Messe "Woche der Sonne" am 8. + 9. Mai 2010 auf dem Friedrichsplatz

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Strom und Wärme - Energie der Zukunft
Sonntag, 25. April 2010 - 20:42
Logo der lokale Agenda 21 Bruchsal

Unter diesem Motto findet bundesweit die dritte „Woche der Sonne“ statt, um die Menschen insbesondere für alternative Energieformen als Gegenstück zur für die Menschheit fraglos sehr gefährlichen Atomenergie statt. Auch die Bruchsaler Agenda 21 und hier speziell die Arbeitsgruppe „Umwelt und Energie“ unter Leitung ihres Sprechers, Dieter Neff, beteiligt sich federführend auf lokaler Ebene an dieser begrüßenswerten Aktion.

Hierzu plant sie in Übereinstimmung mit der Bruchsaler Stadtverwaltung und auf besonderen Wunsch der Oberbürgermeisterin, Cornelia Petzold-Schick, auf dem Friedrichsplatz in der Innenstadt eine Infoveranstaltung mit einer Reihe von Ständen verschiedener auf regenerative Energien spezialisierte Firmen. Diese werden unter anderem Altbewährtes und Neues auf dem Sektor vorwiegend alternativer Energien zeigen. Darunter werden zu sehen sein, Fotovoltaikanlagen (neue Formen von Solarmodulen auf Flachdächer), Bohrtechniken auf dem Gebiet der Geothermie (Verwendung der Erdwärme), sowie Abbildungen verschiedener hierzu verwendeter Geräte. Es wird zum besseren Kennen lernen eine kleine Bilderserie über notwendige Einrichtungen zur Nutzung der Erdwärme aufgestellt. Dieter Neff will versuchen, auch eine Windturbine (in einem Rohr rotiert ein Strom und warmes Wasser erzeugender Rotor) zu bekommen.

Zur informativen Vorbereitung wird auf dem Friedrichsplatz ab Montag, dem 26. April bereits eine Plakatreihe zu sehen sein, auf denen Abbildungen zu Solarstrom und Solarwärme zu sehen sind und Hintergründe über deren Nutzung aufgezeigt werden. Ferner werden den Besuchern Unterschiede nicht nur in Umweltrelevanter Blickrichtung, sondern vielmehr auch in Kostenrelationen zur fossilen, aber auch Kernenergie dargestellt. Dieter Neff und seiner AG Umwelt und Energie kommt es vordergründig gerade auch hinsichtlich der derzeitigen Diskussion über die Verlängerung von Laufzeiten der umstrittenen Atomkraftwerke darauf an, dass alternative Energien und hierzu notwendige Investitionen keineswegs überteuert sind. Um sich davon persönlich zu überzeugen, ist die Öffentlichkeit aus Bruchsal und Umgebung zum Besuch dieser „Woche der Sonne“ herzlich eingeladen, über die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, die Schirmherrschaft übernommen hat.

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Kommentare

mutwillige Zerstörung

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde einer der Blöcke mit Infotafeln für diese Veranstaltung mutwillig zerstört.

Es ist erschreckend zu sehen wie rücksichtslos manche mit dem Eigentum anderer umgehen die ihre Freizeit opfern um die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bruchsal zu informieren.

zerstörte Infotafeln

Alternative: Energie sparen, statt wie auch immer produzieren?

Jeder nicht verbrauchte kWh (egal ob Strom oder Heizung) muß nicht erzeugt werden- weder mit radioaktiven Folgeschäden noch mit CO2 Belastung noch durch Erhöhung der Erdbebengefahr.

Wird es auf der Veranstaltung auch um die Möglichkeiten der Energieeinsparung gehen (und damit meine ich nicht nur Ersatz von Glühbirnen durch ESL und Dämmung des Hauses)?

Ich denke durch intelligente und kreative Ideen zum Thema Energiesparen kann noch vieles mehr bewegt werden!

Ebenso spielt hier das physikalische Verständnis der Bevölkerung und in Zukunft unserer Kinder eine enorme Rolle (wenn ich nur daran denke, wie oft das Wort Energie völlig unsinnig verwendet wird).

