NACHGEFRAGT: Chancen und Risiken der Bruchsaler Geothermieanlage

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Eine Anfrage bei ewb
Montag, 4. Januar 2010 - 19:38
NACHGEFRAGT: Chancen und Risiken der Bruchsaler Geothermieanlage

Angeregt durch Ihre Rückfragen und Kommentare bezüglich der genannten Leistungsfähigkeit und Ausbeute, aber auch der Sicherheit der neu eingeweihten Bruchsaler Geothermieanlage baten wir die ewb um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Im Pressetext ist die Rede von einer Leistung von 550kW, die ausreichend sei für eine Versorgung von 1.200 Haushalten. Die Kosten hierfür lagen nach Angaben der EnBW bei runden 17 Mio. Euro. Nach unseren Informationen läge die Investition für die Erzeugung einer vergleichbaren Leistung durch Windkraft (die allgemeinen Vor- und Nachteile beider Energiequellen einmal außen vor) bei ca. 0,5 Mio. Euro. Für wie zukunftsfähig halten Sie angesichts solcher Zahlen die Geothermie generell als Energiequelle?
  2. Das Geothermieprojekt Unterhaching hat wohl durch günstigere natürliche Bedingungen eine ca. 5 mal höhere Ausbeute bei der Erzeugung von Elektrizität und dürfte sich schon deshalb besser rechnen lassen. Dort wird außerdem die Erdwärme wesentlich für Fernwärme genutzt ("Geothermische Stromerzeugung im Verbund mit Wärmenetz"). Gibt es für Bruchsal entsprechende Ansätze in Richtung einer Nutzung der Anlage für Fern- oder Nahwärme, mit der sich die Kosten-Nutzen-Rechnung verbessern ließe?
  3. In der Presse war in den vergangenen Wochen die Rede von einer Einstellung mehrerer Geothermie-Projekte u.a. beim größten Geothermie-Projekt der USA, dem Geysers Project, aber auch in Basel aufgrund seismischer Probleme. Wie sicher ist vor diesem Hintergrund die Bruchsaler Anlage? Gab es Anzeichen für seismische Probleme während der Arbeiten? Ist in Bruchsal mit Erdbeben im Zusammenhang mit der Geothermieanalage zu rechnen? Wo liegt der geologische Unterschied zu Basel, der seismische Probleme beim Betrieb der Bruchsaler Anlage ausschließt?

In einer ersten Reaktion bat die ewb um Verständnis, dass unsere Anfrage "urlaubsbedingt" erst Ende Januar 2010 beantwortet werden kann.

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Weniger kritische Nachfragen der BNN

Überraschung! Für die weniger kritischen Nachfragen der BNN von heute hat man bei der EWB "urlaubsbedingt" offenbar eher Zeit gefunden.

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