolliger Bär, nur ein bisschen zu verfressen und zu verschlafen. Aber so sind Bären halt. Siggi Springer machte den Vorschlag. Und obwohl wir uns einen ganzen Berg von Namensfindungen ausdachten: Die Bärenbande blieb einfach hängen. Vielleicht auch deshalb, weil sie eine Brücke ist zwischen der Musik und den Interpreten der CD. Wer sich lebhaft vorstellen kann, wie 34 Kinder im Hochsommer in einem Studio Weihnachtslieder singen, weiß, was ich mit „Bande“ meine.

Gitte Henneges Lieder singen

Gitte Henneges und Bärenkind singen ein Weihnachtslied

bruchsal.org: Zum allerersten Mal werden die Lieder Ihrer neuen CD am 29. November (1. Advent) in Kaufmanns Schlachthof in Bruchsal der Öffentlichkeit präsentiert. Werden die Kinder mit dabei sein?

Gitte Henneges: Aber natürlich, die Bärenbande gehört dazu! Und sie freuen sich schon auf ihren ersten Liveauftritt. Die Eltern übrigens nicht weniger. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Eintritt zu der Veranstaltung ist übrigens kostenlos.

bruchsal.org: Welchen Vertriebsweg haben Sie für Ihre neue CD gewählt?

Gitte Henneges: Da die CD ja erst vor einer Woche fertig wurde, reicht es für den deutschlandweiten Ladenverkauf nicht mehr. Doch wir haben nicht nur eine Bärenbande, wir sind auch richtige Glückskinder. Mit dem renommierten Musikverlag MONOPOL RECORDS bzw. da-music  in Berlin haben wir einen superstarken Vertriebspartner für Deutschland und Österreich. In diesen Tagen geht „Beim Weihnachtsmann zu Haus“ online. Die ganze CD oder die Einzeltitel gibt es zum downloaden, z. B. bei musicload.de oder play.com.

In der Region kann man die CD für 15 € natürlich auch als „Hardware“ inklusive farbigem Songbuch mit allen 16 Titeln bekommen. So auch in Bruchsal bei der Redaktion Wochenblatt am Kübelmarkt, in Bretten bei der Redaktion Brettener Woche und bei der Stadtinfo, in Bad Schönborn-La bei der Lilienstern’schen Apotheke. Und es gibt einen Versandservice unter gitte-henneges [at] t-online [dot] de. Übrigens werden allen Bestellungen, die bis zum 15. Dezember hier eingehen, innerhalb Deutschlands kostenlos verschickt!

bruchsal.org: Frau Henneges, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen und der Bärenbande einen supertollen Liveauftritt in Kaufmann’s Schlachthof.

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