Der Neckartalweg: Kurzurlaub mit dem Fahrrad
Zutaten: 1 Fahrrad, 1 Rucksack, 2 Tage Zeit, ca. EUR 120,-
Zubereitung:
Für EUR 29,- (1 Person, 1 Fahrrad) fahre man mit dem Zug von Bruchsal nach Stuttgart und wende sich am Hauptausgang (wir verließen den Bahnhof stattdessen natürlich am ominösen Nordflügel und mussten dann um das Gebäude herum) nach links zum Mittleren Schlossgarten, den man in seiner Länge in Richtung Bad Cannstatt durchfährt, bis man an den Neckar kommt. Hier stößt man mehr oder weniger automatisch auf die Beschilderung des Neckartalwegs, der als Gesamtstrecke von Villingen-Schwenningen bis Mannheim verläuft, jedoch ohne weiteres auch in Teilstrecken interessant ist. Umgekehrt ist die Tour durch einen Abstecher auf den Kocher-Jagst-Weg von Bad-Wimpfen aus von ca. 4 auf 6 Tage erweiterbar. Wir jedoch haben wie eingangs erwähnt eine Teilstrecke gewählt, hier von Stuttgart nach Heidelberg , die ca. 160 km umfasst und in 2 Tagen gut machbar ist.
Entsprechend folgen wir dem Neckar flussabwärts in Richtung Heilbronn auf dem seit der Neubeschilderung im Jahr 2009 sehr gut gekennzeichneten Radweg, der eigentlich jegliches Kartenmaterial überflüssig macht. Vorbei an Remseck, Neckargröningen, Freiberg, Marbach, Pleidelsheim, Mundelsheim, Besigheim, Kirchheim, Lauffen, bezeichnenderweise fast alle mit dem Epitheton "am Neckar" versehen, erreichen wir Heilbronn. Auch hier ist die Beschilderung so lückenlos und übersichtlich, dass wir die Stadt im Nu hinter uns lassen und am späten Nachmittag das verheisungsvoll über dem Neckartal dräuende Bad Wimpfen als Etapppenziel des ersten Tags erreichen. Wenn man als Radfahrer auf dem Neckartalweg durch ein Höhenprofil quasi ohne "Höhepunkte" verwöhnt ist, kommt hier der erste nennenswerte Anstieg beim Erklimmen der mittelalterlichen Feste. Eine letzte Kraftanstrengung, dann Eintauchen in die märchenhafte Atmosphäre von Bad Wimpfen mit seiner spektakulären Aussicht über das Neckartal.
Übernachtung im Grünen Baum, erbaut 1557, die Zimmer wurden gottseidank später noch einmal renoviert und die Preise halten sich in Grenzen. Am nächsten Morgen dann weiter Richtung Heidelberg. Gundelsheim, Haßmersheim, Neckarzimmern. Ein großer Teil des Radwegs verläuft direkt am Wasser, der Fluss mal zur Rechten, mal zur Linken, vorbei an Anglern, dann wieder ein Schwenk über üppige Wiesen und Felder und durch verschlafene Dörfer. Es ist dies eine Atmosphäre, wie man sie sonst nur aus der idealisierenden Welt der Modelleisenbahnen kennt. Vielleicht kommt die beinahe schon unrealistisch anmutende Ruhe über allem aber auch einfach vom Samstag, den wir für Tag 2 unserer Tour gewählt haben. Obrigheim, vorüber am Atommeiler, der Kühlung im Neckar sucht, Guttenbach, Neckargerach, Zwingenberg. Die Fähre, die hier ihre letzten Fahrten macht - die halbfertige Brücke über den Fluss zeigt dies geradezu monumental - hat Mittagspause.
Also weiter auf der rechten Neckarseite, zunächst auf der Bundesstraße B37, dann auf geteerten Leinpfaden bis zur Staustufe, wo wir den Fluss überqueren und wieder auf den Neckartalweg stoßen. Dann auf teils unbefestigten Wegen durch den Naturpark Neckartal-Odenwald, Eberbach, Hirschhorn, Neckarsteinach, Neckargemünd. Schließlich weitet sich das Neckartal und gibt den Blick frei auf den Endpunkt unserer Fahrt, Heidelberg. Zieleinlauf über die Alte Brücke und zurück nach Bruchsal mit der S3 für EUR 5,20 inklusive Fahrrad. Was bleibt: Der Zauber von 2 Tagen Fahrt durch ein Märchenland.
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Samstag, 25. Mai 2013 - 14:00
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Montag, 27. Mai 2013 - 17:30
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Dienstag, 4. Juni 2013 - 17:00 - 21:00
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Freitag, 14. Juni 2013 - 17:00 - 18:00
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Samstag, 15. Juni 2013 - 15:00 - Sonntag, 16. Juni 2013 - 15:00
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