Ein nachdenklicher Bericht zu Stuttgart 21 in ZEIT ONLINE: Eine Stadt steht Kopf

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Mahnwachen, Telefonketten, Parolen: Im Streit um den Stuttgarter Hauptbahnhof geht es nicht mehr um die Sache.
Sonntag, 22. August 2010 - 13:48

"Die vielbeschworene »Mitte« der Gesellschaft zeigt sich widerborstig, viele darunter sind wirtschaftsnah und haben immer CDU gewählt, viele Ältere, Seriöse. Sie kommen zum Protest-Streichquartett an den Bauzaun, aber sie haben keine Lust auf Rangeleien mit der Polizei. Sie sind gebildet und hervorragend informiert, über den Landeshaushalt ebenso wie über wasserführende Gesteinsschichten. Das macht ihren Widerstand neuartig und wirkungsmächtig. Der Protest ist bürgerlich. Und er zeigt sich verdammt zäh."

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Kommentare

"Verfahrene Situation"-Offener Brief zu Stuttgart21

Ein Offener Brief von Ex-OB Rommel zu Stuttgart21

Liebe Stuttgarterinnen und Stuttgarter!

In der Bundesrepublik Deutschland reibt man sich verwundert die Augen über die Erregung so vieler Stuttgarter anlässlich der Konzeption Stuttgart 21. Auch ich bin überrascht über die Kritik. Eigentlich habe ich gedacht, dass Stuttgart 21 im Ganzen freundlich begrüßt wird.

Es war keine Kleinigkeit, eine Lösung zu erreichen, die die Unterquerung Stuttgarts vom Hauptbahnhof bis zum Flughafen und die Überwindung der Schwäbischen Alb ermöglicht. Über das Projekt wurde und wird intensiv diskutiert und debattiert. Verschiedenste Varianten wurden 20 Jahre geprüft und verworfen. Ich bin froh, dass am Ende aller oft langwierigen Rechts- und Gerichtsverfahren das verkehrspolitische und städtebaulich richtige Konzept bestätigt worden ist. Wir sollten dies alle akzeptieren!

Die neuen Hochgeschwindigkeitszüge werden im Stuttgarter Hauptbahnhof halten und die Verkehrsverbindung zu ganz Europa deutlich verbessern. Die Verwirklichung dieses nach meiner Meinung in vieler Hinsicht unverzichtbaren Projekts wird den Standort Stuttgart in Baden-Württemberg und in Europa sicher nachhaltig stärken. Die Wirtschaftskraft und der Arbeitsmarkt der Stadt, der Region und Baden-Württembergs werden davon profitieren.

Auch wenn ich die Einweihung altershalber nicht mehr erleben werde, fühle ich mich verpflichtet, nochmals darauf aufmerksam zu machen, dass diese einmalige Chance einer grundlegenden Verbesserung des Schienenverkehrs und der Wirtschaftsstruktur nicht in den Wind geschlagen wird.

Ich bitte Sie, den Blick nach vorne zu richten und sich in die sich mit Stuttgart 21 bietenden Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt einzubringen.

Ihr

Manfred Rommel

 

CDU und SPD setzen 400 Euro Abkratzprämie aus!

Gefunden bei www.politblogger.eu:

"Willst du mal schnell 400 Euro einsacken? Kein Problem! Der Stuttgarter CDU-Gemeinderat Dieter Wahl und sein früher SPD-Kollege Rainer Kußmaul zahlen für jeden entfernten Aufkleber gegen Stuttgart 21 20 Cent – und zwar für die ersten 2000 Stück. Die Bäbberle, die dem zehntausendfachen Bürgerprotest gegen das Milliardenprojekt tatsächlich an vielen Orten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt sichtbar Aus- und Nachdruck verleihen, verschandelten doch schließlich das Stadtbild.

Ehrlich gesagt dachte ich bei dem Begriff Abkratzprämie in diesem Zusammenhang im ersten Moment an etwas ganz anderes, das würde jetzt allerdings zu weit führen. Ich finde aber trotzdem, dass die Herren Wahl und Kußmaul als abschreckendes Beispiel auf jeden Fall abkratzen sollten – zum Beispiel den Aufkleber oben rechts in diesem Blog. Viel Spaß dabei!

Ein Tipp noch für den habgierigen Teil meiner Leserschaft: Diese Grafikherunterladen und 2000-fach als Anhang an eine handelsübliche dieter [dot] wahl [at] stuttgart [dot] de (E-Mail) tackern. Bankverbindung nicht vergessen!"

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