Nachnutzer für Dragonerkaserne (International University) gefunden?

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Mittwoch, 25. April 2012 - 10:03

Wie die Bruchsaler Stadtverwaltung mitteilt, wurden in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 24. April 2012 wichtige Entscheidungen über die zukünftige Nutzung der ehemaligen Dragonerkaserne (ehemals International University in Germany) getroffen.

In einer Pressekonferenz heute Vormittag will Oberbürgermeisterin Petzold-Schick gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG, Herrn Rainer Blickle, und dem Rektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, Herrn Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel über die Nachnutzung zentraler Räumlichkeiten auf dem Campus informieren.

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Ehemaliger Campus - Neue Partner

Auf Nachfrage hat sich die Stadt Bruchsal bereit erklärt, heute noch die PM in ihre Internetseite zu stellen. Nachfolgend der Wortlaut:

Ehemaliger Campus der IU wird Forschungscampus für E-MobilitySEW-EURODRIVE und Hochschule Karlsruhe kooperieren in Bruchsal

 
EW-EURODRIVE und Hochschule Karlsruhe kooperieren in Bruchsal

Bruchsal (pa.). Der ehemalige Campus der International University (IU) in Bruchsal wird ab dem 1. Mai 2012 zum Forschungscampus für E-Mobility. Die SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG – einer der Weltmarktführer im Bereich der Antriebsautomatisierung – und die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft – eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg – gründen gemeinsam einen Forschungs- und Arbeitscampus und mieten die benötigten Flächen von der Stadt Bruchsal an. Die Verhandlungen mit SEW-EURODRIVE sind abgeschlossen. Der Mietvertrag mit der Hochschule ist im Detail noch zu verhandeln. Ziel ist es Forschung und Anwendung auf dem Campus der ehemaligen International University eng miteinander zu verknüpfen und die vorhandenen Kompetenzen zu bündeln, um in einer sich schnell entwickelnden Zukunftsbranche die Innovationsführung auszubauen.
 
SEW-EURODRIVE siedelt dafür einen Teil der Entwicklungsabteilung in den Konversionsgebäuden der ehemaligen Dragonerkaserne an. Zudem wird das von den Firmen SEW-EURODRIVE und Brose ins Leben gerufene Joint-Venture-Projekt „E-Mobilität“ auf dem Campus eine Heimat finden. Die Hochschule Karlsruhe plant die Gründung eines „Instituts für Energieeffiziente Mobilität“.
SEW-EURODRIVE wird inkl. der Brose-SEW Elektromobilitäts GmbH & Co. KG ca.30 bis 35 Mitarbeiter auf dem Campus unterbringen und dafür Labore und Werkstätten einrichten. Die Hochschule Karlsruhe möchte nach dem noch ausstehenden Vertragsabschluss mit SEW-EURODRIVE in einer ersten Ausbaustufe Büro- und Laborräume für ca. 20 Personen belegen.
Für das gemeinsame Engagement in der E-Mobility wird SEW-EURODRIVE das ehemalige Kompaniegebäude Campus 2 sowie das Gebäude Campus 16 mit rund 3500 Quadratmeter Fläche anmieten. Darüber hinaus verfügt das Bruchsaler Vorzeigeunternehmen über eine Option für weitere Räumlichkeiten. Die Hochschule Karlsruhe mietet voraussichtlich den Campus 3 sowie das Gebäude Campus 5 mit insgesamt rund 700 Quadratmeter Fläche an.
Die Zusammenarbeit auf dem Campusgelände bietet für beide Partner die räumlichen Voraussetzungen, die für eine enge inhaltliche Kooperation notwendig sind und die sich auch durch eine gemeinsame Nutzung von Laboren und Werkstätten widerspiegeln wird.
 
„Mit dem Forschungscampus E-Mobility wird das schwierige Erbe der IU einer Nutzung zugeführt, die zukunftsweisend ist für diese Stadt“, so Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, die die Konzeption wirtschaftlich und inhaltlich für „extrem zukunftsfähig“ betrachtet und die Ausrichtung auf die Erforschung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten ausdrücklich begrüßt. „Dieser Forschungscampus kann nur eingerichtet werden, weil sich das größte und bedeutendste Bruchsaler Unternehmen langfristig zu seinem Heimatstandort bekennt und lokal investiert“. Mit der staatlichen Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft hat die Stadt Bruchsal einen weiteren „zuverlässigen Mieter in Aussicht, der daran arbeitet seine Spitzenposition im Bereich der Forschung auszubauen“, so das Stadtoberhaupt.
 
Nach der Abwicklung der International University Germany im Jahr 2009 waren verschiedene Überlegungen zur Vermietung des Campusgeländes und auch ein Verkauf des Areals diskutiert worden. „Das Ergebnis zeigt, dass sich das Ringen um die beste Lösung gelohnt hat und es richtig war, auch in schwierigen Phasen standhaft zu bleiben“, so Petzold-Schick, die die Ansiedlung des Forschungscampus E-Mobility als wichtige Maßnahme zur langfristigen Bindung von Fachkräften betrachtet und auch die Bildungsstadt Bruchsal nachhaltig gestärkt sieht.
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