Mit Kalk die Waldböden verbessern

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Waldkalkung auf den Gemarkungen Bad Schönborn, Bruchsal, Forst, Graben-Neudorf, Karlsdorf-Neuthard, Philippsburg und Ubstadt-Weiher ab 29. August
Donnerstag, 18. August 2011 - 17:50

Das Forstamt des Landkreises Karlsruhe kündigt an, dass ab 29. August begonnen wird, Staatswaldflächen auf den Gemarkungen Bad Schönborn, Bruchsal, Forst, Graben-Neudorf, Karlsdorf-Neuthard, Philippsburg und Ubstadt-Weiher zu kalken. Die Maßnahme wird spätestens Ende Oktober abgeschlossen sein. Das Forstamt bittet die Waldbesucher, während der Arbeiten die Waldgebiete nicht zu betreten. An den Waldeingängen werden Hinweisschilder angebracht.

Neben der Reduktion von Luftschadstoffen und der Pflege stabiler Mischwälder puffert das Ausbringen von Naturkalk die langfristige Bodenversauerung der Waldböden ab. Für die Umsetzung des Humus sowie für die Bodenbelüftung wichtige Organismen wie Regenwürmer, Pilze und Bakterien profitieren davon. „Nachdem der Säureeintrag durch die vom Gesetzgeber veranlasste Einführung von Filtersystemen spürbar zurückgegangen ist, erwarten wir Forstleute jetzt eine Regeneration tieferer Bodenschichten und damit eine Steigerung der Widerstandskraft der behandelten Waldbestände,“ kommentiert Bernhard Peichl, der Leiter des Forstamts im Landratsamt. Nicht zuletzt dient die Bodenschutzkalkung auch dem Erhalt eines qualitativ hochwertigen Trinkwassers.

Diese Kalkungsaktion ist der erste Teil eines auf zehn Jahre angelegten Kalkungsprogramms für den rund 12.000 Hektar umfassenden Staatswald im Landkreis Karlsruhe. Das Kalkungskonzept wurde auf der Grundlage von Informationen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt über kalkungswürdige Flächen erarbeitet. Die Schwerpunkte der zu behandelnden Flächen liegen in der Hardt und Lußhardt, geringere Flächen im Albtal und Stromberg. Die Böden im Kraichgau sind in der Regel ausreichend mit Kalk versorgt, so dass dort keine Maßnahmen erforderlich sind.

Der erdfeuchte Kalk wird in einer Dosierung von drei Tonnen je Hektar je nach Lage vom Helikopter oder vom Boden aus verteilt. Dies entspricht 300 Gramm Kalk, welche je Quadratmeter ausgebracht werden. Durch die Befeuchtung des Materials ist die Staubentwicklung gering.

Für Rückfragen steht das Forstamt unter Tel. 0721 / 936-6577 zur Verfügung. Informationen zur Bodenschutzkalkung erhalten Sie ab dem 23. August zusätzlich auch auf der Internetseite des Landratsamtes unter Bürgerservice – Ämter und Ansprechpartner – Forstamt.

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Kommentare

Kalk nach Bruchsal?!

Um Gottes Willen...!!
Wir können abgeben...

Kalk für's Trinkwasser?

@(PM)
"Nicht zuletzt dient die Bodenschutzkalkung auch dem Erhalt eines qualitativ hochwertigen Trinkwassers", das hätte ich gerne mal von einem Fachmann erklärt. Ist unser Trinkwasser denn noch nicht kalkhaltig genug?

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