NABU: Welche Vögel kommen ans Futterhäuschen?
Berlin - Vögel beobachten macht Spaß. Zumal an den Vogelfutterstellen jetzt Hochbetrieb herrscht. Doch welche Arten kommen in unseren Gärten und Parks besonders häufig vor, gibt es regionale Unterschiede und macht sich der bisher so milde und schneearme Winter besonders bemerkbar? Antwort auf diese Fragen soll die „Stunde der Wintervögel“ geben, zu der der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nun zum zweiten Mal aufruft.
Die Wintervogelzählung findet vom 6. bis 8. Januar statt und funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die sich im Laufe einer Stunde zeigt. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen für die Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die NABU-Wintervogelzählung nicht nötig. Zur Unterstützung stehen auf www.stundederwintervoegel.de eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Vogelarten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung.
Eingeführt wurde die Wintervogelerfassung durch wissenschaftliche Laien schon vor mehr als einem Jahrhundert in den USA. Allerdings waren die Vorgänger blutrünstige Veranstaltungen, denn bei den „Side Hunts“ wetteiferten Jagdgesellschaften miteinander, wer die meisten Vögel erlegt. Im Jahr 1900 schlug der Vogelkundler Frank Chapman dann vor, statt mit der Flinte künftig mit Fernglas und Notizblock „jagen“ zu gehen, und seine Idee setzte sich durch. Heute beteiligen sich allein in Amerika rund 60.000 Vogelfreunde an der traditionsreichen Zählung.
Zu den eifrigsten Vogelzählern weltweit haben sich inzwischen die Briten entwickelt In Großbritannien nehmen am „Big Garden Birdwatch“ mehr als eine halbe Million Menschen teil. In den Niederlanden weist die jährliche „Tuinvogeltelling“ immerhin rund 30.000 Meldungen auf und bei der ersten deutschlandweiten „Stunde der Wintervögel“ meldeten im vergangenen Januar mehr als 85.000 Teilnehmer rund 2,6 Millionen Vögel. Häufigste Art war dabei die Kohlmeise, gefolgt von Haussperling und Amsel. Nun hoffen der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), trotz des bislang wenig winterlichen Schmuddelwetters erneut auf rege Beteiligung. Je mehr Beobachtungen in die Wertung einfließen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
Hier kann der Zählbogen im pdf-Format herunter geladen werden:
http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/sdw/sdw2012print.pdf
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