Energie einsparen

Energie einsparen hat immer etwas mit der Aufgabe von Bequemlichkeit zu tun. Ich denke nicht das es auch nur eine Firma gibt die hilft Energie einzusparen ohne das man etwas dafür tun muss.

Die Messe soll interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten regenerativer Energien näher bringen.

Als Diskussionsplattform für Energieeinsparung empfehle ich die Treffen der AG Umwelt und Energie. Diese finden jeden 2. Mittwoch im Monat im Hotel Restaurant Ratskeller Bruchsal statt. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen. Sollte Interesse bestehen bitte eine kurze E-Mail mit Interessensschwerpunkt an mich damit es in die Tagesordnungspunkte aufgenommen werden kann. (dieterneff [at] web [dot] de)

 

Vielen Dank für Ihr Interesse

Energiesparen nur auf Kosten der Bequemlichkeit? Nein!

Aus meiner Sicht kann man natürlich durch Aufgabe von Bequemlichkeit Energie einsparen (z.B. Heizung immer aus). Das ist etwas, was jeder selbst entscheiden muss.
Aber man kann durchaus auch Energie sparen ohne (oder nur sehr geringfügig) an Bequemlichkeit zu sparen.
Schauen wir uns ein paar Beispiele an:

Beispiel Heizungsumwälzpumpen: früher 60-120W heute aufgrund Forschung 5-10W
Natürlich muß die Heizung entsprechend angepasst sein (Stichwort hydraulischer Abgleich), aber dieser ist eigentlich schon zwingend vorgeschrieben- nur macht den fast kein Heizungsbauer (wenn mich nicht alles täuscht gibt- oder gab- es dafür sogar einen Zuschuss von der KFW). Ebenso ist der hydraulische Abgleich keine technische Neuerung. Jede uralte Schwerkraftheizung war bereits darauf angewiesen (sonst hätte sie gar nicht funktioniert)

Beispiel Beleuchtung: Glühbirne vs. Energiesparlampe oder LED-Leuchtmittel
Auch hier kann (zumindest in Maßen) Energie eingespart werden ohne auf Bequemlichkeit verzichten zu müssen. Klar gibt es auch hier schwarze Schafe (ESL die furchtbares Licht machen oder ewig brauchen bis sie hell sind; LEDs, die mehr an eine Kerze als an ein Licht erinnern, usw) aber es gibt auch sehr brauchbare Alternativen.

Beispiel Belüftung: in einem gut wärmegedämmten Haus wird etwa die Hälfte des Energieverbrauchs durch notwendiges Lüften verursacht. Wird hierfür eine Zwangslüftung mit Wärmetauscher verwendet kann dieser Anteil massiv gesenkt werden und man erhöht sogar noch die Bequemlichkeit (kein Lüften von Hand notwendig, automatisch bessere Luft, ...)

Das waren drei Beispiele, bei denen Firmen helfen können Energie einzusparen ohne Bequemlichkeit aufzugeben.
Warum nicht mehr (und vielleicht viel bessere) Beispiele sammeln und veröffentlichen und weitertragen?
Nur eine nicht verbrauchte kWh muß auch nicht erzeugt werden!

Tipps

zum hydraulischen Abgleich: Jeder sollte seinen Heizungsbauer darauf drängen diesen durchzuführen. Die Kosten hierfür liegen bei ca. 5-10 Euro je Heizkörper. Durch den Abgleich kann man dann bis zu 20 % Heizkosten einsparen. In der Praxis ist es aber leider so, dass nur wenige Heizungsbauer diesen Part beherrschen.

Zum Thema Energie sparen im Haushalt gibt es einige Seiten im Netz die sinnvolle und leicht durchzuführende Tipps bereitstellen. Nachfolgend nur einige:

http://www.energiesparen-im-haushalt.de

http://www.effiziento.de

http://www.energie-richtig-sparen.de

http://www.stromeffizienz.de

Wie Sie schon sagten, die beste Einsparung ist der Nicht-Verbrauch.

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